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Barth & Dahlgren: Erste Statements nach den Crashs

19. November 2011 - 10:54 Uhr

Fredy Barth (SEAT-Swiss) und Robert Dahlgren (Polestar) sprechen über ihren Gesundheitszustand und über ihre schweren Unfälle beim Macao-Event

Robert Dahlgren, Fredy Barth
Robert Dahlgren und Fredy Barth (hier in Monza) sind auf dem Weg der Besserung
© Ziegler/MST

(Motorsport-Total.com) - Der Freitag von Macao stand aus Sicht der WTCC unter keinem guten Stern. Erst verunglückte Fredy Barth (SEAT-Swiss) im zweiten Freien Training schwer, im Qualifying schlug dann Robert Dahlgren (Polestar) heftig in die Leitplanken ein. Beide Fahrer wurden sofort ins Krankenhaus gebracht, wo die Ärzte alsbald Entwarnung gaben. Glücklicherweise geht es beiden den Umständen entsprechend gut.

"Ich hatte schon bessere Tage", sagte Barth bei einer kurzen Stippvisite im Fahrerlager am Guia Circuit von Macao. Der Schweizer war prompt schon wieder zu Scherzen aufgelegt, obwohl es "überall noch ein bisschen" weh tue. Barth hatte eine Rückenprellung, eine Gehirnerschütterung sowie eine Rauchvergiftung davongetragen. "Bis auf ein paar blaue Flecken" sei sein Rücken aber okay.

Barth erhielt viel Besuch im Krankenhaus

Und was genau ist eigentlich passiert? Barth schildert den Unfall aus seiner Perspektive: "Ich krachte erst rechts, dann links in die Leitplanken. Ab dem Einschlag in die Wand weiß ich nichts mehr. Danach habe ich nur ganz wenige, einzelne Bilder. Das ist aber alles sehr vage", sagt der 31-Jährige. Er sei vermutlich mit einem Tempo von etwa 150 km/h in die Banden des Stadtkurses eingeschlagen.

"Ab dem Einschlag in die Wand weiß ich nichts mehr."
Fredy Barth

Erst im Krankenhaus habe er sein Umfeld dann wieder bewusst wahrgenommen. "Ich erhielt viele Nachrichten und eine ganze Reihe von Kollegen besuchte mich", meint Barth. Neben Franz Engstler (Engstler), Alain Menu (Chevrolet) und Michel Nykjaer (Sunred) erkundigten sich auch noch weitere Piloten nach dem Zustand ihres Kollegen - Dahlgren war natürlich ebenfalls im Krankenhaus vor Ort.

Der Schwede hatte eine Fraktur am rechten Daumen erlitten und sagt: "Ich fühle mich etwas schlechter, als ich gedacht hatte. Ich hatte gehofft, es wäre besser. Es fühlt sich halt an, als hätte ich am ganzen Körper einen Muskelkater", meint Dahlgren. "Mein Handgelenk und mein Daumen pochen ein bisschen, aber insgesamt bin ich okay. Wäre es nicht um meine Hand, ich wäre rennbereit."

Dahlgren fliegt noch am Abend nach Hause

Warum es zum Crash gekommen war, ist dem 31-Jährigen noch nicht klar. "Ich bremste wie üblich, traf aber wohl auf eine Bodenwelle oder dergleichen und das Auto versetzte stark. Deshalb schoss ich über das Ziel hinaus und hinein in die Leitplanke. Ich kann mich an alles erinnern", erklärt Dahlgren. "Ich dachte noch: 'Oha, das wird richtig weh tun.' Der Einschlag war dann auch entsprechend hart."

"Ich dachte noch: 'Oha, das wird richtig weh tun.'"
Robert Dahlgren

Trotzdem konnte sich Dahlgren aus eigener Kraft aus dem Cockpit befreien, ehe er erstversorgt und ins Krankenhaus gebracht wurde. "Dort wurde ich durchgecheckt und dabei kam die Fraktur am Daumen zum Vorschein. Es wird etwa einen Monat bis sechs Wochen dauern, bis es verheilt ist", meint der Volvo-Fahrer. Die beiden Macao-Sprintrennen wird er übrigens nicht vor Ort verfolgen.

"Ich würde gerne hierbleiben und mir die Rennen anschauen. Ich werde aber schon heute Abend nach Hause fliegen. Wenn ich mich nicht irre, sollte ich rechtzeitig daheim ankommen, um Lauf zwei live zu sehen", sagt Dahlgren. Barth bleibt indes in Macao: "Ich möchte es mir anschauen und mich auch bei all denen bedanken, die mich so gut unterstützt haben. Das bedeutete mir wirklich sehr viel."

Die kompletten Interviews mit Fredy Barth (SEAT-Swiss) und Robert Dahlgren (Polestar) lesen Sie in den kommenden Tagen auf 'Motorsport-Total.com!

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