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Macau: BMW fährt um's Prestige

13. November 2008 - 15:12 Uhr

Einzig die beiden SEAT-Piloten Yvan Muller und Gabriele Tarquini können noch den WM-Titel gewinnen - BMW kann mehrere Rekorde aufstellen

WTCC in Macau
Wieder einmal entscheidet sich die WM in Macau: Doch BMW holt keinen Titel...
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com/sid) - Wachablösung in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft: Zum ersten Mal nach der offiziell fünften Saison mit diesem Prädikat wird kein BMW-Pilot den Titel holen. Nach dem Italiener Roberto Ravaglia (1987) und dem dreimaligen Champion Andy Priaulx aus Großbritannien (2005 bis 2007) wird 2008 ein Seat-Fahrer zum Champion gekürt. Vor dem Saisonfinale am Sonntag in Macau haben nur noch der Franzose Yvan Muller und der Italiener Gabriele Tarquini (beide SEAT) Chancen auf den Fahrertitel.

Muller hat die deutlich besseren Karten: Mit 100 Punkten liegt er 14 Zähler vor dem ehemaligen Formel-1-Piloten Tarquini. Allerdings war Muller schon im vergangenen Jahr punktgleich mit Priaulx als Spitzenreiter nach Macau gekommen. Ein technischer Defekt hatte dann aber den erhofften Titelgewinn verhindert.

Seat-Sportdirektor Jaime Puig hat freie Fahrt für seine beiden Piloten signalisiert, nachdem feststeht, dass die spanische VW-Tochter in diesem Jahr beide Titel holt. Beim Japan-Gastspielder WTCC in Okayama hatten die Iberer bereits den Herstellertitel gewonnen und dabei Titelverteidiger BMW nach drei Siegen in Folge vom Thron gestoßen.

Für die Münchner geht es auf dem berüchtigten 6,117 Kilometer langen Stadtkurs - wo wie schon in den letzten drei Jahren die WM-Entscheidung erst im Finale fällt - nur noch um's Prestige. Der Brasilianer Augusto Farfus könnte mit einer weiteren Pole Position im BMW 320si den WM-Rekord von sieben Trainingsbestzeiten einstellen.

Priaulx und Jörg Müller, die beide je zehn WM-Siege auf ihrem Konto haben, könnten sich allein an die Spitze der ewigen Bestenliste setzen. Zudem spekulieren Priaulx (67 Punkte), Müller (60) und Farfus (58), die momentan die Gesamtränge fünf bis sieben belegen, noch auf Platz drei in der Endabrechnung.

Während in der Tourenwagen-WM neben Müller noch Ex-DTM-Pilot Franz Engstler in einem privat eingesetzten BMW 320si die deutschen Farben vertritt, ist beim 55. Macau-Grand-Prix der Formel 3 kein deutscher Fahrer am Start: Euroserien-Champion Nico Hülkenberg verzichtet zu Gunsten von GP2-Testfahrten auf einen Start im Spielerparadies.

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