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Chevrolet triumphiert in Lauf eins

20. März 2011 - 17:27 Uhr

Das Chevrolet-Team feierte dank Rob Huff, Yvan Muller und dem sensationellen Carlos Bueno einen lupenreinen Dreifach-Erfolg beim Saisonauftakt

Robert Huff
Rob Huff und Yvan Muller fuhren in Curitiba von der Spitze aus ganz klar zum Sieg
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die Titelverteidiger von Chevrolet starteten mit einem hervorragenden Ergebnis in die neue Saison: Rob Huff, Yvan Muller und Carlos Bueno dominierten den ersten Lauf von Curitiba souverän von der Spitze aus und hielten ihre Konkurrenten klar in Schach. Dahinter lieferten sich Tom Coronel (ROAL) und Kristian Poulsen (Engstler) ein ungeheuer spannendes Duell um den vierten Platz in Brasilien.

Die beiden BMW Piloten beharkten sich über weite Strecken des Rennens und zeigten über viele Kurven hinweg Motorsport vom allerfeinsten - und das mit überaus fairen Mitteln. Nach einigen Runden packte Poulsen allerdings doch eine kleine Brechstange aus, rempelte Coronel etwas von hinten an und drückte sich im hinteren Kursabschnitt an seinem niederländischen Rivalen vorbei.

Oriola ist der beste Neueinsteiger in Curitiba

Coronel ließ sich aber nicht so einfach abschütteln: Der "fliegende Holländer" heftete sich sofort ans Heck seines dänischen Kontrahenten und schnappte sich Poulsen wenige Umläufe vor Schluss. Damit waren die Positionen in den Top 5 bezogen - gegen das Chevrolet-Trio am Kopf des Feldes hatten Coronel und Poulsen in Rennen eins keine Chance. Dahinter ging es indes munter zur Sache.

Vor allem die zahlreichen Neulinge sorgten für gute Unterhaltung: Aleksei Dudukalo (Lukoil-Sunred) und Javier Villa (Proteam) gerieten schon nach wenigen Runden aneinander und kollidierten leicht. Beide verloren kurz an Tempo, konnten ihre Fahrt aber fortsetzen. Auch Poulsen hatte eine kleine Schrecksekunde zu verdauen: Auf der Jagd nach Coronel besuchte der Däne kurz das Kiesbett.

Poulsen rettete seinen BMW 320 TC aber geschickt zurück auf die Rennbahn und nahm umgehend die Verfolgung von Coronel wieder auf. Darryl O'Young (Bamboo Engineering) war ein "Comeback" nicht vergönnt: Der chinesische Rennfahrer kreiselte nach Kurve acht von der Strecke, rodelte durch das wellige Kiesbett und schlug in die Reifenstapel ein. O'Young blieb augenscheinlich unverletzt.

Monteiro und Dahlgren verpassen die Punkteränge

Auf dem Kurs sorgte indes Alain Menu (Chevrolet) für einige spektakuläre Szenen. Der vierte Pilot im Chevrolet-Bunde arbeitete sich Runde um Runde nach vorne und rang dabei unter anderem Michel Nykjaer (Sunred) und Gabriele Tarquini (Lukoil-Sunred) nieder, welche sich auf den Positionen acht und sieben einordneten. Franz Engstler (Engstler) wurde Neunter vor Mehdi Bennani (Proteam).

Tiago Monteiro (Sunred) und Robert Dahlgren (Polestar) verpassten nach einem kampfbetonten Lauf die Punkteränge und klassierten sich auf den Plätzen elf und zwölf. Pepe Oriola (Sunred) war als 13. bester Neueinsteiger vor Villa, Marchy Lee (Deteam KK/16.) und Dudukalo (17.). Fredy Barth (SEAT-Swiss) war von ganz hinten gestartet und beendete das erste Saisonrennen auf Position 15.

Am größten war die Freude nach Lauf eins aber freilich bei Chevrolet und Teamoberhaupt Eric Neve, der es sich am 3,695 Kilometer langen Autodromo Internacional de Curitiba nicht nehmen ließ, den Pokal für den siegreichen Hersteller höchstpersönlich entgegen zu nehmen. Einen Sonderapplaus erhielt Publikumsliebling "Caca" Bueno für seine überaus gelungene Fahrt zum dritten Platz.

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