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SEAT: Keine Finanzspritze für die ehemaligen Werksfahrer

01. Februar 2010 - 14:21 Uhr

Die früheren SEAT-Werkspiloten könnten bei einer Fortsetzung ihrer WM-Karriere technische Hilfe bekommen, aber keine finanzielle Unterstützung

Rickard Rydell
Noch ist nicht klar, wie viele SEAT-Autos sich 2010 im WM-Feld tummeln werden
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Seit wenigen Wochen steht fest: SEAT wird sich in dieser Saison nicht mit einem Werksteam an der Tourenwagen-WM beteiligen, was die bisherigen Werksfahrer vor ein Problem stellt: Yvan Muller hat den Rennstall Richtung Chevrolet verlassen, Tiago Monteiro und Rickard Rydell sondieren hingegen noch ihre Optionen. Jordi Gené und Gabriele Tarquini wollen der WTCC indes erhalten bleiben.

Um dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen, müssen die ehemaligen Werkspiloten aber einen Schritt zurück machen und bei einem Privatteam anheuern. Vor allem sollten sich Titelverteidiger Tarquini und Co. tunlichst darum bemühen, ein eigenes Budget auf die Beine zu stellen - SEAT wird seine ehemaligen Speerspitzen nur auf technischer, nicht aber auf finanzieller Seite unterstützen.

Das bekräftigt Teammanager Jaime Puig gegenüber 'Touring Car Times': "Gabriele hat für 2010 keinen Vertrag mit uns, doch in technischer Hinsicht wollen wir ihm weiterhelfen. Er arbeitet daran, ein Budget für die komplette WTCC-Saison aufzutun. Im Augenblick kann ich aber nicht sagen, ob er weitermachen wird. Finanzieren muss er seine Saison nämlich selbst", erläutert Puig.

Die Ausgangslage von Gené ist nicht viel anders, allerdings bietet sich dem spanischen Rennfahrer ein etwas anderes Szenario: Gené könnte als Test- und Entwicklungspilot an Bord bleiben. Puig: "Gené hat die Möglichkeit, als Repräsentant und Testfahrer bei SEAT tätig zu sein. Er will auch weiterhin in der WTCC antreten. Es ist aber nicht klar, ob er genug private Sponsoren findet."

Wie viele ehemalige SEAT-Werksfahrer letztendlich wieder in der Tourenwagen-WM unterkommen werden, steht bislang noch nicht fest. Puig gibt sich diesbezüglich bedeckt und spricht davon, "mit drei Dieselautos" zu rechnen. Es sei aber möglich, so der Spanier weiter, dass unterm Strich doch mehr TDI-Fahrzeuge im Starterfeld auftauchen werden. Gleich mehrere Teams würden Interesse zeigen.

Michel Nykjaer ist indes bereits als neuer SEAT-Pilot bei Sunred bestätigt, doch eben dieser Rennstall ist nach wie vor Gegenstand vieler Spekulationen: Demnach könnte sich das spanische Team 2010 auch noch die Dienste von Weltmeister Tarquini und Privatierchampion Tom Coronel sichern. Ebenfalls im Gespräch ist wohl der russische Rennfahrer und frühere WTCC-Pilot Timur Sadredinov.

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