12h Bathurst 2026: So liefen die sechs Freien Trainings
Freie Trainings beim Bathurst 12 Hour 2026: In sechs Sessions bringen mehr als 30 Boliden den Mount Panorama zum Glühen - Kommen alle Autos ohne Unfall durch?
(Motorsport-Total.com) - Das Rennwochenende zum 12-Stunden-Rennen von Bathurst hat begonnen (das Bathurst 12 Hour hier im kostenlosen Livestream!). In nicht weniger als sechs Trainings dürfen sich die Piloten auf den Mount Panorama Circuit einstellen.
© Gruppe C Photography
Das Bathurst-Wochenende ist gestartet! Zoom
Die ersten vier Trainings am Freitag Ortszeit, von denen das zweite und vierte den Bronze-Fahrern vorbehalten sind, gehen über jeweils 40 Minuten. Am Samstag (Ortszeit, die frühen Trainings finden MEZ bereits am Abend des Vortags statt) stehen noch einmal zwei einstündige Sitzungen auf dem Programm, bevor es in Richtung Qualifying und Superpole geht. (Ergebnisse der Freien Trainings der 12h Bathurst 2026)
Oberstes Ziel ist es, unfallfrei durch die Trainings zu kommen. In der Vergangenheit hat es bereits an den Trainingstagen teils schwere Unfälle gegeben, die für manche Autos das Aus bedeuteten, bevor es überhaupt losging.
Daneben steht natürlich auch die Abstimmung im Fokus, vor allem für das Rennen. Dabei geht es um ein gutes Fahrverhalten in den Kurven der Bergstraße, aber auch darum, sich optimal für Ausbremsmanöver zu rüsten, sollte es im Rennen zu einem Schlussspurt kommen.
So liefen die Trainings
Kumuliertes Ergebnis nach allen Trainings:
1. Scott-Taylor-Mercedes #222 (Mostert/Randle/Waters) - 2:02.357 Minuten
2. MPC-Audi #55 (Schumacher/Haase/Brown) - 2:02.519
3. Wall-Lamborghini #93 (Deitz/Denyer/D'Alberto/Mapelli) - 2:02.576
4. MPC-Audi #101 (Quinn/Quinn/Quinn/Quinn) - 2:02.577
5. Tigani-Mercedes #44 (Andrews/Leitch/Pires/Zalloua) - 2:02.695
6. WRT-BMW #46 (Farfus/Marciello/Rossi) - 2:02.773
7. KRC-BMW #89 (Cunfan/Hesse/Oosten) - 2:02.823
8. Grove-Mercedes #100 (Allen/Davison/Grove) - 2:02.882
9. BRM-Audi #268 (Brooks/Golding/Peroni/Rosser) - 2:02.891
10. 75-Express-Mercedes #75 (Gounon/Habul/Stolz) - 2:02.912
6. Freies Training: Im letzten Training ging es um die Einteilung der Gruppen im zweigeteilten Qualifying, entsprechend wurden erstmals die Hosen runtergelassen. Die ersten 17 Plätze qualifizierten sich für die schnellere Gruppe, die im regulären Qualifying einen leichten Vorteil haben sollte. Es ist aber nicht ausgeschlossen, es auch aus der langsameren Gruppe ins Top-10-Shootout zu schaffen. (Ergebnis)
Cameron Waters knallte im Scott-Taylor-Mercedes #222 (Mostert/Randle/Waters) kurz vor Schluss der Sitzung die schnellste Zeit des Wochenendes in 2:02.357 Minuten hin. Für eine echte Überraschung sorgte Nachwuchspilot Ryder Quinn, der im Drei-Generationen-MPC-Audi #101 (Quinn/Quinn/Quinn/Quinn) sensationell die viertschnellste Zeit fuhr und in der Box begeistert von seinem Team umarmt wurde.
Unter die Top 17, also in die schnellere Qualifying-Gruppe, kamen lediglich drei nicht-deutsche Fabrikate: Der Wall-Lamborghini #93 (Deitz/Denyer/D'Alberto/Mapelli; 3.), der 20 Minuten vor Schluss an die Spitze ging und diese bis kurz vor Schluss hielt, der gegenüber Freitag etwas stärker gewordene HRT-Ford #64 (Feeney/Mies/Olsen; 11.) und der Optimum-McLaren #95 (Barnicoat/Kirchhöfer/Patterson; 17.).
Überraschend schwach war der Auftritt von Porsche, nur zwei 911 GT3 R fanden den Weg in die schnelleren 50 Prozent, darunter lediglich ein Pro-Auto. Aber auch die Pro-Autos von Corvette und Ferrari müssen in die langsamere Gruppe.
Diese Pro-Fahrzeuge müssen in die langsamere Qualifying-Gruppe:
20. Arise-Ferrari #26 (Evans/Rigon/Serra)
22. EBM-Porsche #61 (Bachler/Feller/Heinrich)
23. JMR-Corvette #2 (Bamber/Catsburg/Sims)
26. THOR-SPS-Mercedes #27 (James/de Angelis/Barrichello)
27. GruppeM-Mercedes #888 (Engel/Grenier/Martin)
Im Qualifying ab 3:05 Uhr MEZ geht es darum, im Gesamtergebnis der beiden Gruppen in die Top 10 zu kommen. Diese werden ab 6:30 Uhr MEZ das Top-10-Shootout untereinander ausfahren.
5. Freies Training: Bittere Pille für den Arise-Ferrari #26 (Evans/Rigon/Serra): Daniel Serra brachte den 296 GT3 nach nur fünf Runden an die Box, wo der Bolide verschwand. Eine ernstzunehmende Runde hatte der Brasilianer bis dahin nicht absolviert. Arise Racing GT verlor mit einem Kühlwasserleck die komplette 60-minütige Session. Davide Rigon kam bisher kaum zum Fahren. (Ergebnis)
Das Tempo wurde deutlich angezogen. Will Brown markierte im MPC-Audi #55 (Schumacher/Haase/Brown) in 2:03.040 Minuten eine neue Wochenend-Bestzeit. Diese ist aber immer noch langsamer als die beste Zeit im Vorjahr zu diesem Zeitpunkt.
Nach den schlechten Nachrichten am Samstagmorgen Ortszeit war es eine gute Nachricht, dass die Sitzung ohne größere Zwischenfälle über die Bühne ging. Ein Training über abermals 60 Minuten steht noch auf dem Programm, bevor es ins Qualifying geht.
Kumuliertes Resultat nach dem Freitag:
1. WRT-BMW #32 (Pepper/van der Linde/Weerts) - 2:03.868 Minuten (FP1)
2. MPC-Audi #55 (Schumacher/Haase/Brown) - 2:03.899 (FP3)
3. EBM-Porsche #61 (Bachler/Feller/Heinrich) - 2:04.149 (FP3)
4. Scott-Taylor-Mercedes #222 (Mostert/Randle/Waters) - 2:04.155 (FP1)
5. GruppeM-Mercedes #888 (Engel/Grenier/Martin) - 2:04.160 (FP3)
6. Scott-Taylor-Mercedes #222 (Mostert/Randle/Waters) - 2:04.161 (FP1)
7. WRT-BMW #46 (Farfus/Marciello/Rossi) - 2:04.231 (FP3)
8. Absolute-Porsche #911 (Buus/Campbell/Picariello) - 2:04.282 (FP1)
9. 75-Express-Mercedes #75 (Gounon/Habul/Stolz) - 2:04.346 (FP3)
10. Grove-Mercedes #100 (Allen/Davison/Grove) - 2:04.386 (FP1)
4. Freies Training: Der Tag endet mit einem Knall, denn es gibt den ersten größeren Schaden des Wochenendes. Betroffen ist der Team-NZ-Aston Martin #7 (Dowsett/Leroux/van der Drift) aus der GT4-Kategorie.
Der Unfall ereignete sich im Bereich Reid Park, wo im dritten Training ein wilder Dreher noch glimpflich ausgegangen war (siehe unten). Graeme Dowsett hatte weniger Glück. Es war eine Überholsituation mit dem Herberth-Porsche #21 (Bohn/A. Renauer/R. Renauer), den Dowsett offenbar übersah, in ihn hineinlenkte und durch die Berührung nach außen getrieben wurde.
Dadurch wurde die Session sechs Minuten vor dem Ende mit der roten Flagge abgebrochen und nicht wieder neugestartet. Der Schaden am Aston Martin Vantage AMR GT4 ist gewaltig und es ist aktuell unklar, ob das Team das Wochenende wird fortsetzen können.
Am Gesamt-Zeitentableau änderte sich in der den Amateuren vorbehaltenen Sitzung nichts. Erwartungsgemäß landeten die beiden Pro-Autos mit Bronze-Fahrern vorn - Kenny Habul war in 2:04.906 Minuten im 75-Express-Mercedes #75 (Gounon/Habul/Stolz) satte 0,603 Sekunden schneller als Brad Schumacher im MPC-Audi #55 (Schumacher/Haase/Brown). (Ergebnis)
3. Freies Training: Die deutschen Marken dominieren weiter: Will Brown beschert dem MPC-Audi #55 (Schumacher/Haase/Brown) die Bestzeit im dritten Freien Training. Die 2:03.899 Minuten sind nur 0,031 Sekunden langsamer als die Bestzeit von Charles Weerts im ersten Training - bei wesentlich wärmeren Temperaturen von immer noch recht gemäßigten 22 Grad Celsius.
Mit dem EBM-Porsche #61 (Bachler/Feller/Heinrich; 2.), dem GruppeM-Mercedes #888 (Engel/Grenier/Martin; 3.) und dem WRT-BMW #46 (Farfus/Marciello/Rossi; 4.) präsentierten sich erneut die deutschen Marken auf den ersten vier Plätzen. (Ergebnis)
Für das erste nicht-deutsche Fabrikat muss man bis auf Platz 15 schauen, wo sich der Wall-Lamborghini #93 (Deitz/Denyer/D'Alberto/Mapelli) einsortierte. Weit hinten die anderen Fabrikate aus der Pro-Klasse: Der HRT-Ford #64 (Feeney/Mies/Olsen; 16.), die JMR-Corvette #2 (Bamber/Catsburg/Sims; 21.) und der Arise-Ferrari #26 (Evans/Rigon/Serra; 26.) fanden sich wie schon im ersten Training außerhalb der Top 15 wieder.
Für eine abenteuerliche Schrecksekunde sorgte Anders Fjordbach im High-Class-Porsche #86 (Li/Fjordbach/Boccolacci), der sich im Bereich Reid Park um 360 Grad um die eigene Achse drehte. Wie durch ein Wunder schlug er nirgends ein. Wenige Meter später stoppte er noch einmal, um erst einmal tief durchzuatmen.
Kommentator Garth Tander, Ex-Supercars-Pilot mit großer Erfahrung am Mount Panorama inklusive des 12-Stunden-Rennens, bemerkte: "Der fragt sich gerade: 'Was, ich lebe noch? Bin ich gerade echt ungeschoren aus dieser Nummer herausgekommen?' Das sieht man an dieser Stelle nicht gerade häufig."
Die Profi-Fahrer haben für den Freitag damit Feierabend. Die vierte Session ist wieder den Bronze-Fahrern vorbehalten.
2. Freies Training: Lange deutete alles auf die zweite BMW-Bestzeit im zweiten Training hin, doch am Ende ließ sich der RAM-Mercedes #45 (Hobson/O'Keeffe/Walden) die schnellste Runde im ersten von zwei Bronze-Trainings gutschreiben. Maxime Oosten, der im KRC-BMW #89 (Cunfan/Hesse/Oosten) lange führte, musste sich um 0,022 Sekunden geschlagen geben.
Natürlich reichte die Zeit von Brett Hobson von 2:05.318 Minuten nicht an die Zeiten der Profis aus dem ersten Training heran. Wegen der Begrenzung auf Bronze-Fahrer nahmen nur 21 Fahrzeuge an der Session teil.
Es gab keine nennenswerten Zwischenfälle, sodass alle Fahrzeuge im dritten Training auf die Strecke gehen können sollten.
1. Freies Training: Vorjahressieger BMW legt direkt mit einer Bestzeit los. 2:03.868 Minuten von Charles Weerts im WRT-BMW #32 (Pepper/van der Linde/Weerts) waren fast eine Sekunde langsamer als die Bestzeit im ersten Training im Vorjahr. Die Strecke scheint also relativ wenig Grip zu bieten, obschon die Bedingungen mit relativ kühlen 17 Grad Celsius optimal schienen. (Ergebnis)
Vier verschiedene Marken belegten die ersten vier Plätze mit dem Scott-Taylor-Mercedes #222 (Mostert/Randle/Waters; 2.), dem BRM-Audi #268 (Brooks/Golding/Peroni/Rosser; 3.) und dem Absolute-Porsche #911 (Buus/Campbell/Picariello; 4.).
Einen vorsichtigen Start legten die US-Newcomer hin: Der HRT-Ford #64 (Feeney/Mies/Olsen) beendete das Training auf dem 18., die JMR-Corvette #2 (Bamber/Catsburg/Sims) auf dem 24. Platz.
Der einzige Zwischenfall in der 40-minütigen Sitzung war ein Reifenschaden am GMR-Mercedes #888 (Engel/Grenier/Martin) von Maxime Martin, der aber ohne Folgen blieb.


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