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Nach Kollision: Kein Groll zwischen Coronel und Menu

20. März 2011 - 21:10 Uhr

Beim Kampf um den Sieg in Lauf zwei kam es zur Berührung zwischen Tom Coronel und Alain Menu, doch beide halten die Kollision für einen Rennunfall

Tom Coronel
Tom Coronel trat im zweiten Rennen die Flucht nach vorne an, wurde aber eingeholt
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Es war eines der spannendsten Duelle des Tages: Tom Coronel (ROAL) führte im zweiten Rennen von Curitiba vor Alain Menu (Chevrolet) und schickte sich an, die Angriffe des schweizer Rennfahrers für die Dauer des WM-Laufs abzuwehren. Menu stach aber schließlich in eine kaum vorhandene Lücke, bugsierte Coronel ein bisschen von der Linie, schnappte sich die Führung und siegte.

Coronel rutschte indes vom Kurs und rodelte einmal durch die Grünanlagen, um als Zweiter wieder zurück auf die Strecke zu finden - der mögliche Rennerfolg war futsch. "Major Tom" nimmt seinem Rivalen das Manöver in Kurve eins aber nicht krumm: "Wir berührten uns, aber so ist das nun eben im Motorsport", sagt Coronel. "Ich habe kein Problem damit. Sein Angriff überraschte mich ohnehin."

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Der BMW Pilot hatte nach eigenen Aussagen nicht damit gerechnet, dass Menu an dieser Stelle etwas probieren würde, kann die Motivation des Chevrolet-Fahrers aber nachvollziehen. "Alain lag hinter mir und analysierte meine Stärken und Schwächen. Er erkannte, dass ich am Ende der langen Geraden verwundbar war. Als er sein Manöver wagte, sah ich ihn nicht einmal", berichtet Coronel.

Der Niederländer versuchte zum Schluss seinerseits, Menu noch abzufangen, scheiterte aber an dieser Aufgabe. "Gegen Rennende hin bemerkte ich, dass er in Schwierigkeiten geriet", erklärt Coronel und fügt hinzu: "Im Windschatten konnte ich an ihm dranbleiben, also wollte ich nicht aufgeben. Man weiß ja nie, was noch alles passiert. Dafür ist Alain allerdings zu routiniert."

Menu hatte aber recht tief in die Trickkiste greifen müssen, um Coronel von Platz eins zu verdrängen. "Er war sehr schnell unterwegs und machte obendrein keine Fehler. Das machte es für mich sehr schwierig", meint der Schweizer, der sich kurz darauf genau in der umgekehrten Situation wiederfand. "Drei oder vier Runden vor Schluss ließen meine Reifen nach und Tom kam noch einmal heran."

"Ich musste mich gegen ihn verteidigen und konnte mich bis zur Zielflagge nicht zurücklehnen. Das war ein hartes Stück Arbeit", betont der langjährige WTCC-Pilot, der schon am Start von Rang eins auf Platz drei zurückgefallen war. "Ich kam nicht gerade toll weg", gesteht Menu. "Ich hatte den stehenden Start vor diesem Wochenende nicht geübt - und mit dem neuen Auto läuft es anders..."

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