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Abenteuer Rallye Dakar: Tom Coronel feiert Zielankunft

15. Januar 2017 - 16:01 Uhr

WTCC-Ass Tom Coronel meistert mit seinem Zwillingsbruder Tim die Rallye Dakar - Erstmals stehen die beiden Niederländer in Buenos Aires auf dem Podium

Tim und Tom Coronel
Die Coronel-Zwillinge feiern ihre Zielankunft in Buenos Aires
© coroneldakar.nl

(Motorsport-Total.com) - Nach zwei harten Wochen in Südamerika standen den Coronel-Zwillingsbrüdern Tim und Tom die Strapazen ins Gesicht geschrieben. Trotzdem übermannte sie am Podium in Buenos Aires die Erleichterung und Freude. Zum ersten Mal beendeten die beiden Niederländer die Rallye Dakar und konnten gemeinsam feiern. WTCC-Ass Tom nahm den Marathon-Klassiker insgesamt zum vierten Mal in Angriff. In erster Linie stand die Zielankunft im Vordergrund.

Zum dritten Mal in Folge versuchten es die Coronels nun mit Eigenbau-Buggies, die von Tim aufgebaut wurden. Da die beiden Fahrzeuge ohne Beifahrer auskommen, erschwert die Aufgabe deutlich. 2014 und 2015 schied Tim vorzeitig aus, im Vorjahr holte er den Klassensieg. Auch Tom schaffte es zuletzt nicht ins Ziel. 2015 wurde der Tourenwagen-Fahrer disqualifiziert, im Vorjahr schied er schon nach vier Tagen aus. Nun versuchten sie es wieder, und das Vorhaben klappte.

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"Mission erreicht! Wir sind hier und haben es geschafft", sagt Tom Coronel auf der Zielrampe in Buenos Aires. "Das war unser Ziel. Wir wollten beide Buggies über die Distanz bringen. Das haben wir dank der exzellenten Vorbereitung von Tim geschafft. Während der Rallye war er meine Hilfe, er fuhr ständig hinter mir. Ich hatte einige Probleme, die ich sicher nicht alleine lösen hätte können - zumindest nicht so schnell." Während Tom mehr der Rundestreckenfahrer ist, brennt in Tim die große Leidenschaft für die Dakar.

Wie eng die beiden Zwillinge zusammenarbeiten, zeigte sich auch auf der letzten Etappe. "Es stellte sich vor dem Start der Speziale heraus, dass bei Toms Auto die Kupplung Schwierigkeiten machte", berichtet Tim Coronel. "Deshalb starteten wir mehr als eine halbe Stunde später und mussten aufholen. Das war etwas hektisch, aber wir haben es geschafft. Wir sind beide im Ziel! Es ist einfach fantastisch, dass ich gemeinsam mit meinem Bruder auf dem Podium stehen darf!"

Nach der ersten Etappe wurden die Coronel-Buggies von der UTV in die Automobil-Klasse zurückgestuft, weil der Suzuki Hayabusa-Motor 1,3 Liter Hubraum hat. Tim belegte in der Gesamtwertung Rang 43, Tom Platz 54. Die beiden Buggies wurden außerdem in der Kategorie T3 Klasse 3 geführt, wo sie die einzigen beiden Teilnehmer im Ziel waren. Das Ergebnis war für die Zwillingsbrüder aber sekundär, das Abenteuer stand im Vordergrund.

"Es war richtig hart", bringt es Tom auf den Punkt. "Für mich war es härter als vor zwei Jahren, als wir die TV-Dokumentation gemacht haben. Zweimal wollte ich aufgeben. Tim hat mich aber weitergezogen und ständig gesagt: 'Komm, sei nicht so negativ!' Man schläft jede Nacht nur eine Stunde und nickt hinter dem Lenkrad ein. Es war alles andere als ideal, aber wir können in den nächsten Jahren so viele Geschichten erzählen. Andere hätten schon lange aufgegeben. Ich bin weiter über meine Grenzen gegangen als in den vergangenen beiden Jahren, aber jetzt überwiegt die Freude."

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