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"Es ist extrem lässig": Walkner jubelt über zweiten Platz bei der Rallye Dakar

Trotz verpasster Titelverteidigung ist Matthias Walkner stolz auf sein Ergebnis bei der Dakar 2019 - Über zehn Tage waren die Strapazen und die Belastung enorm

(Motorsport-Total.com) - Matthias Walkner startete die letzte Etappe der Rallye Dakar 2019 als Dritter und jubelte am Ende als Zweiter auf dem Podest. Mit der Titelverteidigung hat es für den Österreicher nicht ganz geklappt. Trotzdem stand er nun zum dritten Mal in seiner Karriere auf dem Podest: Zweiter 2017, Sieger 2018, Zweiter 2019. "Ich bin mit Tränen in den Augen über die Ziellinie gefahren", schreibt Walkner auf seiner Facebook-Seite. "Ich habe einfach extrem viel Energie reingesteckt und war jeden Tag extrem bemüht. Es ist extrem lässig, wenn es so aufgeht."

Matthias Walkner, Ellen Lohr

Matthias Walkner spricht im Ziel mit Ellen Lohr über seinen zweiten Platz Zoom

Neun Minuten hatte er im Ziel Rückstand auf seinen KTM-Teamkollegen Toby Price, der seinen zweiten Gesamtsieg feierte. Die beiden lagen sich nach der Zieldurchfahrt in den Armen und feierten den Erfolg. "Die Luft ist auf diesem Niveau so dünn. Daher auch ein riesen Kompliment an Toby Price, den harten Hund", lobt Walkner den Kollegen. "Unglaublich, wie er das durchgedrückt hat." Price wurde erst Anfang Dezember am rechten Handgelenk operiert und mühte sich die komplette Dakar mit Schmerzen.

Aber auch für Walkner war es körperlich anstrengend. "Ich bin wirklich froh, dass dieser Kampf jetzt vorbei ist", sagt der deshalb. "Die gesamte Rally war so hart, dass ich mir wirklich gesagt habe: 'Jetzt ist es auch mal Zeit zum Genießen.'" Trotzdem griff er bei der letzten Etappe an, denn die Top 3 befanden sich im Gesamtklassement vor dem Start innerhalb von sechseinhalb Minuten. Alles war möglich. Pablo Quintanilla verletzte sich bei einem Sturz am Fuß, wodurch Walkner den zweiten Platz erbte.


Matthias Walkners Fazit zur Dakar 2019

Nach dem zweiten Platz bei der Rallye Dakar 2019 zieht der Österreicher Matthias Walkner im Interview mit Ellen Lohr Bilanz. Weitere Rallye-Videos

Aber auch der Österreicher hatte beim Finale einen gefährlichen Moment: "Mit 90 km/h habe ich eine Düne falsch eingeschätzt und bin voll in den Gegenhang reingesprungen. Dabei habe ich in der Luft dann noch einen Gang runtergeschalten und versucht, gleich bei der Landung noch einen Zug nach vorne zu schaffen. Bin dann mit dem Helm Vollgas auf den Lenker geschlagen. Das schon verletzte Sprunggelenk hat es mir wieder sehr stark beleidigt. Dann war es nur noch mein Ziel, einfach ins Ziel zu kommen."

Zu viel Zeit verlor er dabei nicht. Mit zweieinhalb Minuten Rückstand auf Price beendete Walkner die zehnte und letzte Etappe auf Rang drei im Tagesklassement. "Mit dem Adrenalinschub habe ich es dann geschafft, die Zähne zusammenzubeißen und habe mir selber keine Zeit gegeben, an die Schmerzen im Bein zu denken. Das ist mir dann echt auch gut gelungen. Ich hab die Wegpunkte gut erreicht und kam gut voran."

Schlussendlich feierte KTM einen Dreifacherfolg, denn Sam Sunderland bekam nachträglich seine Strafstunde zurück. Mit den Husqvarna-Fahrern Pablo Quintanilla und Andrew Short auf den Plätzen vier und fünf feierte die KTM AG wieder einen vollen Erfolg. Seit dem Jahr 2001 ist KTM nun ungeschlagen. Zum 18. Mal hintereinander wurde die Motorradwertung gewonnen. "Ich möchte an dieser Stelle auch nochmals ein großes Lob an das gesamte KTM-Team aussprechen", sagt Walkner. "Es hat alles super funktioniert. Es war mit Sicherheit unsere beste Dakar gemeinsam."

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