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Muller hätte den Helm 1993 fast an den Nagel gehängt
Chevrolet-Fahrer Yvan Muller kämpft auch in dieser Saison um den Titel, hätte seine Rennkarriere aber beinahe schon in den 1990er-Jahren beendet
(Motorsport-Total.com) - In den vergangenen Jahren zählte Yvan Muller stets zu den Spitzenreitern der Tourenwagen-Szene. Erst sicherte sich der Franzose 2003 den Titel in der umkämpften britischen Tourenwagen-Meisterschaft (BTCC), fünf Jahre später erfüllte sich Muller schließlich seinen Traum vom WM-Titel in der WTCC. 15 Jahre zuvor hätte der heute 40-Jährige aber beinahe den Helm an den Nagel gehängt.
Nach einer schwierigen Saison in der Formel 3000 boten sich Muller kaum Perspektiven für eine Fortsetzung seiner Karriere: "Ich sah im Formelsport einfach keine Zukunft mehr für mich", sagt der Chevrolet-Pilot bei 'The Grid'. "Die Formel 1 wäre der nächste logische Schritt gewesen, doch da fuhren damals schon genug Franzosen. Für mich gab es da keinen Platz mehr", so Muller.
"Fast hätte ich zum Ende der Saison 1993 komplett mit dem Motorsport aufgehört. Ich wollte etwas anderes machen, ein normales Leben führen", erklärt der Tourenwagen-Routinier rückblickend. Ein französisches Team konnte Muller allerdings davon überzeugen, mit einem Dach über dem Kopf an den Start zu gehen - und sich auch auf das schneebedeckte Parkett der Andros-Trophy zu wagen.
"Dieser Rennstall hatte auch ein Team für Eisrennen", erläutert Muller. "Dabei wollten sie mich an den Start bringen, was ich zunächst ablehnte. Das war nicht mein Ding und ich konnte das auch nicht so gut. Die Teamleitung bestand aber darauf und so sagte ich schließlich doch zu. In der ersten Saison wurde ich Fünfter, die folgenden zehn Meisterschaften entschied ich für mich", berichtet Muller.
Parallel dazu trieb der 40-Jährige seine Tourenwagen-Karriere voran, fuhr in diversen nationalen Serien und wurde 1998 schließlich in der BTCC vorstellig. Neun Jahre später war der WM-Titel bereits zum greifen nahe, doch die Technik warf Muller wenige Meter vor der Zielflagge zurück. Muller erinnert sich: "Im letzten Saisonrennen lag ich in Führung und wäre beinahe Weltmeister geworden."
"Leider hatte ich dann einen technischen Defekt - und mein Titel war futsch. 2008 war dann meine schlimmste und beste Saison zugleich. Die schlimmste deshalb, weil es so schwierig war", bringt es der französische Rennfahrer auf den Punkt. "Die beste Saison war es, weil wir in Macao schließlich doch noch den Titel holten. Das war gewissermaßen die Revanche", hält Muller abschließend fest.










