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"Wäre es einfach, würde ich daheim bleiben": Dakar-Sieger Al-Attiyah

Nasser Al-Attiyah und Teamchef Glyn Hall nennen die entscheidenden Punkte für den ersten Dakar-Sieg von Toyota - Al-Attiyah fuhr in der Wüste sogar ohne Klimaanlage!

(Motorsport-Total.com) - "Das ist nie ein einfaches Rennen", sagt Nasser Al-Attiyah nach seinem Sieg bei der 41. Ausgabe der Rallye Dakar. "Wenn es einfach wäre, würde ich daheim bleiben. Jeden Tag hat sich das Klassement verändert. Okay, wir haben seit dem dritten Tag geführt. Danke an das Toyota-Team für ein starkes Auto. Der entscheidende Punkt waren die neuen Reifen von BF Goodrich. Wenn wir im Vorjahr diese Reifen gehabt hätten, dann hätten wir damals schon gewinnen können."

Nasser Al-Attiyah

Nasser Al-Attiyah und Matthieu Baumel mit ihren Beduinen-Trophäen Zoom

2018 wurde Al-Attiyah noch von Peugeot geschlagen und belegte Platz zwei. Nun konnte Toyota den allerersten Dakar-Sieg feiern. "Nasser und ich", sagt Toyota-Präsident Akio Toyoda, "sind 2017 den Hilux in Spanien gefahren. Damals hat mir das Team von einem früheren Rennen die Trophäe für Platz zwei präsentiert. Sie haben mir versprochen, dass sie das nächste Mal die Siegertrophäe gewinnen werden. Ich bin begeistert, dass sie ihr Versprechen erfüllt haben."

Nach den 24 Stunden von Le Mans gewann Toyota den nächsten Klassiker im Motorsport. Gebaut wurde der Hilux in Südafrika vom Team von Glyn Hall. Das aktuelle Modell wurde 2017 entwickelt und hat für die Gewichtsverteilung praktisch einen Mittelmotor. 2018 wurde man noch von Peugeot geschlagen. Seither wurden viele Details weiterentwickelt. Toyota hielt entgegen dem Trend zum Buggy am Benzinmotor mit Allradantrieb fest.


Dakar-Sieger Nasser Al-Attiyah im Interview

Nach seinem dritten Sieg bei der Rallye Dakar spricht Nasser Al-Attiyah mit Ellen Lohr über die Bedeutung seines Triumphes. Weitere Rallye-Videos

"Bei Nasser waren wir zu 100 Prozent zuverlässig", betont Hall. "Es gab absolut keine Probleme. Wenn du ein Auto hast, das problemlos läuft und sich der Fahrer darauf konzentrieren kann, die Rallye zu gewinnen und es ihm egal ist, ob er einzelne Etappen gewinnt, dann hat man eine perfekte Situation. Mit dem Auto haben wir erst 2017 angefangen, um Peugeot zu schlagen. Die Performance war sehr gut, aber wir hatten viele kleine Probleme und die Reifenentwicklung passte nicht zu unserem Chassis."

Deswegen wurde am Unterboden und an der Radaufhängung gearbeitet. Außerdem wurde der Motor weiterentwickelt, denn der Luftmengenbegrenzer wurde Toyota per Reglement um einen Millimeter verkleinert. Bemerkenswert ist, dass Al-Attiyah ohne Klimaanlage im Auto fuhr. "Er hat uns gefragt, ob sie kaputt gehen könnte", schmunzelt Hall bei diesem Thema. "Also hat er gesagt, wir sollen sie ausbauen. Er wollte diese Komplikation nicht haben."

Nach Volkswagen und Mini gewann Al-Attiyah nun mit der dritten Marke die Dakar. Das schaffte sonst nur Stephane Peterhansel. "Es gibt kein Geheimnis", lacht der Rallye-Spezialist aus Katar. "Ich versuche immer etwas Neues zu probieren. Als ich zu Toyota gekommen bin, gab es kein großes Budget, weil wir ein privates Team waren. Es gab etwas Unterstützung von Gazoo-Racing. Jetzt bin ich mir sicher, dass Toyota als offizielles Werksteam in die Dakar einsteigen wird."

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