Känguru-Kollision bei 250! Ford Mustang bei 12h Bathurst raus

Die australischste aller Kollisionen reißt den Ford Mustang GT3 nur 15 Minuten nach dem Start aus dem Rennen - Dann KTM-Crash unter Safety-Car

(Motorsport-Total.com) - Turbulenter Beginn bei den 12 Stunden von Bathurst 2026 (hier im kostenlosen Livestream!): Nur 15 Minuten nach dem Start des Rennens wurde eine 30-minütige Safety-Car-Phase ausgerufen, nachdem Christopher Mies im HRT-Ford #64 (Feeney/Mies/Olsen) auf der Conrod Straight bei Tempo 250 mit einem Känguru kollidiert war.

Titel-Bild zur News: Aus für den Ford Mustang GT3 beim Bathurst 12 Hour (Bild aus dem Training)

Aus für den Ford Mustang GT3 beim Bathurst 12 Hour (Bild aus dem Training) Zoom

Es ist Riesenpech für das Haupt Racing Team, das mit dem Ford Mustang GT3 eigentlich wertvolle Erfahrungen auf dem Mount Panorama Circuit sammeln wollte. Gleichzeitig war es aber auch großes Glück für den zweimaligen Sieger des Rennens, da er das Känguru frontal auf seiner eigenen Höhe erwischte.

Der Aufprall war so hart, dass die Windschutzscheibe des Mustangs aus der Verankerung gerissen wurde und Mies deutliche Spuren der Kollision im Gesicht und am Rennanzug aufwies. Sichtlich mitgenommen brauchte er zunächst ein paar Minuten, um sich zu fangen. Teile des Kängurus müssen ihn am Körper getroffen haben.

Er wurde umgehend ins Medical Center gebracht, wo keine Verletzungen festgestellt worden sind. Der 36-Jährige bestätigte in einem Social-Media-Statement, dass das Rennen für die #64 zu Ende sei. (Erstes ausführliches Statement von Christopher Mies nach dem Unfall)

Sein Teamkollege Dennis Olsen gibt mit einer Mischung aus Enttäuschung und Erleichterung zu Protokoll: "Zum Glück ist Miesi okay. Wir können sehen, dass er davon sicherlich betroffen war. Ich bin froh, dass er okay ist. Das ist das Wichtigste. Es ist sehr schade, dass wir hier nicht die volle Leistung unseres Autos zeigen können."

"Wir fühlen uns hier in Australien mit unserem Ford so willkommen. Es tut uns leid, dass wir den Fans das Auto nicht länger zeigen und sie den dröhnenden V8 nicht öfter hören lassen können. Aber wir sollten definitiv wiederkommen. Wir lieben es hier."

Das Känguru wurde zuvor auch noch leicht von Kelvin van der Linde im WRT-BMW #32 (Pepper/van der Linde/Weerts) erwischt. Das Team fand Känguru-Stücke in der Bremsbelüftung. Zuvor hatte er sich bei einer Berührung in Kurve 1 bereits einen leichten Schaden erlitten.

KTM-Abflug unter Safety-Car

Die Dramen waren damit noch nicht beendet. Unter Gelb knallte plötzlich in Murrays Corner der Vantage-KTM #50 (Crampton/Harrison/Wood) fast ungebremst in den Reifenstapel. Wie es aussieht, hatte David Crampton ein kapitales Bremsversagen und konnte mit dem X-Bow GT2 nur noch die Kurve schneiden, um den Einschlagswinkel so spitz wie möglich zu halten.

Damit sind bereits in der ersten Stunde zwei Fahrzeuge durch Unfälle ausgeschieden. Zusätzlich nahm der Team-NZ-Aston Martin #7 (Dowsett/Leroux/van der Drift) das Rennen gar nicht erst auf, da der Vantage AMR GT4 bei einem Unfall am Freitag so stark beschädigt wurde, dass er bis zum Rennstart nicht mehr zu reparieren war.

Nach einer Stunde führt der Craft-Bamboo-Mercedes #77 (Aron/Auer/Götz). Maximilian Götz übernahm direkt nach dem Start in einem spektakulären Manöver auf der Mountain Straight die Führung und hält sie seitdem.

Kurz vor dem Start hatte es noch eine BoP-Änderung gegeben, die das Feld enger zusammenrücken lassen sollte. Die Mercedes-AMG GT3, die dabei nominell am schlechtesten wegkamen, führen dennoch mit zwei Fahrzeugen das Feld an.

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