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Muller: "Es ist uns perfekt gelungen"

22. September 2009 - 19:26 Uhr

SEAT-Pilot Yvan Muller im Interview über die beiden Sprintrennen in Imola, seinen Sieg im zweiten Lauf und die SEAT-Dominanz beim Europaabschied

Yvan Muller
Zum ersten Mal seit Valencia durfte Yvan Muller wieder einen Rennsieg bejubeln
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Nach zwei eher bescheidenen Wochenenden meldete sich Yvan Muller in Imola zurück: Mit einem zweiten und einem ersten Platz holte der französische Titelverteidiger gleich 18 Punkte auf einen Schlag und schob sich damit vor auf den zweiten Rang in der Gesamtwertung. Im Interview spricht Muller über die beiden Rennen von Imola und die Wichtigkeit des Teamworks in der Qualifikation.

Frage: "Yvan, nach langer Zeit bist du wieder einmal in die Top 3 gefahren. Das letzte Mal liegt schon eine ganze Weile zurück..."
Yvan Muller: "Oh ja, das stimmt! Wir hatten in Großbritannien und Deutschland sehr schlechte Ergebnisse. Wir haben nur sehr wenige Punkte geholt. Für mich war es daher überaus wichtig, wieder einmal auf das Podium zu fahren und mich im Titelkampf zurückzumelden."

"Jetzt bin ich Zweiter in der Gesamtwertung, doch die Saison ist noch lang. Da kann noch alles passieren. Das Wichtigste ist aber, dass wir einen Doppelsieg eingefahren haben. So haben wir SEAT die maximale Ausbeute für die Herstellerwertung eingebracht. Dem gilt stets unser Hauptaugenmerk."

Frage: "Du lagst im ersten Rennen quasi die ganze Zeit im Sandwich zwischen Gabriele und Rob. Was war schwieriger - die Geschwindigkeit von Gabriele mitzugehen, oder Rob hinter dir zu halten?"
Muller: "Ich würde sagen, Gabriele und ich hatten mehr oder weniger die gleiche Geschwindigkeit. In gewissen Streckenabschnitten war Rob schneller, an anderen Punkten waren wir dagegen etwas besser. Da war es natürlich wichtig, keinen Fehler zu begehen. Natürlich ist deine Lage etwas anders, wenn du hinter jemandem liegst."

"Du kannst dir schlichtweg keinen Fehler leisten, denn der könnte dir schlecht bekommen."
Yvan Muller

"Da kannst du dir schlichtweg keinen Fehler leisten, denn der könnte dir schlecht bekommen - möglicherweise aber auch deinem Teamkollegen. Entscheidend war einfach, auf den Plätzen eins und zwei ins Ziel zu kommen und die maximale Punktzahl zu holen."

Frage: "Du hast den zweiten Lauf für dich entschieden - unmittelbar vor deinem Teamkollegen Gabriele. War das der Masterplan, den ihr vor der Qualifikation ausgetüftelt hattet?"
Muller: "Ganz und gar nicht. Das Warmup am Sonntagmorgen hat mich doch noch einmal schwer beunruhigt, denn ich war einfach nicht schnell genug - vor allem nicht auf den Geraden. Ich habe also mein Bestes gegeben."

"Das Auto lief prima im zweiten Rennen. Mein Start war zwar nicht optimal, doch vor mir lagen einige Fahrzeuge miteinander im Clinch. Da habe ich einfach die Möglichkeit zum Überholen genutzt. Nach ein paar Runden lag ich schließlich in Führung."

Frage: "Es war sicherlich nicht so einfach, wie es im TV ausgesehen hat. Einmal kam dir Gabriele sogar so nahe, dass er dir einen kleinen Schubs verpassen konnte..."
Muller: "Ja, das ist gegen Rennende auf der langen Gerade passiert. Doch das war nicht weiter tragisch. Wir hatten die Sache unter Kontrolle."

"Wichtig war einfach, noch einmal die maximale Punktzahl für SEAT abzustauben. Wir haben bei den vergangenen Rennen nicht allzu viele Punkte geholt. Außerdem sollte uns Japan nicht unbedingt in die Karten spielen. Daher mussten wir hier unbedingt einige Zähler holen."

"Der Schlüssel zum Erfolg ist in meinen Augen, von den vorderen Positionen ins Rennen zu gehen."
Yvan Muller

Frage: "Wie erklärst du dir diese beiden dominanten SEAT-Siege in Imola?"
Muller: "Der Schlüssel zum Erfolg ist in meinen Augen, von den vorderen Positionen ins Rennen zu gehen. Das Teamwork, das wir in der Qualifikation an den Tag gelegt haben, ist keineswegs einfach zu meistern. Fünf Fahrzeuge in einer Reihe zu koordinieren ist eine große Herausforderung. Da können sehr schnell Fehler passieren."

"Es ist uns aber perfekt gelungen und so hatten wir die drei besten Startpositionen inne. Das hat das erste Rennen natürlich maßgeblich beeinflusst. Aufgrund der Kollisionen in Lauf eins mussten zudem einige gute Autos schon frühzeitig anhalten. Im zweiten Rennen mussten sie von ganz hinten losfahren. Das hat uns natürlich einen Vorteil verschafft."

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