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Chevrolet: Nicht genug Fahrzeuge für einen Gaststart

22. April 2011 - 18:24 Uhr

Kein Chevrolet-Gastfahrer in Zolder: Die überzähligen Cruze-Rennwagen werden ab sofort von Bamboo Engineering in der WTCC eingesetzt

Vincent Radermecker
Vincent Radermecker durfte 2010 einen WTCC-Gaststart für Chevrolet absolvieren
© pacepix.com

(Motorsport-Total.com) - In der vergangenen Saison brachte Chevrolet bei diversen Rennen ein viertes Auto an den Start, um einigen national erfolgreichen Tourenwagen-Piloten die Möglichkeit zu bieten, sich auf WM-Niveau zu beweisen. Zumindest in Zolder wird es dergleichen nicht geben, denn das Chevrolet-Werksteam hat beim Europaauftakt der WTCC nicht genug Fahrzeuge, die dem neuen Motorenkonzept entsprechen.

Vielmehr hatte der Rennstall im Anschluss an die beiden Sprintrennen von Curitiba alle Hände voll zu tun, das britische Kundenteam Bamboo Engineering mit den versprochenen Autos zu versorgen. Dies gelang, denn pünktlich vor der Abfahrt nach Zolder waren die Fahrzeuge bereit. Werksfahrer Alain Menu nahm noch einen letzten Shakedown vor, ehe Bamboo die Verantwortung für die Autos bekam.

Dabei handelt es sich allerdings nicht um nagelneue Rennwagen, wie Chevrolets Chef-Renningenieur Ron Hartvelt erläutert: "Eines dieser Autos war in Curitiba von Carlos Bueno pilotiert worden. Nach den Rennen dort flogen wir es nach Europa." Damit war dieser Chevrolet Cruze 1,6T wesentlich eher vor Ort als die Fahrzeuge der Konkurrenz, die - wie üblich - per Seefracht zurücktransportiert wurden.

Positiv stimmen dürfte Bamboo Engineering die Tatsache, dass der Wagen seine Fähigkeiten bereits unter Beweis stellen konnte: Gastfahrer Bueno büßte beim Saisonauftakt in Brasilien nur wenig Zeit auf die Werkspiloten ein und fuhr sogar auf das Podium. Mit dem anderen Auto hatte das Werksteam im Winter viele Probekilometer abgespult. "Es handelt sich um unseren Testträger", sagt Hartvelt.

"Wir fertigen gerade ein neues Fahrzeug für Testzwecke an. Deswegen haben wir hier in Zolder in diesem Jahr keinen vierten Rennwagen am Start", gibt der Brite zu Protokoll. In der vergangenen Saison hatte der belgische Lokalmatador Vincent Radermecker für Chevrolet ins Lenkrad gegriffen. Der Tourenwagen-Spezialist verpasste es allerdings, auf dem Circuit Zolder in die Punkte zu fahren.

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