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Coronel: "Als ob das Auto Flügel hatte"

11. Mai 2012 - 18:56 Uhr

BMW-Fahrer Tom Coronel (ROAL) ist noch immer ganz baff: Vom letzten Startplatz fuhr er auf dem engen Hungaroring noch nach vorn auf Platz sechs

Tom Coronel, Gabor Weber
Tom Coronel zeigte vor allem im ersten Rennen von Ungarn eine klasse Leistung
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - "Da ist nichts mehr zu retten. Ein Wochenende zum Vergessen", hatte Tom Coronel (ROAL) am Samstagabend in Budapest gesagt. Warum, lag auf der Hand: Aufgrund von Setupproblemen war der niederländische Rennfahrer nicht in die Top 10 gelangt und wegen eines Parc-Fermé-Verstoßes wurde er sogar auf den letzten Startplatz zurückgestuft. Coronels Aussichten waren entsprechend gering.

Vor allem, weil der Hungaroring nicht gerade als Überholstrecke gilt, sondern eher als Kurs, auf dem "Prozessionsfahrten" keine Seltenheit sind. Dass dem nicht immer so ist, bewies Coronel im ersten Rennen der WTCC: Von Rang 22 gestartet, sah er als starker Sechster die Zielflagge - und schwärmt noch jetzt von diesem Coup. "Alles lief prima", meint er. "Es war, als ob das Auto Flügel hatte."

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"Hätte man mir vor dem Rennen den sechsten Platz angeboten, ich hätte sofort zugeschlagen. So viel überholt habe ich noch nie. Das Auto fühlte sich so an, wie es sein sollte", erklärt der WTCC-Routinier. Der Rennverlauf habe ihm allerdings in die Karten gespielt: "Ich hatte Glück in der ersten Kurve. Vor mir kollidierten einige Piloten miteinander, sodass ich nach der ersten Runde bereits Elfter war."

"Danach überholte ich einen Fahrer nach dem anderen - und sogar den Lokalmatadoren Norbert Michelisz. Das passierte in der letzten Runde", sagt Coronel. Im zweiten Rennen, bei dem Coronel erneut von ganz hinten losfahren musste, kam er indes nicht so gut voran: "Ich strapazierte meine Reifen sehr früh zu sehr, um aufzuholen. Letztendlich war dadurch nicht mehr drin als Platz zwölf."

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