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Simulation von Sorgen: Toyota schickt Dreirad auf die Bahn

Im Bemühen, auf so viele potenzielle Le-Mans-Probleme wie möglich vorbereitet zu sein, geht Toyota beim WEC-Testprogramm 2018/19 immer wieder neue Wege

(Motorsport-Total.com) - Gelingt es Toyota im Juni 2018 endlich, den Fluch bei den 24 Stunden von Le Mans zu brechen und erstmals beim Langstreckenklassiker an der Sarthe zu triumphieren? Konkurrenz in Form von anderen LMP1-Werksteams haben die Japaner mit Sitz in Köln in diesem Jahr nicht. Das heißt aber noch lange nicht, dass sie den Le-Mans-Sieg schon halb in der Tasche hätten.

Toyota TS050 Hybrid

Toyota stellt sich selbst Beine, um für Le Mans gerüstet zu sein Zoom

Toyota weiß wie kein anderer Hersteller, wie bitter man in Le Mans verlieren kann. Das Drama um Kazuki Nakajima im Jahr 2016 war da nur der Gipfel. 2017 hatte man gleich mit mehreren Autos Siegchancen. Am Ende klappte es wieder nicht. Stattdessen staubte abermals Porsche ab.

In diesem soll es für Toyota endlich soweit sein. Um für die 86. Auflage der 24 Stunden von Le Mans am 16./17. Juni bestmöglich gerüstet zu sein, werden mit dem TS050 Hybrid schon seit geraumer Zeit unterschiedlichste Probleme ganz bewusst simuliert.

20 bis 25 unterschiedliche Probleme simuliert

Bei einem privaten Langstreckentest, der im März im Motorland Aragon in Spanien über die Bühne ging, probierte man wieder etwas Neues. "Wir schickten das Auto für eine Runde mit nur drei Rädern auf die Strecke und baten das Team, das Auto an die Box zurückzubringen", offenbart Toyota-Technikchef Pascal Vasselon.

Und welche Erkenntnisse wurden beim Dreirad-Test mit zwei Hinterrädern, aber nur einem Vorderrad gewonnen? "Wir haben zum Beispiel verstanden, welche zusätzlichen Probleme es am vorderen Differenzial geben kann", sagt Vasselon und verweist darauf, dass man bei einem der vorangegangen Tests auch schon mal mit nur einem Hinterrad fuhr.

"Für uns kommt das Unerwartete jetzt nicht mehr ganz so unerwartet." Toyota-Technikchef Pascal Vasselon

"Das Ziel war es, das Team auf unvorbereitete Situationen zu trainieren. Das hat recht gut funktioniert", meint der Toyota-Technikchef und spricht von "20 bis 25 unterschiedlichen Szenarien", die man bereits geprobt habe. Neben Runden auf nur drei Rädern wurde beispielsweise den Fahrern plötzlich der gesamte Funkverkehr abgestellt oder es wurden Probleme im Bereich der Kraftübertragung simuliert.

"Für uns kommt das Unerwartete jetzt nicht mehr ganz so unerwartet", sagt Vasselon. Den Beweis für diese Aussage muss die Toyota-Truppe freilich im Juni in Le Mans antreten. Das weiß auch der Technikchef nur allzu gut, indem er sagt: "Natürlich werden das Adrenalin und der Stress während des Rennens für weitere Schwierigkeiten sorgen."

Zu gönnen wäre Toyota der Le-Mans-Sieg allemal, aber sicher ist der noch lange nicht...

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