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Muller zur Titelverteidigung: "Es wird knifflig werden"

28. Dezember 2008 - 16:08 Uhr

Weltmeister Yvan Muller erwartet 2009 große Gegenwehr, wenn er sich anschickt, seinen Titel zu verteidigen - Unverständnis bei Diesel-Einbremsung

Yvan Muller
SEAT-Fahrer Yvan Muller blickt mit Sorgenfalten auf die kommende Saison
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - SEAT-Pilot Yvan Muller erfüllte sich mit dem Gewinn der Tourenwagen-Weltmeisterschaft WTCC 2008 einen lange gehegten Traum und steht in der kommenden Saison vor der Titelverteidigung. Doch der Automobil-Weltverband FIA hat sich die Turbodiesel der Spanier zur Brust genommen und den Ladedruck für 2009 eingeschränkt, weswegen Muller nicht allzu optimistisch in das neue Jahr geht. Der französische Rennfahrer kann nicht ganz nachvollziehen, warum überhaupt eingegriffen wird.

"Leider hat die FIA den Turbo etwas eingebremst - und ehrlich gesagt halte ich das für nicht ganz normal, denn BMW war meistens schneller unterwegs als wir", sagte Muller gegenüber 'Autosport.com' und merkte an: "Das können wir mit den Sektorzeiten belegen, dennoch werden wir bestraft. Wir haben die Meisterschaft nur gewonnen, weil wir eine richtig solide Teamleistung an den Tag gelegt haben."

"Oftmals war ein BMW in den ersten beiden Streckenabschnitten schneller unterwegs als wir, doch dann hat der Fahrer im dritten Sektor einen Fehler gemacht und wir haben gewonnen. Farfus (Augusto Farfus; Anm. d. Red.) stand oft auf Pole oder war der Schnellste im Warmup, was ziemlich deutlich unterstreicht, dass dieser Wagen das Potential zum Siegen hatte", meinte der frischgebackene Champion.

Yvan Muller vor Augusto Farfus
Weltmeister: Yvan Muller holte sich in Macao den Titel der Tourenwagen-WM
© xpb.cc

"Daher mache ich mir Sorgen - es wird ziemlich hart werden. Sollten die Regeln so bleiben, dann wird es für keinen SEAT-Fahrer einfach sein, auf Titel-Niveau zu fahren", sagte Muller im Hinblick auf 2009, wo SEAT gegen BMW, Chevrolet und Lada antreten wird. "Vielleicht können wir uns im kommenden Jahr noch etwas steigern, aber viel Geld für Testfahrten haben wir nicht. Es wird knifflig werden, allerdings ist vieles möglich."

In einem positiven Licht sah Muller hingegen die beiden anderen großen Änderungen für die neue Saison: 2009 wird ein neues Ballastsystem eingeführt und auch die Qualifikation präsentiert sich im kommenden Jahr in einem anderen Gewand. "Das neue Gewichtssystem ist eine gute Sache", lobte Muller. "Wir müssen einmal abwarten, wie es sich im Renneinsatz bewährt, aber die Idee ist nicht schlecht."

"Manchmal verstehen die Leute nicht, warum ein Pilot am einen Tag auf Pole-Position fahren kann und am zweiten Tag nur als Zwölfter ins Ziel kommt. Es ist daher gut zu wissen, dass der Durchschnitt eines Wagens mehr in den Vordergrund gerückt wird", so der 39-Jährige abschließend. "Die Änderungen in der Qualifikation werden noch zusätzlich für Action sorgen. Das ist also ebenfalls eine prima Entscheidung."

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