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Tom Coronel: Die WTCR kommt "zwei Jahre zu spät"

Laut Tom Coronel hätte die WTCC schon vor zwei Jahren das TCR-Reglement aufnehmen und die Tourenwagenserie in einen World Cup verwandeln sollen

(Motorsport-Total.com) - Wäre es nach Tom Coronel gegangen, hätten die Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) und die TCR-Serie schon vor zwei Jahren miteinander kooperiert. Das TC1-Reglement in der WTCC sei zu teuer gewesen - immerhin kostete der Start für ein Team rund eine Million Euro. In der WTCR liegt der Preis für die Einschreibung für ein Team mit zwei Fahrzeugen bei 150.000 Euro. Außerdem gibt es eine Preisgrenze von 129.000 Euro pro Fahrzeug.

Tom Coronel

Tom Coronel wäre 2018 nicht mehr in der WTCC gefahren

"Ich hatte Angst, dass es nicht klappt", so der Niederländer. "Hätte sich nichts geändert, wäre ich nicht mehr an den Start gegangen. In einer Lotterie zu gewinnen, wäre wahrscheinlicher gewesen, als das ich noch weiter im Cockpit gesessen hätte." Deshalb habe sich Coronel dafür eingesetzt, das TCR-Reglement zu übernehmen und letztendlich die WTCR zu gründen. "Die Organisatoren hätten schon vor zwei Jahren wieder zueinander finden und zusammenarbeiten sollen."

Coronel habe früh von den Gesprächen zwischen der WTCC und TCR gehört, sei aber skeptisch gewesen, weil es oftmals nur ums "Ego" und "Geld" gehen würde. "Ich kenne das Geschäft gut. Man geht einen Deal nur dann ein, wenn er sich für beide Seiten lohnt."

Laut Coronel hat die WTCC die Verhältnismäßigkeit zum Tourenwagen-Sport verloren, als das TC1-Reglement eingeführt wurde. Als dann die TCR im Jahr 2015 das Licht der Welt erblickte, habe der Niederländer sofort gewusst, dass sie Einfluss auf die Zukunft der WTCC haben wird.

"Das TC1-Reglement lag zwischen einer normalen Tourenwagen-Serie und der DTM", erklärt Coronel. "Das Format war einfach viel zu teuer. Der Hersteller, der am meisten Geld ausgegeben hat, wurde letztendlich auch immer Weltmeister." Das sei für den Tourenwagen-Sport keine gute Situation gewesen, so der Niederländer.

Dass die WTCC und die TCR zusammen finden, war laut Coronel nur eine Frage der Zeit. "Es geht darum, gute Rennen zu liefern. Das muss die ganze Motorsport-Welt endlich verstehen."

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