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Ravaglia: "Wir konnten nicht tatenlos zusehen"

08. April 2011 - 07:42 Uhr

ROAL-Teamchef Roberto Ravaglia spricht über die Rückkehr seines Rennstalls in die WTCC und ein mögliches zweites Fahrzeug im Endspurt der Saison

Roberto Ravaglia
Roberto Ravaglia setzt 2011 ein Auto für Tom Coronel in der Tourenwagen-WM ein
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Zum Saisonende 2009 verabschiedete sich das BMW Team Italy-Spain aus der WTCC und auch Roberto Ravaglia war danach nicht mehr im Fahrerlager anzutreffen. Nun ist der Ex-Champion aber wieder dabei - und mit ihm sein ROAL-Rennstall, der in der Vergangenheit für die Werkseinsätze von zwei BMW Autos verantwortlich zeichnete. 2011 setzt Ravaglia - zumindest vorerst - nur ein Fahrzeug ein, wie er im Interview mit 'Motorsport-Total.com' erläutert. Erweiterung nicht ausgeschlossen...

Frage: "Roberto, im vergangenen Jahr warst du mit deinem Team nicht in der WTCC am Start, ist ROAL wieder dabei. Was ist das für ein Gefühl?"
Roberto Ravaglia: "Ich freue mich natürlich, wieder dabei zu sein. Es war doch ein recht langes Jahr, um die WTCC nur am Fernseher zu verfolgen. Wir entschieden uns schließlich dazu, uns erneut in dieser Meisterschaft zu engagieren. Dieses Mal setzen wir aber nur ein Fahrzeug ein. Mein Team und ich freuen uns, dass Tom Coronel für uns antritt."

Frage: "Weshalb kehrte ROAL in diesem Jahr in die WTCC zurück?"
Ravaglia: "Wir konnten einfach nicht noch ein weiteres Jahr tatenlos zusehen (lacht; Anm. d. Red.). Auch die Einführung des neuen 1,6-Liter-Turbomotors bewog uns zu dieser Entscheidung, denn in der Vergangenheit hatte BMW doch etwas zu kämpfen. Das neue Motorenkonzept stellt eine tolle Chance dar, die unsere Motivation, an der WTCC teilzunehmen, nur noch vergrößerte."

Frage: "Du könntest der erste Tourenwagen-Weltmeister werden, der sowohl als Fahrer als auch in der Funktion des Teamchefs den Titel erringt. Ist es ein Ziel für dich, gemeinsam mit Tom Coronel die WM zu gewinnen?"
Ravaglia: "Versuchen wollen wir es unbedingt, doch so einfach ist diese Aufgabe nicht. Wir wollen so schnell wie möglich sein. Was dann passiert, werden wir sehen."

Frage: "Wird es im Jahresverlauf ein zweites ROAL-Auto geben?"
Ravaglia: "Möglicherweise. Wir denken darüber nach, zum Saisonende ein zweites Fahrzeug an den Start zu bringen. Das kommt aber immer auch darauf an, ob wir das erforderliche Budget auftreiben können. Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, Thomas Biagi einzusetzen."

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