Mustang-Premiere in Bathurst offiziell: Warum Ford ausgerechnet auf HRT setzt
Wieso Ford bei der Premiere beim 12-Stunden-Klassiker in Bathurst nicht auf ein australisches Team setzt und welche Hochkaräter im Mustang GT3 sitzen werden
(Motorsport-Total.com) - Der Ford Mustang erobert 2026 den Mount Panorama in Bathurst! Wie Ford bei der großen Motorsport-Präsentation heute Nacht in Detroit bekanntgegeben hat, wird der US-Hersteller dieses Jahr erstmals beim 12h-Klassiker von Bathurst (13. - 15. Februar) in Australien (alle Infos zur Ausgabe 2026 in unserem Bathurst-Ticker) am Start sein - und das mit dem am Nürburgring ansässigen Haupt-Racing-Team!
© Haupt Racing Team
So sieht der Ford Mustang GT3 aus, mit dem HRT in Bathurst mitmischen will Zoom
Und einem hochkarätigen Fahrertrio: Am Steuer des unter dem Namen HRT Ford Racing genannten Werksautos werden mit dem Deutschen Christopher Mies und dem Norweger Dennis Olsen zwei Ford-Werksfahrer sitzen, die auf der legendären Strecke bereits gewonnen haben. Sie werden vom Lokalmatador Broc Feeney unterstützt, der 2025 mit dem neuen Ford-Team Triple Eight Race Engineering bei den australischen Supercars Sprintcup-Meister wurde.
Der Bathurst-Einsatz bedeutet für das von Ulrich Fritz geleitete HRT-Team den Einstieg in die Intercontinental-GT-Challenge (IGTC), an der das Team 2026 erstmals teilnimmt. Zur fünf Rennen umfassenden inoffiziellen GT-Weltmeisterschaft von Stephane Ratel zählen nach dem Bathurst-Auftakt auch die 24-Stunden-Klassiker auf dem Nürburgring und in Spa, die 1.000 Kilometer von Suzuka und die 8h von Indianapolis.
Wieso Ford nicht auf australisches Triple-Eight-Team setzt
Aber wie kam es überhaupt dazu, dass das HRT-Team nun auch auf dem globalen Parkett für Ford in den Ring steigt? Das hat auch damit zu tun, dass das australische Team Triple Eight Race Engineering nach dem Ford-Markenwechsel für den Bathurst-Einsatz mit dem Mustang noch nicht bereit ist.
"Sie stellen jetzt das komplette Supercars-Programm neu auf, das eine Woche später anfängt", verweist HRT-Teamchef Fritz im Gespräch mit Motorsport-Total.com auf den Supercars-Saisonstart in Sydney von 20. bis 22. Februar. "Daher konnten sie das aus Kapazitätsgründen nicht machen. Und wir sind die Einzigen, die Ahnung von den Pirelli-Reifen auf dem Mustang haben."
Das ergibt Sinn, denn HRT trat bereits 2025 in der DTM und in der GT-World-Challenge Europe mit den italienischen Reifen an, während das Ford-Team Proton in der Langstrecken-WM WEC mit Goodyear- und Multimatic in der IMSA-Serie mit Michelin-Reifen unterwegs ist.
Fritz: "Glaube, dass Bathurst dem Auto liegen müsste"
"Das freut uns total, weil wir die IGTC ohnehin gerne gemacht hätten und jetzt gerne machen", reibt sich Fritz die Hände. "Und ich glaube auch, dass Bathurst dem Auto liegen müsste." Apropos: Auf dem 6,213 Kilometer langen Mount Panomara Circuit, der durch seine engen Passagen, enormen Höhenunterschiede und langen Geraden besticht, wird der Mustang GT3 noch ohne das neue Evo-Paket auskommen müssen.
Dass Ford dieses Jahr mit einem Werkseinsatz in Bathurst am Start ist, hat auch damit zu tun, dass Australien für den US-Hersteller ein wichtiger Markt ist. Seit Jahren tobt bei den Supercars der Kampf zwischen General Motors (Chevrolet) und Ford. Und auch Chevrolet schickt dieses Jahr erstmals seit langer Zeit wieder eine werksunterstützte Corvette nach Bathurst.
"Unser gesamtes Team hat sich intensiv vorbereitet, um den besonderen Anforderungen dieser Strecke gerecht zu werden", verspricht Fritz vor der Premiere. "Wir sind bereit, Geschichte zu schreiben und unseren Fans ein spannendes Rennen zu bieten."

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