Ayhancan Güven wird seinen DTM-Titel 2026 nicht verteidigen - Er reiht sich damit in die Reihe jener Champions ein, die ihre Karriere nach dem Titel (vorläufig) beendeten
Ayhancan Güven wird seinen DTM-Titel in der Saison 2026 nicht verteidigen. Der Türke wechselt in die Langstrecken-WM und kehrt der DTM (zumindest vorerst) den Rücken. Damit steht bereits vor dem ersten Rennstart fest: Eine Titelverteidigung wird es 2026 nicht geben. Ein ungewöhnlicher Schritt, aber keine Premiere.
Denn auch Eric van de Poele hat seinen DTM-Titel im Folgejahr nicht verteidigt. Der Belgier krönt sich in der Saison 1987 mit dem BMW M3 von Zakspeed zum Champion, doch ...
... in der Saison 1988 ist van de Poele zunächst ohne Stammcockpit in der DTM. Der amtierende Champion tritt lediglich beim Finale in Hockenheim noch einmal bei den beiden letzten Rennen des Jahres an.
Der Italiener Roberto Ravaglia krönt sich in der DTM-Saison 1989 zum Champion. Im Folgejahr hat der BMW-Pilot allerdings kein Stammcockpit, sondern ...
... tritt unter anderem für TOM'S mit einem Toyota 90C bei den 24 Stunden von Le Mans und in der Sportwagen-WM an. Als amtierender Titelverteidiger fährt Ravaglia in der DTM-Saison 1990 nur zwei Rennen auf dem Norisring, die er allerdings mit einem dritten Platz und einem Sieg beendet.
Eine DTM-Rückkehr von Roberto Ravaglia erfolgt erst zur Saison 1992, als der Italiener zwar alle Rennen im BMW M3 von Schnitzer bestreitet und beim Finale zwei Saisonsiege feiert, aufgrund zahlreicher Ausfälle aber nur den siebten Gesamtrang belegt.
In der DTM-Saison 2005 holt sich Mercedes-Pilot Gary Paffett den Titel, doch der Brite verzichtet im Folgejahr auf eine Titelverteidigung, weil er ...
... als Formel-1-Testfahrer bei McLaren anheuert und neben Kimi Räikkönen und Juan Pablo Montoya zum dritten Mann wird. Als beide Fahrer das Team verlassen, gibt es Spekulationen, dass Paffett das Stammcockpit neben Neuzugang Fernando Alonso bekommen könnte, doch der britische Rennstall entscheidet sich für Lewis Hamilton.
Nach einem Jahr ohne Renneinsatz wechselt Paffett deshalb zur Saison 2007 wieder in die DTM, wo er zunächst einen Jahreswagen von Persson Motorsport fährt. Der Brite bleibt in den Folgejahren noch Testfahrer bei McLaren, kehrt der Formel 1 aber zunehmend den Rücken. 2018 gewinnt er sogar noch einmal den DTM-Titel, aber ...
... verzichtet zum zweiten Mal darauf, seinen DTM-Titel zu verteidigen. Stattdessen wechselt Paffett mit HWA in die Formel E, die er allerdings auf dem 19. Gesamtrang beendet. In die DTM kehrt der Brite nicht mehr zurück. Heute ist er Renndirektor beim Formel-E-Team Cupra Kiro.
Paul di Resta gewinnt in der DTM-Saison 2010 die umkämpfte Meisterschaft, allerdings verzichtet der Schotte im Folgejahr auf die mögliche Titelverteidigung, weil ...
... er ein Stammcockpit in der Formel 1 erhält. Di Resta startet insgesamt drei Jahre lang für Force India, wo er allerdings nur wenige Ausrufezeichen setzen kann. Zwei vierte Plätze sind die besten Ergebnisse des Schotten, der ...
... zur Saison 2014 seine Rückkehr in die DTM feiert. Zwar holt sich Di Resta in den Folgejahren noch einige Siege, doch ein weiterer Titelgewinn bleibt aus.
In der DTM-Saison 2015 krönt sich Pascal Wehrlein zum jüngsten Champion aller Zeiten. Der Mercedes-Pilot hat den Großteil seiner Karriere noch vor sich, weshalb der Abgang des Deutschen keine Überraschung ist.
Wehrlein fährt in der Saison 2016 für Manor und wechselt im Folgejahr zu Sauber, wo er seine ersten WM-Punkte holt. Dennoch wird der Deutsche nach der Saison 2017 durch Charles Leclerc ersetzt. Wehrlein wird Ersatzfahrer bei Mercedes und ...
... kehrt 2018 auch mit Mercedes in die DTM zurück. Wehrlein erhält allerdings nur einen Jahresvertrag, weil sich die Stuttgarter aus der Serie zurückziehen. Seit 2019 ist der Deutsche in der Formel E am Start, wo er sich 2024 sogar zum Weltmeister krönt.
Ayhancan Güven wird seinen DTM-Titel 2026 nicht verteidigen - Er reiht sich damit in die Reihe jener Champions ein, die ihre Karriere nach dem Titel (vorläufig) beendeten