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Glück in Argentinien: Monteiro baut WM-Führung aus

Kollision im ersten Rennen, Bremsdefekt vor dem zweiten: Tiago Monteiro hat in Argentinien viel Glück - Mit zwei guten Ergebnissen baut er seine WM-Führung aus

(Motorsport-Total.com) - Honda-Werksfahrer Tiago Monteiro sammelt in der WTCC-Saison WM-Punkte wie ein Eichhörnchen Nüsse. Mit Ausnahme der beiden speziellen Rennen auf der Nürburgring Nordschleife fuhr Monteiro immer in die Top 6. Das gelang dem Portugiesen auch beim Auftakt in die zweite und entscheidende Saisonhälfte. In Argentinien belegte Monteiro die Plätze fünf und zwei. Damit vergrößerte er seinen WM-Vorsprung auf Thed Björk (Volvo) auf zwölf Zähler.

Tiago Monteiro; Thed Björk

Tiago Monteiro hielt im Hauptrennen Volvo-Gegner Thed Björk in Schach Zoom

So einfach, wie es auf den ersten Blick aussieht, war es für Monteiro nicht. Im Eröffnungsrennen kollidierte er mit seinem Teamkollegen Norbert Michelisz, der sich dabei einen Reifenschaden zuzog. "Die erste Runde war richtig hart", schildert Monteiro die ruppige Anfangsphase aus seiner Sicht. "Ich wurde von hinten getroffen und blockierte meine Reifen, um nicht andere Autos zu treffen. Leider habe ich meinen Teamkollegen berührt."

"Er hat mich eigentlich gerettet, denn wenn er nicht dagewesen wäre, wäre ich geradeaus weitergefahren. Ich entschuldige mich dafür, aber es war ein Rennunfall. Ich hatte das Glück diesmal auf meiner Seite", weiß Monteiro zu schätzen, dass die Situation auch anders ausgehen hätte können. "Mein Lenkrad stand dann nicht mehr gerade. Es war schwierig, aber ich musste einige Punkte sammeln und das Rennen überleben."

Tiago Monteiro

Zwölf Punkte Vorsprung nimmt Tiago Monteiro in die lange Sommerpause mit Zoom

Das gelang dem Routinier mit dem fünften Platz. Während der Reparaturpause wurden die Schäden am Civic behoben, doch als sich Monteiro auf den Weg in die Startaufstellung machte, fuhr er geradeaus in ein Kiesbett. "Es gab ein Problem mit dem Bremssystem. Als ich auf die Bremse stieg, passierte nichts. Ich hatte Glück, dass es dort eine große Auslaufzone gab. Wenn das in Vila Real passiert wäre, wäre mein Rennen vorbei gewesen." In der 15-minütigen Reparaturphase unterlief den Mechanikern ein Fehler. "Ich hatte wieder Glück", muss Monteiro eingestehen.

Im Hauptrennen ordnete er sich hinter Nicky Catsburg (Volvo) und Michelisz ein. "Ich habe mein Bestes gegeben, um dran zu sein, sollte sich eine Chance ergeben." Diese ergab sich nicht. Nach dem Reifenschaden von Catsburg fuhren Michelisz und Monteiro als Erster und Zweiter über die Ziellinie. "Am Ende feierten wir einen Doppelsieg und sammelten viele Punkte für die Weltmeisterschaft."

Trotzdem bleibt er Titelkampf spannend: "Zwölf Punkte sind zwar nichts, aber es ist besser, wenn man Rennen für Rennen seinen Vorsprung ausbaut. Es kommen noch vier Wochenenden mit acht Rennen. Viel kann noch schiefgehen", weiß der Portugiese aus Erfahrung. "Ich hatte ein schlechtes Wochenende auf der Nordschleife, bei Nicky lief es hier schief. Man muss jeden Vorteil annehmen. Sechs oder sieben Fahrer können noch Weltmeister werden."

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