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Lada: "Die Basis stimmt"

23. März 2009 - 17:34 Uhr

Das neue Lada-Werksteam sammelte auch in Mexiko weitere Erfahrungen und bewies einmal mehr eine gute Zuverlässigkeit - P16 das Highlight in Puebla

Viktor Shapovalov, Miguel E. Abed, Autódromo Miguel E. Abed
Teamchef und Fahrer Viktor Shapovalov war mit seiner Lada-Truppe sehr zufrieden
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Auch das zweite Rennwochenende der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) 2009 stand für Lada ganz im Zeichen des Lernens - und das neue russische Werksteam wusste bei seinem Auftritt in Mexiko durchaus zu überzeugen. Jaap van Lagen zeichnete sowohl im Freien Training (P15) als auch im zweiten Rennen (P16) für die besten Platzierungen seines Rennstalls verantwortlich. Punkte gab es zwar auch in Puebla nicht, dennoch zeigten sich die Protagonisten sehr erfreut über die Fortschritte.

"Das war ein richtig gutes Rennen", kommentierte Van Lagen seine Fahrt zum 16. Platz im zweiten WM-Lauf auf dem "Autódromo Miguel E. Abed". "Ich hatte viele schöne Fights mit unseren Rivalen, das hat mächtig Spaß gemacht", meinte der Niederländer. Dabei handelte es sich freilich um die Piloten der Independents' Trophy, denn Lada liegt nach wie vor noch ein Stückchen hinter den drei großen Werkskonkurrenten um BMW, Chevrolet und SEAT zurück.

Ladas Lernphase hält an

Dennoch: Obwohl die roten Renner zumeist ganz am Ende des Feldes zu finden waren - die Rundenzeiten der 110-Fahrer wussten durchaus zu überzeugen. "Die Basis unseres Wagens stimmt, uns fehlt es aber noch an Power auf den langen Geraden. Das macht momentan noch den Unterschied aus", erläuterte Van Lagen seine Sicht der Dinge. "Insgesamt muss man aber sagen, dass dieses Wochenende einige sehr gute Erfahrungen mit sich gebracht hat."

Jaap van Lagen, George Tanev, Miguel E. Abed, Autódromo Miguel E. Abed
Jaap van Lagen konnte sich in Mexiko phasenweise mit den Privatiers duellieren
© xpb.cc

"Puebla war für uns komplettes Neuland und wir haben dort jede Menge gelernt", hielt der 32-Jährige fest. Ebenfalls solide, aber etwas langsamer unterwegs war Teamkollege Kirill Ladygin, der vor allem im zweiten Lauf schwer mit seinem Fahrzeug zu kämpfen hatte. Der 30-jährige Russe bekam keine Temperatur in seine Yokohama-Reifen und hatte mit massivem Untersteuern zu kämpfen: "Die größte Herausforderung bestand im zweiten Rennen für mich darin, den Wagen auf der Strecke zu halten."

"Das ist im ersten Lauf deutlich besser gewesen", meinte Ladygin. "Aber solche Erfahrungen sind eben Teil unserer Lernphase. Wir nehmen aus Mexiko jedenfalls wieder viele wichtige Informationen mit." Diese Ansicht teilte auch Fahrer und Teamchef Viktor Shapovalov, der seinen Lada 110 im ersten Rennen mit kaputtem Gaszug hatte abstellen müssen. "Wir hatten an diesem Wochenende richtig viel Spaß und haben unser Potential unterstrichen", sagte der Russe.

Die Zuverlässigkeit passt erneut

"Natürlich ist nicht zu übersehen, dass wir noch einen weiten Weg vor uns haben. Wir konnten allerdings die Bereiche ausfindig machen, wo wir uns noch deutlich verbessern können. Wir haben im zweiten Rennen wieder drei Autos ins Ziel gebracht, was einmal mehr unsere Zuverlässigkeit unterstreicht", stellte Shapovalov nach den WM-Läufen in Mexiko heraus. "Im Hinblick auf das kommende Jahr haben wir dabei sicherlich sehr gute Daten gesammelt."

Kirill Ladygin, Miguel E. Abed, Autódromo Miguel E. Abed
Kirill Ladygin und die Lada-Mannschaft erzielten in Puebla weitere Fortschritte
© xpb.cc

"Was die kurzfristige Zukunft angeht, so ist auch das kommende Rennen neu für uns - aber eben auch für alle anderen. Das kann für ein neues Team, wie wir es sind, eigentlich nur gut sein", gab der 44-Jährige zu Protokoll. Überhaupt konnte Shapovalov seiner Lada-Mannschaft nach dem zweiten Rennwochenende als Werksteam nur ein positives Zeugnis ausstellen: "Die Crew arbeitet sehr hart. Wir lernen noch immer viel dazu, weil das alles für uns noch ziemlich neu ist."

"Diesen Lernprozess müssen wir einfach durchlaufen. Ich bin aber schon sehr zufrieden damit, dass wir das Setup richtig hinbekommen haben - letztendlich hat sich das Auto richtig gut angefühlt", meinte Shapovalov abschließend. Dabei sprechen die Zeiten aus der Qualifikation eigentlich mitunter eine andere Sprache: In Curitiba lag Lada in der Quali 2,5 Sekunden zurück, in Puebla waren es 3,5 Sekunden Abstand zur Spitze - dabei präsentierte sich die Truppe in Mexiko deutlich gereifter.

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