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Priaulx: Furcht kann ich mir nicht leisten

10. August 2008 - 13:00 Uhr

WTCC-Champion Andy Priaulx gibt Einblick in seine Erfolgsgeheimnisse, welche ihn zu einem der besten Tourenwagen-Piloten der Welt machen

Andy Priaulx
Kann Andy Priaulx seinen WTCC-Titel erneut in letzter Sekunde verteidigen?
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Allein die Tatsache, dass Andy Priaulx nach dem EM-Titel 2004 drei Mal in Folge die Weltmeisterschaft gewonnen hat, ist eine einmalige Leistung im Tourenwagensport. Blickt man auf die Art und Weise, wie der Mann von der Kanalinsel Guernsey seine Triumphe errang, wird deutlich: Priaulx ist unter Druck am stärksten.

All seine Titel machte der BMW Team UK Pilot am jeweils letzten Rennwochenende der Saison perfekt. Noch nie hatte Priaux vor dem Finale die alleinige Meisterschaftsführung inne - und doch hatten seine Konkurrenten am Schluss immer das Nachsehen.

"Ich denke, dass die meisten Fahrer bestätigen werden, unter Druck am besten zu sein", so der amtierende Meister. "Ich spreche von dem Druck der anderen Fahrer. Ich möchte sicherstellen, dass ich in jedes Wochenende mit starkem Selbstvertrauen gehen und sicherstellen kann, dass ich aus dem Wagen alles herausholen kann, was möglich ist."

Eine gute Rennvorbereitung ist der halbe Sieg

Das gelingt Priaulx immer wieder wie keinem anderen Piloten. Allerdings kommt diese Nervenstärke nicht von ungefähr. Sie ist das Ergebnis einer akribischen Rennvorbereitung, die der Familienvater betreibt. Er nennt ein Beispiel: "Als wir in Dubai das ETCC-Finale bestritten haben, habe ich in der Sauna trainiert, weil ich wusste, wie heiß diese Rennen werden können."

"Ich bin sicher, dass mir das geholfen hat, mit den Bedingungen zurecht zu kommen, aber es verschaffte mir auch einen mentalen Vorteil gegenüber meinen Konkurrenten, nachdem ich wusste, dass sie es nicht so weit getrieben haben." Mit dieser Einstellung holte er in der Wüste noch einen Rückstand von zwölf Punkten auf und wurde Europameister.

Priaulx ist jedoch nicht nur resistent gegen das bei anderen Piloten gefürchtete "Nervenflattern", sondern eben auch ein begnadeter Rennfahrer. Beim WM-Finale 2005 und 2006 stellte er auf dem "Guia Circuit" von Macau - einem der anspruchsvollsten Stadtkurse der Welt - schon mit dem Gewinn der Pole-Position die Weichen auf Sieg. In der vergangenen Saison blieb er im letzten Rennen einmal mehr fehlerlos und fuhr einen Start-Ziel-Sieg sowie seinen dritten WM-Titel ein.

"Als Rennfahrer kannst du es dir nicht leisten, dass es irgendwas in diesem Sport gibt, was du fürchten musst", bringt es Priaulx auf den Punkt. Dieses Motto hat ihn zu einem der erfolgreichsten Tourenwagen-Fahrer aller Zeiten gemacht.

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