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Bennani: "Einfach traumhaft"

04. Mai 2009 - 18:05 Uhr

Lokalmatador Mehdi Bennani gab einen sensationellen Einstand in der WTCC und versetzte das marokkanische Publikum in Verzückung

Mehdi Bennani
Mehdi Bennani in Aktion: Der Marokkaner zeigte eine herausragende Debütleistung
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Was Mehdi Bennani am vergangenen Wochenende vollbracht hat, dürfte in der Geschichte der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) wohl seinesgleichen suchen. Nach nur einem Test in Magny-Cours kletterte der 25-Jährige in Marrakesch in sein SEAT-Fahrzeug und verblüffte die erfahrene WTCC-Konkurrenz auf Anhieb mit schnellen Rundenzeiten. Letztendlich fegte der Marokkaner sogar als Rennsieger der Independents' Trophy über die Ziellinie in Marokko...

Dieser Erfolg kam freilich nicht von ungefähr, hatte sich eine solche Performance des Nachwuchspiloten doch schon in den Freien Trainings von langer Hand angedeutet. Prompt konnte Bennani auch in der Qualifikation einen soliden Speed vorlegen und sich die 14. Startposition bei seinem Heimrennen sichern. Groß war die Verwunderung über dieses Ergebnis - doch das Ende seiner persönlichen Fahnenstange hatte der junge Mann damit noch nicht erreicht.

Experten und Fans staunten nach wenigen Rennmetern in Lauf eins nicht schlecht, als der in den marokkanischen Nationalfarben gehaltene SEAT in die Top 10 vorstieß und sich anschickte, die ganz große Sensation wahr zu machen. Mit einem beherzten Rennen und souveräner Fahrweise brachte Bennani seinen Wagen schließlich auf dem undankbaren neunten Rang ins Ziel - hatte damit allerdings die umkämpfte Privatfahrerwertung für sich entschieden.

"Das ist einfach traumhaft", kommentierte der Lokalmatador sein Abschneiden auf dem 4,624 Kilometer langen Circuit de Marrakech. "Ich freue mich so sehr, unter diesen Fahrern sein zu können und muss meinem Team zu diesem hervorragenden Rennwagen gratulieren, den sie mir an diesem Wochenende hingestellt haben. Ich würde nur zu gerne auch bei den weiteren WTCC-Rennen in diesem Jahr an den Start gehen."

"Ich will der Welt schließlich beweisen, dass ich als marokkanischer Pilot nicht nur für dieses eine Event mitgefahren bin", erklärte Bennani auf der Pressekonferenz nach den beiden Sprintrennen in Afrika und fügte an: "Das erste Rennen war schlichtweg fantastisch. Im zweiten Lauf habe ich mit Monteiro und Priaulx gekämpft. Dabei ist mir ein kleiner Fehler unterlaufen. Hoffentlich habe ich die Chance, weitere Lektionen zu lernen."

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