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Chevrolet, Chevrolet, Chevrolet

15. April 2012 - 17:45 Uhr

Nach sechs Runden war die Konkurrenz besiegt: Chevrolet feiert den zweiten Dreifachsieg des Tages und degradiert den Rest endgültig zu Statisten

Alain Menu, Robert Huff, Yvan Muller, Pepe Oriola
Hier winken die Dominatoren von Marokko: Rob Huff, Alain Menu, Yvan Muller
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Chevrolet brauchte gerade einmal 27 Kilometer. Sechs Runden. Danach war die gesamte WTCC-Konkurrenz deklassiert. Und dabei waren Yvan Muller, Rob Huff und Alain Menu von den Rängen sieben, neun und zehn ins Rennen gegangen. Die anderen Piloten - egal, ob BMW, Ford oder SEAT - waren trotzdem chancenlos. Chevrolet fiel gnadenlos über sie her und schlug sie allesamt.

Nach elf Runden wurden die aktuellen Weltmeister als souveräne Gewinner abgewinkt und hatten den zweiten Dreifachsieg des Tages eingetütet. Bester Verfolger war Tom Coronel (ROAL) auf Platz vier vor Stefano D'Aste (Wiechers), dem Sieger bei den Privatiers. James Nash (Aon) konnte seine Pole-Position zwar nicht in einen Podestrang, aber als Sechster immerhin in seine ersten Punkte ummünzen.

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Franz Engstler (Engstler), der einzige Deutsche im Starterfeld, hatte anfangs mit Nash um die Führung im Rennen gestritten, geriet im Verlauf der elf Runden aber immer mehr ins Hintertreffen und landete schließlich noch hinter Pepe Oriola (Tuenti) auf Rang acht. Tiago Monteiro (Tuenti) und Darryl O'Young (Special Tuning) komplettierten die Top 10 der zweiten Chevrolet-Demonstrationsfahrt.

Nash gewinnt den Start

Doch der Reihe nach: Während sich das Feld auf der Zielgeraden in seine Startboxen einfädelte, bog Gabriele Tarquini (Lukoil) ab in die Boxengasse. Die Probleme an seinem Auto waren offenbar doch nicht gelöst. Dafür ging beim Start alles glatt, denn die restlichen 19 Piloten kamen gut los - vor allem die heckgetriebenen BMW-Fahrzeuge legten ordentlich los. Coronel schoss regelrecht nach vorn.

Dort machten sich vor Kurve eins jedoch Nash und Engstler breit, sodass sich Coronel auf der dritten Position einsortieren musste. Tom Chilton (Aon) geriet indes mit Monteiro aneinander, während Alex MacDowall (Bamboo) schon nach wenigen Metern mit demoliertem Auto aufgeben musste. Die große Action stand aber erst noch bevor, denn "erst" ab der zweiten Runde machte Chevrolet viel Dampf.

D'Aste war das erste Opfer der Blauen. Muller stach in der ersten Schikane rechts neben den BMW-Piloten und quetschte sich vorbei, kurz darauf folgten auch Huff und Menu. In Runde drei hatte das Trio dann auch Monteiro niedergerungen und in der Zielkurve drückten sich Muller und Huff auch noch an Coronel vorbei. Nur Menu musste noch einmal zurückstecken, aber nicht für sonderlich lange.

Die Chevrolet-Festspiele von Marrakesch

Als Nächster war Engstler an der Reihe, den Muller mit einem Klaps zum Platzmachen aufforderte, was auch Huff zum Überholmanöver nutzte. Und nach fünf Runden war schließlich auch die Führung von Nash nur noch Geschichte - Muller lag vorn, Huff zog hinterher und eine Runde danach hatte Menu den dritten Platz eingenommen. 27 Kilometer hatten Chevrolet für diese Übung ausgereicht.

Die Gegner blieben chancenlos zurück, denn die Weltmeister legten ein deutlich besseres Tempo an den Tag, ehe sie in den Schlussrunden noch einmal Geschwindigkeit herausnahmen. Die Abstände im Ziel geben also nicht wieder, wie sehr Chevrolet dominierte. Immerhin gab es auf den Plätzen einige wirklich spannende Manöver, denn dort kämpften die Piloten mit ähnlich starken Waffen.

Nach einem kleinen Fehler in der zweiten Schikane drückten sich Coronel und D'Aste an Nash vorbei auf die ersten Verfolgerränge und lieferten sich in der Folge noch einen tollen Schlagabtausch. Einmal hätte Coronel den vierten Rang sogar fast in die Leitplanken geschmissen, als er ausgangs der dritten Schikane schwer ins Schlingern geriet. Der "fliegende Holländer" fing sein Fahrzeug aber noch ein.

Keine Chance für die Verfolger

Engstler und Monteiro büßten nach ihrem Platzverlust an Chevrolet indes an Schwung ein und fielen zurück, wovon der im zweiten Rennen recht blasse Oriola profitierte. Er ging an den beiden Routiniers vorbei und holte sich den siebten Platz. Für Chilton im zweiten Ford Focus war das Rennen dagegen nach acht Runden vorbei. Auch Norbert Michelisz (Zengö) hatte schon vorzeitig aufhören müssen.

Wie ein Uhrwerk liefen nämlich nur die Chevrolet-Autos. Und das schlägt natürlich auch in der WM-Gesamtwertung zu Buche: Dort führt Muller nun nämlich mit 130 Punkten vor Menu (106) und Huff (97). Coronel (77) ist nach diesem Wochenende auf den vierten Platz zurückgefallen, aber nach wie vor bester Verfolger von Chevrolet. Die aktuellen Weltmeister führen natürlich auch bei den Marken.

Bei den Privatfahrern haben sich Oriola und D'Aste ein bisschen vom Rest abgesetzt und belegen mit 51 (Oriola) und 47 (D'Aste) Punkten die beiden Ränge an der Tabellenspitze. Ihnen direkt auf den Fersen sind weiterhin Engstler und Michelisz. Schon in zwei Wochen bekommen alle Beteiligten eine neue Chance. Dann gibt die WTCC ihr Renndebüt auf dem Slovakiaring in der Nähe von Bratislava.

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