powered by Motorsport.com
  • 25.10.2021 · 17:20

Langstrecke-/Sportwagen-News Oktober 2021: BMW mit RLL in GTD-Pro?

Aktuelle News aus der Langstrecken-Szene des Motorsports, kurz und kompakt: RLL Favorit für BMW-Einsatz in GTD-Pro - ELMS-Entscheidungen fallen in Portimao

IMSA: RLL als Werksteam für BMW in GTD-Pro? (25. Oktober)

BMW M4 GT3

Der BMW M4 GT3 startet im kommenden Jahr voraussichtlich in der GTD-Pro-Klasse der IMSA Zoom

BMW wird 2022 voraussichtlich in der GTD-Pro-Klasse der IMSA weitermachen und hat für den Werkseinsatz einen klaren Favoriten. "RLL ist ein langfristiger Partner. Es wäre seltsam, wenn wir das jetzt beenden würden", so Motorsport-Direktor Mike Krack bei 'Sportscar365'.

Krack schätzt die langjährige Kooperation mit dem Team: "Wir sprechen mit vielen Teams, aber Rahal-Letterman-Lanigan-Racing steht ganz oben auf der Liste derer, für die wir uns entscheiden würden. Sie sind nicht mehr nur ein Team. Nach so vielen Jahren sind sie richtige Partner." Trotzdem gilt es noch, ein paar Hürden für einen Einsatz zu überwinden.

"Es wäre seltsam, wenn man nach sechs Jahren mit dem M6 GT3 ein neues Auto hat, den Wechsel [von GTLM zu GTD-Pro] unterstützt, und dann nicht dabei ist. Die Budget-Meetings finden gerade statt, und wir fragen uns, wie wir die Prioritäten setzen sollen. Wir brauchen dafür auch zwei Autos aus unserem Lieferbestand", gibt Krack zu bedenken.

Bisher hat sich nur das Vasser-Sullivan-Team mit einem Lexus RC F GT3 offiziell zur GTD-Pro-Kategorie bekannt. Es werden darüber hinaus auch Einsätze von BMW, Corvette, Lamborghini, Lexus und Porsche erwartet.

ELMS: United Autosports gewinnt Finale, Hörr ist LMP3-Champ (24. Oktober)

United Autosports hat das ELMS-Finale 2021 gewonnen. Bei den 4h Portimao setzten sich Aberdein/Gamble/Hanson im Oreca #22 durch. Sie holten sich den Sieg, obwohl sie anfangs bis auf Platz sieben zurückfielen. Doch eine Aufholjagd und eine frühe Unterbrechung wegen eines LMP3-Unfalls brachte das Trio zurück auf die Siegerstraße.

Die Rote Flagge kam heraus wegen eines Crashs von LMP3-Pilot Andreas Laskaratos. Zweiter wurden Kubica/Deletraz/Ye, die schon vor dem Start als Meister feststanden, im WRT-Oreca #41. Das Podium komplettierten Habsburg/Flörsch/Bradley im Algarve-Pro-Oreca #24.

In der LMP3-Klasse sicherte sich der deutsche Fahrer Laurents Hörr im DKR-Duqueine #4 mit einem Sieg die Meisterschaft in seiner Klasse. Den Erfolg und damit den Titelgewinn in der GTE-Klasse holten sich Cressoni/Mastronardi/Molina im Iron-Lynx-Ferrari #80.

IMSA: Tristan Nunez beerbt Felipe Nasr bei Action Express (21. Oktober)

Ex-Mazda-Pilot Tristan Nunez kehrt 2022 in die DPi-Klasse der IMSA SportsCar Championship zurück. Der (noch) 25-jährige US-Amerikaner beerbt bei Action Express Racing Felipe Nasr im Cadillac #31 und wird Teamkollege von Pipo Derani. Nasr befindet sich wohl auf dem Weg zu einem Hersteller.

Nunez kehrt nach eine Übergangsjahr wieder in die Topkategorie zurück. Er war von 2014 bis 2020 Teil des Mazda-DPi-Programms. Nach der Verkleinerung des Engagements hatte er für 2021 kein Cockpit mehr in der Topklasse. Er fährt in diesem Jahr für Win Autosport in der LMP2 und liegt gemeinsam mit Steven Thomas auf Platz zwei der Meisterschaft. Außerdem nahm er am "Road to Le Mans"-Rennen im August für Nielsen Racing teil.

IMSA: Castroneves statt Pla bei Meyer Shank (20. Oktober)

Meyer Shank Racing hat offiziell bekanntgegeben, dass Indy-500-Sieger Helio Castroneves als Teamkollege von Juan Pablo Montoya und Dane Cameron beim Petit Le Mans am 13. Noveber im Acura #60 antreten wird. Er fährt anstelle von Olivier Pla, für den offenbar aufgrund seiner Leistungen kein Platz mehr war.

Castroneves, der 2022 wieder eine komplette IndyCar-Saison bestreiten wird, sagt: "Ich bin bis zum letzten Rennen des Jahres noch immer der amtierende Meister. Ich freue mich, wieder mit Dane und Juan zu fahren. Das wird richtig cool. Road Atlanta ist so eine tolle Strecke. Ich habe vergangenes Jahr in diesem Auto dort gewonnen. Wird hatten vergangene Woche einen Test und ich bin zuversichtlich."

IMSA: Ganassi bestätigt die vier Stammfahrer für 2022 (19. Oktober)

Chip Ganassi Racing setzt in der IMSA-Saison 2022 wie bereits verkündet zwei DPi-Boliden von Cadillac ein, um sich mit neuem Fahreraufgebot auf das künftige LMDh-Programm mit Cadillac ab 2023 vorzubereiten. Die Stammfahrer für 2022 stehen jetzt fest.

Wie es sich bereits abgezeichnet hatte, stoßen Sebastien Bourdais, Alex Lynn und Earl Bamber zu Ganassi und bilden zusammen mit Renger van der Zande das Quartett, das die beiden Ganassi-Cadillac DPi bei allen IMSA-Rennen 2022 fahren wird. Wer sich mit wem das Cockpit teilt, wurde noch nicht verkündet. Ebenso ist noch offen, welche zwei Fahrer für die Langstreckenrennen im Kalender noch hinzukommen werden. Es ist aber davon auszugehen, dass Scott Dixon einer der beiden sein wird.

Für Bourdais ist es eine Rückkehr. Der Franzose fuhr schon in den Jahren 2016 bis 2019 für das Langstreckenprogramm von Ganassi, damals nicht in einem Prototypen, sondern im Ford GT. In der IndyCar-Serie wird Bourdais 2022 wenn überhaupt nur noch ausgewählte Rennen fahren, aber wohl nicht für Ganassi. Lynn und Bamber sind komplette Neuzugänge im Ganassi-Lager.

Remi Taffin wird neuer Technikchef bei Oreca (18. Oktober)

Der ehemalige Motorenchef des Renault-Formel-1-Programms, Remi Taffin, wird neuer Technischer Direktor beim führenden LMP-Konstruteur Oreca. Er beerbt David Floury, der nach der Trennung von Toyota und dem langjährigen Einsatzpartner Oreca als Chefingenieur in Köln geblieben ist.

Taffin beendet damit eine Verbindung mit dem Renault-Konzern, die bis auf das Jahr 1999 zurückreicht, als er seine Karriere mit den Supertec-Motoren in der Formel 1 begann. Er bleibt zumindest partiell mit dem Renault-Konzern in Verbindung. Der jetzige Alpine A480 ist ein Oreca-Chassis und auch der LMDh-Bolide ab 2024 wird auf einem Chassis aus Frankreich aufbauen.

IGTC: AF-Corse-Ferrari auf Pole für 8h Indianapolis (16. Oktober)

In Form der 8 Stunden von Indianapolis auf dem Infield-Rundkurs des Indianapolis Motor Speedway findet an diesem Wochenende das zweite von gerade mal drei Rennen der Saison 2021 der Intercontinental-GT-Challenge (IGTC) statt.

Von der Pole wird am Sonntag um 10:00 Uhr Ortszeit (16:00 Uhr MESZ) der Ferrari 488 GT3 mit der Startnummer 51 von AF Corse (Pier Guidi/Nielsen/Ledogar) starten. Im Pole-Shootout des Qualifyings am Samstag war es Alessandro Pier Guidi, der sich mit einer Rundenzeit von 1:33.456 Minuten durchsetzte. Zweitschnellster war Patric Niederhauser im Sainteloc-Audi, den er zusammen mit Christopher Haase und Markus Winkelhock fährt. Das Feld für die 8h Indianapolis umfasst insgesamt 41 Autos.

Nach coronabedingter Absage der 12h Bathurst bildeten die 24h Spa in diesem Jahr den IGTC-Saisonauftakt. Die 10h Suzuka wurden ebenfalls abgesagt. Nach den 8h Indianapolis stehen dann einzig noch die 9h Kyalami (4. Dezember) auf dem Plan.

So lief das Rennen

WEC: Weitere Änderungen Starterliste 6h Bahrain (15. Oktober)

Für die 6 Stunden von Bahrain gibt es eine neue Starterliste mit zahlreichen Änderungen. Robert Kubica wurde bereits als Ersatz für den offiziell wegen einer Terminkollision verhinderten Jan Magnussen bestätigt (siehe Eintrag 14. Oktober).

Eine weitere Änderung betrifft den Iron-Lynx-Ferrari #85 der "Iron Dames": Katherine Legge ersetzt Michelle Gatting wie schon beim Saisonauftakt in Portimao. Auch beim anderen Damenteam gibt es eine Änderung: Tatiana Calderon ist nicht mehr als Fahrerin bei Signatech gelistet, womit Sophia Flörsch und Beitske Visser sich den Oreca #1 teilen.

Kush Maini, der jüngere Bruder von DTM-Pilot Arjun, feiert sein WEC-Debüt bei ARC Bratislava. Er war bislang in der britischen Formel-3-Meisterschaft unterwegs. Letztlich ist auch der Proton-Porsche #88 besetzt. Wenig überraschend wird Khaled Al Quabaisi im Cockpit sitzen; seine Teamkollegen sind Julien Andlauer und Adrien de Leener.

Robert Kubica fährt Bahrain-Double-Header für High Class (14. Oktober)

Robert Kubica wird die beiden WEC-Rennen in Bahrain (30. Oktober und 6. November) für das Team High Class bestreiten. Das gab der dänische Rennstall am 14.10.2021 bekannt. Kubica wird sich den Oreca-Gibson mit der Startnummer 20 bei den 6- beziehungsweise 8-Stunden-Rennen auf dem Grand-Prix-Kurs am Persischen Golf mit Anders Fjördbach und Dennis Andersen teilen.

"Nach der ELMS-Meisterschaft und der Teilnahme an den 24 Stunden von Le Mans freue ich mich, bei High Class für die letzten Runden der WEC in Bahrain dabei zu sein", sagt der frühere Formel-1-Pilot. "Wir werden versuchen, in diesen beiden Läufen so gut wie möglich abzuschneiden, und ich hoffe, dass ich ihnen dabei helfen kann."

Kubica war bereits zu Beginn der Saison bei den 24 Stunden von Daytona für das Team gefahren. Später hatte er mit dem Team WRT den Titel in der European-Le-Mans-Serie gewonnen. Bei den 24 Stunden von Le Mans war sein Auto in führender Position in der LMP2 in der letzten Rennrunde ausgefallen.

IMSA: Corvette-Doppelsieg nach harten Kämpfen in Virginia (10. Oktober)

Das Corvette-Werksteam hat einen Doppelsieg in der IMSA Sportscar Championship auf dem Virginia International Raceway gelandet. Das ganze Rennen über bekämpften sich die Vetten aufs Härteste mit dem WeatherTech-Porsche, in dem Kevin Estre die Löwenarbeit übernahm. Nach mehrfachem Anklopfen und Abdrängen, wofür es keine Strafen gab, setzten sich Tommy Milner und Nick Tandy in der Corvette #4 durch.

Die Entscheidung zwischen den beiden Corvette C8.R brachte ein missglücktes Überrundungsmanöver von Antonio Garcia in der Corvette #3 (Taylor/Garcia) mit sich: Der Spanier räumte den in der GTD führenden Turner-BMW (Auberlen/Foley) und sich selbst ab. So war in der GTD-Klasse der Weg frei für Zach Robichon und Laurens Vanthoor im Pfaff-Porsche #9.

Ergebnis IMSA Sportscar Championship Virginia 2021

Größtes IGTC-Teilnehmerfeld in den USA der Geschichte (8. Oktober)

41 Fahrzeuge haben für die zweite Ausgabe der 8 Stunden von Indianapolis am 17. Oktober genannt. Das ist das größte Starterfeld aller bisherigen IGTC-Rennen auf dem nordamerikanischen Kontinent (2017 bis 2019 auf dem Laguna Seca Raceway und 2020 in Indianapolis). Das bisher größte Feld gab es bei den 8 Stunden von Kalifornien 2018 mit 34 Autos. Damals waren aber noch TCR-Boliden startberechtigt.

Das Rennen, das sowohl zu IGTC als auch der GTWC America zählt, sieht 28 GT3- und 13 GT4-Fahrzeuge. Elf Fahrzeuge sind in der Topklasse "GT3 Overall" gemeldet, in der der Gesamtsieg entschieden werden wird. Wie erwartet fehlt der FFF-Lamborghini, weil ein Doppelstart von Andrea Caldarelli nicht möglich ist.

Starterliste 8h Indianapolis 2021

GTWC: Comeback von Jack Aitken in Barcelona (6. Oktober)

Jack Aitken kehrt zehn Wochen nach seinem schweren Unfall bei den 24 Stunden von Spa wieder ins Cockpit zurück. Er wird beim Finale des GTWC-Endurance-Cups in Barcelona wieder in den Emil-Frey-Lamborghini #114 klettern, den er sich mit Arthur Rougier und Konsta Lappalainen teilt.

Aitken wollte nach seinem schweren Unfall eigentlich im September schon zurückkehren, doch das Debüt hat sich nun auf das Saisonfinale verschoben. Er hat drei Events der GTWC Europe (Brands Hatch, Nürburgring und Valancia) verpasst. Noch immer außer Gefecht ist momentan Ferrari-Werkspilot Davide Rigon, der in Barcelona erneut durch Alessio Rovera ersetzt wird.

GTWC-Debüt für Audi R8 LMS Evo II und BMW M4 GT3 in Barcelona (5. Oktober)

Das Saisonfinale der GT-World-Challenge Europe bietet einen kleinen Ausblick in die Zukunft. Bei den 3h Barcelona geben sowohl der Audi R8 LMS GT3 evo II, als auch der BMW M4 GT3 ihr Debüt in der SRO-Serie. Während der M4 das Rennen via Werkseinsatz mit den Fahrern Eng/Farfus/Krohn bestreitet, wird der neue R8 vom Sainteloc-Team (Fahrer: Winkelhock/Hutchison/Vervisch) eingesetzt.

Beide Fahrzeuge können bereits auf erste Renneinsätze zurückblicken: Der M4 startete schon zwei Mal im Rahmen der NLS, der neue R8 debütierte im September bei den 24h Barcelona im Rahmen der 24H-Series. Die Starterliste für das GTWC-Finale umfasst insgesamt 47 Fahrzeuge.

IGTC: Ferrari setzt zwei Werksautos in Indy und Kyalami ein (4. Oktober)

Ferrari wird bei den verbleibenden Rennen in der IGTC-Saison 2021, den 8h Indy und den 9h Kyalami, zwei Werksfahrzeuge an den Start bringen. Klares Ziel ist es, die Meisterschaft in der Intercontinental-GT-Challenge zu erringen. "Dieser Titel fehlt uns noch in der Bilanz", sagt ein Ferrari-Sprecher gegenüber 'Autosport'. "Wir wollen sehen, ob wir das richtigstellen können. Wir haben es schon in der Vergangenheit probiert [einen Werkseinsatz zu bewerkstelligen], aber dieses Jahr konnten wir es endlich realisieren."

Für den Einsatz zeichnet AF Corse verantwortlich. Nach dem bisher einzigen Rennen des Jahres, den 24h Spa, führen die dortigen Sieger Alessandro Pier Guidi, Come Ledogar und Nicklas Nielsen die Fahrerwertung an. Dieses Trio bestreitet die restlichen Rennen zusammen. In der Herstellerwertung liegt Ferrari hinter Audi auf dem zweiten Platz.

Die IGTC-Saison 2021 umfasst nach den Pandemie-bedingten Absagen der 10h Suzuka und der 12h Bathurst insgesamt nur drei Rennen: Die 24h Spa und die noch ausstehenden Läufe in Indianapolis und Kyalami. Die 8h Indy gehen an diesem Wochenende über die Bühne.

ADAC GT MASTERS

ADAC GT Masters Livestream

Nächstes Event

Hockenheimring

23. - 24. Oktober

Zeittraining 1 Sa. 10:45 Uhr
Rennen 1 Sa. 16:30 Uhr
Zeittraining 2 So. 10:25 Uhr
Rennen 2 So. 16:30 Uhr

Langstrecken-Newsletter

Abonnieren Sie jetzt den kostenlosen täglichen und/oder wöchentlichen Langstrecken-Newsletter von Motorsport-Total.com!

Motorsport-Total.com auf Facebook

Werde jetzt Teil der großen Community von Motorsport-Total.com auf Facebook, diskutiere mit tausenden Fans über den Motorsport und bleibe auf dem Laufenden!

Anzeige

Folgen Sie uns!