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Drama um Huff: Muller siegt und holt die WM-Führung

04. September 2011 - 14:04 Uhr

Beim Europafinale kippt der Titelkampf: Während Rob Huff ein rabenschwarzes Rennen erlebte, holte sich Yvan Muller den Sieg und die WM-Tabellenspitze

Yvan Muller
Yvan Muller fuhr im ersten Rennen von Valencia zum Sieg und führt in der WM
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Furioser Auftakt in Valencia: Im ersten Rennen des Tages überschlugen sich die Ereignisse, denn schon in der ersten Runde musste der bisherige WM-Spitzenreiter Rob Huff (Chevrolet) einen herben Rückschlag hinnehmen: Von seinem Teamkollegen Alain Menu (Chevrolet) angeschubst, fiel der Brite aus der Spitzengruppe heraus und bis auf Platz elf zurück, holte sich aber noch den fünften Platz.

Die Siegesfahrt seines Chevrolet-Stallgefährten und schärfsten WM-Rivalen Yvan Muller konnte Huff so aber nicht verhindern. Muller rang nach wenigen Minuten Gabriele Tarquini (Lukoil-Sunred) nieder, holte sich die Führung und nach 14 Rennrunden auch den Sieg im ersten Rennen von Valencia. Damit belegt Muller nun auch den ersten Tabellenplatz in der Fahrer-WM - erstmals wieder seit 2010!

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Hinter dem amtierenden Weltmeister und neuen WM-Spitzenreiter rauschte Menu als Zweiter über die Linie, Tom Coronel (ROAL) wurde starker Dritter vor Kristian Poulsen (Engstler), der den Klassensieg bei den Privatfahrern holte. Huff, Javier Villa (Proteam), Norbert Michelisz (Zengö), Tiago Monteiro (Sunred), Robert Dahlgren (Polestar) und Stefano D'Aste (Wiechers) komplettierten die Top 10.

In der Hitze von Valencia...

Schon vor dem Start war klar, dass dem Starterfeld ein wirklich heißes Rennen ins Haus stehen würde - ausgerechnet das Gridgirl bei der Pole-Position kollabierte angesichts der hohen Temperaturen. Die junge Dame wurde sofort von Helfern erstversorgt, doch die Hitze schien nur wenig später auch bei den Piloten ihren Tribut zu fordern: Der erste Startversuch misslang: Es herrschte keine Ordnung.

Nach einer weiteren Einführungsrunde schickte die Rennleitung das Feld schließlich auf die Reise, wobei Gabriele Tarquini (Lukoil-Sunred) von Platz drei aus kommend einen klasse Start erwischte und sich noch in Kurve eins nach vorne auf Rang eins drückte. Muller und Huff, beide aus der ersten Reihe gestartet, hatten das Nachsehen. Beide wollten sich allerdings hinter Tarquini behaupten.

Huff attackierte prompt nach der ersten Kurve, konnte Muller aber nicht gefährden. Im Infield kam es dann zu einer folgenschweren Kettenreaktion: Tiago Monteiro (Sunred) erwischte Menu leicht am Heck, der seinerseits Huff in einen Dreher zwang - der WM-Spitzenreiter musste ins Gras und fiel bis auf Rang elf zurück. Mit der Entscheidung hatte Huff also nichts mehr zu tun. Es lief alles für Muller.

Muller ringt Tarquini nieder

Der zweimalige Weltmeister hetzte seinen ehemaligen Teamkollegen um den 4,005 Kilometer langen Circuit Ricardo Tormo und ging in Runde drei mit einem mutigen Manöver vorbei. Tarquini war also geschlagen, hielt aber die zweite vor Menu. Erst im achten Umlauf konnte sich der Schweizer ebenfalls an Tarquini vorbeimanövrieren, ehe die Rennleitung den Crash mit Huff ahnden wollte.

Wollte, denn die ausgesprochene Durchfahrts-Strafe gegen Menu wurde wenige Runden später wieder zurückgenommen. Statt dem Chevrolet-Piloten geriet auf einmal SEAT-Fahrer Monteiro in den Fokus der Aufmerksamkeit, doch auch auf der Strecke war Monteiro oft im Bild. Der Portugiese hielt hinter Muller, Tarquini und Coronel den vierten Platz und war ständig einigen Angriffen ausgesetzt.

Kurzzeitig wurde Monteiro sogar auf Rang drei notiert, nachdem Tarquini immer langsamer wurde: Der Italiener hatte sich vermutlich beim Überholvorgang von Menu einen Schaden an seinem SR Leon 1,6T zugezogen und rutschte aus den Top 10 heraus. Davon profitierten die Piloten im Mittelfeld, die in den Schlussrunden ein wahres Feuerwerk um die Positionen hinter der Spitze abbrannten.

Muller fuhr sicher vorneweg, Menu war nun ebenfalls ungefährdet und Coronel hatte sich Monteiro erfolgreich entledigt. Letzterer kam aber nicht zur Ruhe: Poulsen, Villa und Michelisz saßen dem früheren Formel-1-Piloten im Nacken und zogen nacheinander, aber nach spannenden Kämpfen, an Monteiro vorbei. Der WTCC-Routinier musste sich schließlich mit dem achten Rang zufrieden geben.

Huff mit Schadensbegrenzung

Und Huff? Der Chevrolet-Fahrer arbeitete sich kontinuierlich durch das Feld nach vorne, kam aber keineswegs mit Siebenmeilen-Stiefeln voran und wurde letztendlich "nur" Fünfter. Die WM-Führung wäre aber in jedem Fall futsch gewesen. Hinter Poulsen, Huff, Villa, Michelisz und Monteiro erreichten Dahlgren (9.) und D'Aste (10.) noch die WM-Punkte, Michel Nykjaer (Sunred) ging knapp leer aus.

Auch die weiteren deutschsprachigen Piloten waren im Pech: Franz Engstler (Engstler) stellte sein Auto nach neun Runden vorzeitig und vermutlich mit technischen Problemen ab, Fredy Barth (SEAT-Swiss) fiel nach einer Kollision mit Mehdi Bennani (Proteam) weit zurück. WTCC-Debütant David Sigacev (KK) kam ebenfalls nicht über die Runden und beendete Rennen eins an den Boxen.

In den beiden Gesamtwertung zeigt sich nun also ein neues Bild: Muller führt aktuell mit neun Punkten vor Huff und ist der neue Gejagte in der WTCC. Hinzu kommt: Der Franzose steht in der Aufstellung zum zweiten Rennen vor seinem Teamkollegen Huff. Bei den Privatiers meldete sich Poulsen mit dem Klassensieg eindrucksvoll zurück im Titelrennen, das er vor dem zweiten Lauf wieder anführt.

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