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Chevrolet kontert sofort: Erster Saisonsieg für Huff

29. April 2012 - 16:07 Uhr

Das Imperium schlägt zurück: Chevrolet holt dank Rob Huff und Yvan Muller einen Doppelsieg im zweiten Rennen, Gabriele Tarquini wird starker Dritter

Robert Huff
Chevrolet-Fahrer Rob Huff gewann das zweite WTCC-Rennen in der Slowakei
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Chevrolet rückte die Hackordnung der WTCC wieder zurecht: Rob Huff (Chevrolet) und Yvan Muller (Chevrolet) bescherten den aktuellen Weltmeistern im zweiten Rennen auf dem Slovakiaring einen Doppelsieg und verwiesen Gabriele Tarquini (Lukoil) auf Rang drei. Letzterer hatte sich speziell in den Schlussrunden noch einmal um eine Positionsverbesserung bemüht, scheiterte damit aber an Muller.

Auf den letzten Metern kollidierten die beiden ehemaligen Teamkollegen sogar miteinander, wobei Muller sein quer stehendes Auto gekonnt wieder einfing und zurück auf Kurs bugsierte. Tarquini blieb wohlweißlich hinter Muller und wagte danach keinen weiteren Angriff mehr - die Berührung mit Norbert Michelisz (Zengö) aus dem ersten Rennen war ihm wohl noch in allerbester Erinnerung.

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Der Zwischenfall um Muller und Tarquini verschaffte Huff an der Spitze die nötige Luft, um die Sache im zweiten Lauf sicher nach Hause zu fahren. Der britische Chevrolet-Pilot sicherte sich im siebten Rennen des Jahres seinen ersten Saisonsieg und erzielte zum 19. Mal in seiner WTCC-Karriere einen ersten Platz. Für Chevrolet war es der 55. WTCC-Laufsieg. Damit ist man nun alleiniger Rekordhalter.

Chevrolet ringt D'Aste nieder

Doch der Reihe nach: Der stehende Start im zweiten Rennen war natürlich ein gefundenes Fressen für die BMW-Fahrer im Starterfeld. Erwartungsgemäß setzte sich daher Stefano D'Aste (Wiechers) in Kurve eins gegen seine Verfolger durch. Auch Michelisz kam gut los und schien schon den dritten Rang einzunehmen, ehe er im Getümmel der ersten Ecken doch noch einmal etwas zurückfiel.

Dafür machten die Chevrolet-Piloten alles richtig: Huff übernahm teamintern sofort die Spitze und führte seine beiden Stallgefährten Menu und Muller im Schlepptau über die ersten Geraden. Der Brite fackelte dann auch nicht lange und ließ D'Aste schon nach wenigen Metern im Regen stehen. Menu zog mit, rempelte D'Aste aber von der Linie, woraufhin der BMW-Fahrer rapide an Tempo verlor.

Von diesem Schlag sollte sich D'Aste nicht mehr erholen. Runde um Runde fiel der Italiener weiter zurück, sodass er fortan keine Rolle mehr spielte - obwohl er von der Pole-Position gestartet war! Vorn veränderte sich indes die Reihenfolge, weil Muller den zweiten Platz hinter Huff ergatterte und Menu die Chevrolet-Schlussposition zuwies. Dort blieb Letzterer allerdings nicht allzu lange.

Menu fällt zurück und dann aus

Tarquini machte nämlich schon in Runde zwei kurzen Prozess mit Menu, der in Runde vier auch Tom Coronel (ROAL) ziehen lassen musste. Kurze Zeit später war Menu ganz außen vor: Ein Schaden am linken Vorderreifen zwang den Routinier aus der Schweiz zur Aufgabe in einem Kiesbett des 5,9 Kilometer langen Slovakiarings. Ein weiterer Chevrolet-Dreifachsieg war also endgültig nicht mehr drin.

Und trotz vieler kleiner Scharmützel waren die Positionen damit weitestgehend bezogen, denn hinter Huff, Muller, Tarquini, Coronel und Pepe Oriola (Tuenti) tat sich nicht allzu viel. Michelisz und Mehdi Bennani (Proteam) stritten sich zwar über mehrere Runden hinweg um Platz sechs, doch Alberto Cerqui (ROAL) und Darryl O'Young (Special Tuning) fuhren ein ruhiges Rennen in der Punkteregion.

Lebhafter ging es da schon bei Tom Chilton (Aon) zu. Der einzig verbliebene Ford-Fahrer im Feld - James Nash (Aon) war nach einem heftigen Unfall in Lauf eins gar nicht mehr angetreten - schnappte sich in Runde fünf seinen britischen Landsmann Tom Boardman (Special Tuning) und eroberte damit den zehnten Platz. Danach mussten die Kameras überraschend nochmals nach vorn gerichtet werden.

Tarquini will's wissen

Dort bemühte sich Tarquini, das führende Chevrolet-Duo mehr und mehr unter Druck zu setzen. Huff und Muller hatten sich bis Runde neun eigentlich komfortabel an der Spitze gehalten, mussten nun aber aufpassen: Tarquini versuchte alles - und ging dabei erneut ein kleines bisschen zu weit, indem er Muller in der letzten Runde ins Heck rauschte. Vielleicht hatte Muller aber etwas früh gebremst.

Für den Ausgang dieser Szene war dies aber unerheblich: Muller kam quer, rodelte halb über die Wiese und halb über die Strecke, schaffte es jedoch irgendwie, seinen Chevrolet Cruze 1,6T noch einzufangen. Tarquini gab sich danach mit Rang drei zufrieden, während Huff seinen so gewonnenen Vorsprung sicher ins Ziel brachte und Chevrolet im achten Rennen den siebten Sieg einbrachte.

Das einzige Werksteam führt in der Hersteller-WM weiterhin deutlich vor SEAT und BMW, auch die Fahrer-WM hat die US-amerikanische Marke fest im Griff. Dort rangiert Muller noch immer mit nun 148 Punkten souverän auf Platz eins. Huff (122) und Menu (121) folgen dahinter, dann Coronel (93) und Tarquini (87). Wiechers-Fahrer D'Aste ist mit 55 Punkten aktuell der bestplatzierte Privatfahrer.

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