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Trackwalk: Slovakiaring

27. April 2012 - 22:03 Uhr

Die höchste Geschwindigkeit, der passende Gang, die heftigste Bremszone, die langsamste Kurve: Der Slovakiaring bei Pressburg unter der Lupe

Zielgerade am Slovakiaring
Blick auf die Zielgerade des Slovakiarings: Dort startet am Rennsonntag die WTCC
© Lisa Linke

(Motorsport-Total.com) - Wo wartet denn der härteste Bremspunkt auf die Fahrer und wo erreichen die Piloten die höchsten Geschwindigkeiten? Diese und weitere Fragen beantwortet 'Motorsport-Total.com' ab sofort in einer neuen Artikelserie - im "Trackwalk". Das sind Daten und Fakten zu den einzelnen Rennstrecken in Kombination mit den Aussagen der unmittelbar Beteiligten. Heute: der Slovakiaring.

Die Rennstrecke bei Pressburg ist neu im Kalender der WTCC. Deshalb verfügen die Fahrer und ihre Teams vor dem Trainingsauftakt am Samstag noch nicht über sehr viele Informationen. Klar ist aber schon jetzt: Auf einer Länge von 5,922 Kilometern stellt der Slovakiaring die Piloten vor zahlreiche Herausforderungen, denn die 2009 erbaute Rennbahn weist gleich mehrere tückische Stellen auf.

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Schnelle Kurven, ein paar "Sprunghügel", langsame Ecken, Bodenwellen und Schikanen: Über zu wenig Abwechslung können sich Fahrer und Fans auf der slowakischen Rennstrecke sicherlich nicht beklagen. WM-Tabellenführer Yvan Muller (Chevrolet) macht sich aber aus all diesen Prognosen rein gar nichts: "Ich kann noch nicht viel sagen", meint Muller vor der ersten Ausfahrt am Slovakiaring.

"Sprunghügel" für die WTCC? So etwas gibt's!

"Wie alle anderen, so war auch ich noch niemals dort. Ich weiß nichts über die Strecke. Ich versuche bei neuen Kursen aber auch nicht wie verrückt, Informationen einzuholen. Ich ziehe es vor, mir selbst ein Bild zu machen, wenn wir schließlich dort sind. Generell mag ich es, neue Strecken und Länder zu entdecken. Ich freue mich darauf", erklärt der Franzose. Alberto Cerqui (ROAL) machte es anders.

"Als ich die Strecke im Simulator ausprobierte, war ich sehr angetan davon."
Alberto Cerqui

Der WTCC-Neuling beschäftigte sich vorab sehr intensiv mit dem Slovakiaring. Und ihm gefiel, was er da sah: "Als ich die Strecke im Simulator ausprobierte, war ich sehr angetan davon. Es gibt ein paar schnelle Kurven, in denen du ein bisschen auf dem Gas bleiben musst. Hinzu kommen einige rasche Richtungswechsel und sogar ein Hügel, auf dem dein Fahrzeug ganz kurz abzuheben scheint."

Da stutzt selbst ein so erfahrener Haudegen wie Gabriele Tarquini (Lukoil): "Es ist sehr ungewöhnlich, einen solchen 'Sprunghügel' auf einer normalen Rennstrecke zu sehen. Der Kurs ist aber sehr neu. Das heißt, dieser Hügel war so geplant", meint der Italiener und merkt an: "Es ist ziemlich schwierig, nach dieser Passage zu bremsen. Du musst vor der folgenden Kurve ja eine gute Linie finden."

Ein Trackwalk ist unerlässlich

Überhaupt scheint eine gute Linie das A und O zu sein, wie Rob Huff (Chevrolet) hinzufügt. Laut seinen ersten Eindrücken handelt es sich beim Slovakiaring um "eine Mischung aus Brünn und Valencia". Warum? Hier kommt die Erläuterung dazu: "Es gibt einige schnelle Kurven und ein paar langsame Ecken. Die richtige Balance zu finden, dürfte nicht einfach werden", vermutet Huff.

"Dabei schauen wir uns alles ganz genau an."
Rob Huff

"Deshalb sind wir dieses Mal schon etwas eher vor Ort, um einen ausführlichen Trackwalk zu unternehmen. Dabei schauen wir uns alles ganz genau an und machen Notizen zu den Randsteinen und möglichen Schlüsselstellen", erklärt Huff. "Danach fahre ich dann fünf, sechs Mal mit dem Fahrrad um die Rennstrecke, damit ich mich vor dem Training so gut wie möglich darauf einstellen kann."

Darin sind sich die Fahrer nämlich einig: Aufgrund der kostbaren Trainingszeit - in der Slowakei steht vor dem Qualifying insgesamt nur eine Stunde zur Verfügung - muss möglichst jede Runde sitzen. "Im Gegensatz zu Marrakesch haben wir dieses Mal aber keine Testsession. Außerdem ist der Kurs sehr lang. Das heißt, wir werden vor der Qualifikation wahrscheinlich weniger als 20 Runden fahren."

Fahren, fahren, fahren ...

"Das Freie Training ist daher wichtiger denn je", meint Cerqui. Ford-Pilot Tom Chilton (Aon) sieht dies als Chance. "Die WTCC tritt erstmals auf dem Slovakiaring. Kein Fahrer und kein Team waren schon einmal dort. Das ebnet das Spielfeld ein bisschen ein - und ich lerne rasch", betont der Brite und wünscht sich, den Schwung vom Event in Marrakesch in das Slowakei-Gastspiel mitzunehmen.

"Wir wissen nun, wo wir mit dem Auto hinmüssen."
Tom Chilton

Dort hatte der Aon-Rennstall mit dem Ford Focus S2000 TC erstmals gepunktet. "Wir lernen zwar weiterhin dazu, verbesserten uns aber schon sehr beim Setup. Wir wissen nun, wo wir mit dem Auto hinmüssen. Das ist immer positiv, wenn eine neue Strecke auf dem Programm steht", meint Chilton. Wer hat denn aber nun die besten Karten, wenn die beiden Rennen am Sonntag gestartet werden?

Wahrscheinlich Chevrolet, denn die bisherigen Spitzenreiter dürften auch auf dem Slovakiaring den Ton angeben. Und dahinter? "Ich denke, es ist alles offen", antwortet Tarquini und fügt hinzu: "Wenn es sehr heiß wird, könnte BMW einen Vorteil bekommen. Es ist immer allerdings schwierig zu sagen, wie es an einem Rennwochenende laufen wird. Es dürfte jedenfalls eine klasse Show werden."

Slovakiaring

Voller Name: Automotodrom Slovakiaring
Einweihungsjahr: 2009
WTCC-Debüt: 2012

Streckenlänge: 5,922 Kilometer
Fahrtrichtung: im Uhrzeigersinn

Kurvenanzahl: 14
Linkskurven: 7
Rechtskurven: 7

Höchste Geschwindigkeit: - - -
Höchste Kurvengeschwindigkeit: - - -
Geringste Geschwindigkeit: - - -

Größte Verzögerung: - - -
Größte Querbeschleunigung: - - -

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