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Lada: Feuertaufe für den Priora

04. Juli 2009 - 21:29 Uhr

Nach einigen anfänglichen Problemen konnte James Thompson im neuen Priora eine problemlose Qualifikation fahren - Lada wieder im Hinterfeld

James Thompson
James Thompson und der Lada Priora sind in Porto erstmals im Renneinsatz
© fiawtcc.com

(Motorsport-Total.com) - Ein kurzer Shakedown in Zolder war alles, was Lada dem neuen Priora vor seinem ersten Renneinsatz an Testkilometern spendieren konnte. Dementsprechend wusste die russische Werksmannschaft in Porto nicht so richtig, was sie an diesem Wochenende mit dem Neuwagen erwarten würde. Prompt traten in den Trainingssitzungen einige technische Schwierigkeiten auf, die allerdings allesamt bis zur Qualifikation gelöst werden konnten. Doch der Nachklapp folgte kurz darauf.

Kaum hatten die Piloten ihre Rennwagen nach Q1 im Parc Fermé abgestellt, schon machten sich die Rennkommissare am Priora von Routinier Thompson zu schaffen. Beim Abmessen des Fahrzeugs stellten die Offiziellen fest, dass die Fahrwerkhöhe des neue Lada-Autos nicht hoch genug eingestellt war. So blieb den Stewards nur das Streichen sämtlicher Qualifikationszeiten von Thompson, der den Wagen unmittelbar zuvor auf Startplatz 22 gestellt hatte.

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Ungeachtet dessen war man bei Lada mit dem ersten Auftritt des Priora mehr als zufrieden. "Wir müssen realistisch bleiben. Wir haben hier ein komplett neues Auto, das noch überhaupt nicht getestet wurde. Daher ist es zweifelsfrei unsere Aufgabe, den Wagen in jeglicher Hinsicht zu verbessern", erläuterte Thompson nach seinem ersten Zeittraining mit dem Neuwagen. "Der Priora weist allerdings eine gute Ausgangsbasis auf."

"Es ist nun eben eine Frage der Weiterentwicklung. Das wollen wir Schritt für Schritt angehen. Das Fahrzeug wurde neu homologiert, weshalb uns die Regeln mit einem erhöhten Gewicht belasten", meinte der britische Rennfahrer. "Das spielt uns sicherlich nicht in die Karten. Dennoch konnten wir die Qualifikation zuverlässig abspulen. Ich bin aus diesem Grund sehr zuversichtlich, dass wir uns davon ausgehend steigern können."

Seine beiden Teamkollegen mussten auf dem Circuito da Boavista noch mit dem "alten" 110-Modell Vorlieb nehmen, waren damit aber nur unwesentlich schneller unterwegs - und das trotz des regelbedingten Gewichtsvorteils von 60 Kilogramm (!). Jaap van Lagen konnte sich wieder einmal von Kirill Ladygin absetzen und sein Fahrzeug auf den 18. Startplatz stellen. "Ich habe beinahe eine perfekte Runde erwischt", berichtete der Niederländer.

"Allerdings ist klar, dass wir auf einer solchen Powerstrecke wie dieser hier noch immer etwas an Boden verlieren. Vor allem die Dieselautos ziehen uns auf der Geraden einfach davon. Das macht einen sehr großen Unterschied aus", hielt van Lagen fest. Ladygin ergänzte: "Ich bin so schnell gefahren, wie möglich, aber das schien trotzdem nicht zu reichen. Das Gefühl im Auto hat aber gestimmt und wir hatten keinerlei Probleme."

"Warten wir also einfach einmal ab, was am Sonntag geschieht. Der Kurs macht sehr viel Spaß und unser Rennwochenende hat ja gerade erst begonnen", fasste der Russe seine Eindrücke zusammen. Aufgrund der nachträglichen Bestrafung Thompsons geht Ladygin am Sonntag vom 22. Rang aus ins erste Sprintrennen von Porto, wohingegen der neue Priora bei seinem ersten Rennstart aus der allerletzten Position aus losfahren muss...

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