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Engstler: "2011 werden die Karten neu gemischt"

24. August 2010 - 20:10 Uhr

Franz Engstler über die drei unterschiedlichen Gesamtwertungen der WTCC und die wichtige Vielfalt im Starterfeld der Tourenwagen-WM

Franz Engstler
Franz Engstler und sein Privatrennstall zählen zu den festen Größen in der WTCC
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Pünktlich zur neuen Rennsaison brachten die Verantwortlichen der WTCC eine neue Gesamtwertung an den Start: Neben der WM-Tabelle und der Rangliste der Privatfahrer existiert 2010 auch noch eine eigene Auflistung der WTCC-Neulinge, die erstmals eine komplette Saison in der Tourenwagen-WM bestreiten. Franz Engstler begrüßt diesen Schritt ausdrücklich und sieht diese Entwicklung positiv.

"Man könnte natürlich sagen, dass drei Wertungen etwas viel sind, doch man muss den Organisatoren auch zugute halten, dass die Saison 2010 bedingt durch das Reglement einfach ein Übergangsjahr ist", sagt der deutsche Rennfahrer gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "2011 kommt der neue Motor, also haben die Verantwortlichen in meinen Augen vollkommen richtig gehandelt."

"Die Turbodiesel bekommst du einfach nicht mehr unter einen Hut mit Benzin-Saugmotoren. Man hat nun drei Jahre lang herumprobiert, doch wirklich passend einstufen konnte man das Dieselauto nicht", gibt Engstler rückblickend zu Protokoll und fügt hinzu: "Das wird auch in diesem Jahr nicht mehr gelingen. Die Rookiewertung ist so gesehen eine gute Entscheidung", findet der Allgäuer.

"Damit haben wir die SEAT-Autos im Starterfeld - und diese brauchen wir auch. Es muss aber gleichzeitig eine Chancengleichheit bestehen. Ich finde es zum Beispiel toll, dass Chevrolet aufgeschlossen hat und nun vorne mitspielen kann. Das haben sie sich verdient. 2011 werden die Karten aber wieder neu gemischt", meint der BMW Fahrer im Hinblick auf die neue Saison.

"Dann kann man die eine oder andere Gesamtwertung sicherlich wieder weglassen, doch im Augenblick passt dahingehend alles", erklärt Engstler, der in der Privatierwertung firmiert. Diese habe sich "sehr gut etabliert", wie der 49-Jährige abschließend festhält. "Das Leistungsniveau in dieser Klasse ist ungeheuer hoch. Außerdem stellt die Independents' Trophy einen Großteil des Feldes dar."

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