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Wie fühlt sich eigentlich ein Überholmanöver an?

02. Juli 2012 - 16:55 Uhr

Reichlich Anspannung, pure Freude oder einfach nur große Erleichterung: Was empfindet ein Rennfahrer eigentlich bei einem Überholmanöver?

Norbert Michelisz
Heraus aus dem Auto, feiern mit den Fans - aber was passiert eigentlich im Auto?
© Lisa Linke

(Motorsport-Total.com) - Es ist die letzte Runde des DTM-Rennens am Norisring. Und noch ist die Entscheidung nicht gefallen. Denn just in der letzten Kurve vor der Zieldurchfahrt stiehlt Mercedes-Pilot Jamie Green seinem BMW-Rivalen Martin Tomczyk noch die Show und den Sieg (zum Rennbericht!). Ein echtes Gänsehaut-Finale, genau nach dem Geschmack der Fans. Ein solches Überholmanöver lässt die Herzen der Zuschauer höher schlagen.

Und diese Begeisterung äußert sich prompt durch Applaus und Jubel auf den Rängen. Aber wie sieht es eigentlich im Cockpit aus? 'Motorsport-Total.com' fragte nach, was Rennfahrer empfinden, wenn sie sich im direkten Zweikampf gegen einen Konkurrenten durchsetzen. Vom breiten Grinsen über die Siegerfaust bis hin zur coolen Gelassenheit - in der WTCC sind da viele Gemütszustände vertreten.

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Ganz generell scheint das Überholen jedoch ein Vorgang zu sein, denn auch die Fahrer genießen. "Es ist ein klasse Gefühl", meint Tom Chilton (Aon). "Und dabei spielt es keine Rolle, um welche Kategorie es sich handelt. Es fühlt sich einfach prima an, einen Zweikampf auszutragen. Und wenn die Rennstrecke noch etwas gefährlicher ist als andere Kurse, dann ist es umso besser", findet er.

Der Druck auf den Angreifenden ist groß

James Nash (Aon) pflichtet seinem Ford-Markenkollegen bei und betont, dass er vor allem schätzt, sich gegen große Namen der Szene durchsetzen zu können. "Es ist natürlich etwas Schönes, einen Fahrer wie Tiago Monteiro zu überholen. Er hat schließlich schon Rennen gewonnen und kennt die Meisterschaft", sagt Nash. Doch selbst bei einem "alten Hasen" wird Überholen nie zur Routine.

Gabriele Tarquini
Außerhalb des Cockpits sind die Gefühle der Piloten zweifelsfrei ersichtlich
© xpbimages.com

Das weiß Monteiro (Tuenti) aus eigener Erfahrung: "Vor einem Überholmanöver stehst du massiv unter Druck. Du bist sehr angespannt", erklärt der portugiesische Rennfahrer. "Das löst sich, wenn du das Überholmanöver erfolgreich abgeschlossen hast. Dann setzt eine Erleichterung ein." Aber nur ganz kurz, denn eine Verschnaufpause gibt es in den knackigen WTCC-Sprintrennen eigentlich kaum.

Für einen Piloten bedeutet das: abhaken und weitermachen. "Ich sehe das recht praktisch", sagt Monteiro und fügt hinzu: "Ein Manöver liegt hinter mir, dann ist das nächste an der Reihe." Allerdings müsse man dabei stets die Konzentration wahren und dürfe mit den Gedanken nicht abschweifen. "Es kann schließlich einiges schiefgehen", betont der frühere Formel-1-Fahrer - ebenfalls aus Erfahrung.

Wem huscht ein Grinsen über das Gesicht?

"Du könntest einen Fehler machen, der Andere könnte dich blockieren. All dies beschäftigt dich", meint Monteiro. "Sobald du deinen Überholvorgang abgeschlossen hast, kannst du dich aber wieder aufs Neue konzentrieren." Und gerade diese Vorbereitungsphase, bei der man als Rennfahrer den Vordermann genau unter die Lupe nimmt, gefällt Norbert Michelisz (Zengö) so sehr an seinem Job.

"Wenn man ein Überholmanöver plant und es durchführt, dann ist das ein Gefühl, das dich durchaus zum Grinsen verleitet", gesteht der ungarische BMW-Pilot. "Du solltest dergleichen allerdings rasch wieder vergessen, denn du musst dich wieder nach vorn orientieren. Im Rennen ist nämlich von der ersten bis zur letzten Kurve Konzentration gefragt." Das heißt: cool und vor allem vorsichtig bleiben.

"Denkst du zu sehr über dein tolles Manöver nach, dann führt das zu nichts Gutem", sagt Michelisz, während Rob Huff (Chevrolet) ebenfalls dafür plädiert, die innere Ruhe zu wahren. "Es geht immer nur darum, es nicht zu übertreiben", erklärt der Brite. "Deine Gedanken verändern sich zwar von Runde zu Runde, doch sie sollten stets zielgerichtet und positiv sein." Auch nach einem erfolgreichen Manöver.

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