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WTCC 2016 im Rückspiegel (6): Lada geht über das Wasser

04. Januar 2017 - 10:10 Uhr

Rund um den Jahreswechsel blickt 'Motorsport-Total.com' zurück auf die Saison 2016 der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) - Heute: Moskau

Nick Catsburg
Gegen Lada war im Regen von Moskau kein Kraut gewachsen
© FIA WTCC

(Motorsport-Total.com) - Ursprünglich hatte die Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) ihre Saison 2016 in der Olympiastadt Sotschi starten wollen, doch nachdem der Vertrag nicht zustande kam, ist im Juni erneut der Moscow Raceway vor den Toren Moskaus der Austragungsort des Russland-Rennens der Serie. Und das endet mit einem totalen Triumph des einheimischen Lada-Teams. Denn der Regen wird für Lada zum Segen.

Am Samstag regnet es sich in Russland ein, und dank Routinier Gabriele Tarquini findet der russische Hersteller die optimale Abstimmung für die Vestas. Nick Catsburg, Tarquini und Valente fahren im nassen Qualifying in einer eigenen Liga und erobern ungefährdet die ersten drei Startplätze. Jose-Maria Lopez (Citroen) hingegen erlebt eine Premiere: Er wird nur Sechster und verpasst nach zweieinhalb Jahren erstmals als Citroen-Werksfahrer den Einzug in Q3 des Qualifyings.

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Im Team-Zeitfahren MAC3 ist das Lada-Trio ebenfalls schneller als alle anderen, allerdings wird ihnen der Sieg aberkannt. Tarquini hatte einen Frühstart hingelegt, durch die fällige Strafe steht am Ende Honda ganz vorne.

Am Sonntag regnet es am Moscow Raceway immer noch, und weiterhin findet die Konkurrenz kein Rezept gegen die im Nassen pfeilschnellen Ladas. Im Eröffnungsrennen fahren Tarquini und Catsburg aus der fünften Startreihe durchs Feld und feiern beim Heimrennen einen Doppelerfolg für Lada, für die es auch der erste Sieg mit dem Vesta ist. Lediglich Yvan Muller (Citroen) als Dritter kann die Lada-Party ein bisschen trüben.

Auch im Hauptrennen ist gegen das Tempo der Ladas kein Kraut gewachsen. Catsburg gelingt ein lupenreiner Start-Ziel-Sieg vor seinem Teamkollegen Tarquini. Für den Niederländer ist es der erste WTCC-Sieg. Mit Norbert Michelisz steht dieses Mal ein Honda-Pilot auf dem Podium. Lopez hingegen kommt in Moskau nicht gut zurecht und verpasst zweimal die Top 3.

Trotz dieses für ihn schwachen Ergebnisses führte der Argentinier die WM-Wertung zur Saisonhalbzeit deutlich an. Nach zwölf von damals nur 24 Rennen geplanten Rennen hatte Lopez 223 Zähler auf dem Konto und damit 105 Punkte Vorsprung auf Mehdi Bennani (SLR-Citroen) und Catsburg, die punktgleich die Ränge zwei und drei belegten. In der Herstellermeisterschaft lag Citroen ebenfalls weiterhin klar in Front.

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