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Farfus blickt zurück: "Wir hatten Hochs und Tiefs"

13. Dezember 2009 - 16:08 Uhr

BMW Pilot Augusto Farfus über seine Saison 2009, den engen Zweikampf mit der Konkurrenz und die Niederlage im Titelduell mit den SEAT-Fahrern

Augusto Farfus
Sehr schnell, aber nicht schnell genug: Augusto Farfus verpasste den WM-Titel
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Für Augusto Farfus ging in Macao eine schwierige Saison zu Ende. Der brasilianische Rennfahrer hatte einen durchwachsenen Saisonauftakt und konnte erst zur Jahresmitte richtig Fuß fassen, ehe er der Konkurrenz im Endspurt doch den Vortritt lassen musste. So überrascht es kaum, dass Farfus mit seinem Rennjahr nur bedingt zufrieden ist, hatte es der 26-Jährige doch auf den Titel abgesehen.

Soweit sollte es allerdings nicht kommen, denn bereits nach dem vorletzten Sprintrennen der Saison waren sämtliche Chancen für den BMW Team Germany Piloten dahin. Damit blieb Farfus "nur" der dritte Rang hinter Gabriele Tarquini und Yvan Muller, sein Jahresfazit fällt aber dennoch positiv aus: "Ich habe stets mein Bestes gegeben - von Anfang an", sagt Farfus im Gespräch mit 'Eurosport'.

Keine Chance beim fliegenden Start

"Obwohl wir nicht das schnellste Auto auf der Strecke hatten, konnten wir im Saisonverlauf Boden gutmachen. Macao hat noch einmal deutlich gezeigt, dass BMW nicht das schnellste Fahrzeug hatte", meint der Youngster. "Insgesamt bin ich zufrieden. Aber natürlich tut es weh, nicht Weltmeister geworden zu sein. Ich hoffe nur, dass ich in der neuen Saison noch einmal eine Chance bekomme."

Augusto Farfus
Augusto Farfus hatte bis zuletzt Chancen auf den WM-Titel, wurde aber Dritter
© xpb.cc

Schon 2009 wusste Farfus hingegen durch starke Leistungen zu überzeugen: Der Brasilianer sicherte sich im Saisonverlauf sechs Rennerfolge und stellte damit einen neuen WTCC-Rekord auf. "Sämtliche meiner sechs Siege habe ich im zweiten Rennen eines Wochenendes geholt. Das zeigt auch auf, wie wenig konkurrenzfähig wir beim fliegenden Start sind", kommentiert Farfus sein Abschneiden.

"Viele Rennwochenenden wurden alleine dadurch schwer beeinflusst, wenn nicht gar entschieden", so der langjährige BMW Fahrer. "In Macao hatte ich einen sehr guten Startplatz, doch trotzdem wurden Andy und ich schon vor der ersten Kurve von den SEAT-Jungs kassiert. Hätten wir in dieser Situation einen stehenden Start gehabt, hätten wir das Ding vielleicht noch drehen können", sagt Farfus.

Trotz Teamwork: Kein Titel für BMW

"Diese sechs Siege machen deutlich, dass die Leistung da war. Ich hatte ein fantastisches Auto. Aber das war nicht genug", gibt der WM-Dritte nach dem großen Saisonfinale zu Protokoll und fügt an: "Wir hatten einige Hochs und Tiefs. Wir hatten mehr Tiefpunkte als SEAT. Wenn du am Ende Weltmeister werden willst, dann musst du halt in jedem Rennen Punkte holen. Leider ist uns das nicht gelungen."

Augusto Farfus, Jörg Müller
"Prost, Jörg, und danke!" - Jörg Müller half Augusto Farfus 2009 mehr als einmal
© xpb.cc

Dabei suchten die BMW Länderteams 2009 ihr Heil in verstärktem Teamwork, wie es SEAT schon seit geraumer Zeit praktiziert. "Wir haben aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt", hält Farfus fest. "Als uns im vergangenen Jahr das Licht aufging, dass wir SEAT nicht durch schiere Leistung bezwingen konnten, hielten wir nach einer anderen Strategie Ausschau", erklärt der brasilianische Rennfahrer.

Letztendlich war auch die Schützenhilfe der BMW Markenkollegen nicht genug: "Uns hat einfach etwas Leistung gefehlt", sagt Farfus. "BMW hat mich sehr gut unterstützt und ich muss mich sehr herzlich bei allen BMW Piloten bedanken. Leider haben wir unser Ziel nicht erreicht", so der 26-Jährige. "Das ist sehr schade, doch ich denke, wir haben unser Bestes gegeben. Und nur das zählt."

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