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Muller: Fünf Saisonsiege, aber der Titel ist weit weg

Chevrolet-Fahrer Yvan Muller will selbst nach fünf Siegen aus zehn Rennen noch nichts vom WM-Titel wissen - Budapest-Erfolg wird hoch eingeschätzt

(Motorsport-Total.com) - Ja, Yvan Muller steht weiterhin an der Spitze der WM-Tabelle, doch nein, daran denkt der aktuelle Weltmeister überhaupt nicht. Dies betonte der Chevrolet-Pilot im Anschluss an seinen fünften Sieg im erst neunten Saisonrennen. Vielmehr schätze er seinen Triumph auf dem Hungaroring bei Budapest als besonders gelungen ein, weil die Umstände in Ungarn schlichtweg außergewöhnlich seien.

Yvan Muller

Yvan Muller führt als aktueller Weltmeister auch die derzeitige WM-Tabelle an Zoom

"Ich freue mich über den Sieg auf dieser Strecke. Es ist ein toller Kurs und die Atmosphäre ist klasse - bei einem so großen Publikum", meint Muller. Denn die Fans strömten auch in diesem Jahr äußerst zahlreich an den Hungaroring. Vor allem natürlich, um ihren Lokalhelden Norbert Michelisz (Zengö) anzufeuern, aber auch, um die WTCC zu erleben. Und die bot den Zuschauern eine gute Show.

Zumindest im Cockpit von Mullers Chevrolet Cruze 1,6T ging es ziemlich interessant zu, wie der Franzose nach Rennen eins berichtet. "Am Start war es besonders hart. Ich musste meine Position verteidigen, denn der fliegende Start ist immer einfacher für deine Hintermänner. Rob war schon neben mir. Ich musste am Ende der Geraden sehr spät bremsen, um die Führung zu behalten."


Fotos: Yvan Muller, WTCC in Budapest


"Danach versuchte ich einfach nur bestmöglich, meine Reifen zu schonen. In den ersten Runden machte ich viel Druck, um eine kleine Lücke zu schaffen. Dass Rob und Alain zur Rennmitte ein kleines Duell hatten, kam mir gelegen. Auf diese Weise blieb ein gewisser Sicherheitsabstand bestehen", erklärt Muller, der im zweiten Rennen lediglich noch einen weiteren Punkt holte.

Trotzdem führt der aktuelle Weltmeister weiterhin souverän in der Gesamtwertung. Auf die derzeitige Tabellensituation angesprochen, zeigt sich Muller jedoch zurückhaltend. "Insgesamt stehen in diesem Jahr 24 Rennen auf unserem Programm. Vor uns liegt also noch ein langer Weg", sagt der Chevrolet-Fahrer. Bei 180 Punkten liegt er derzeit 23 Punkte vor Alain Menu und 30 Punkte vor Rob Huff.

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