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VW-Dominanz in der WRX: Mit Kanonen auf Spatzen

Die Superstars der WRX-Szene rennen der Dominanz von Volkswagen hinterher: Die Gründe für Kristofferssons Siegesserie - Geht das VW-Werks-Engagement zu weit?

(Motorsport-Total.com) - Auch fernab ihrer Heimat wollten die Superstars der Szene, Titelverteidiger Mattias Ekström, und Rallye-Rekord-Weltmeister Sebastien Loeb öffentlich keine Kritik üben. Ihnen war aber in Trois-Rivieres deutlich anzusehen, dass sie mit dem Ist-Zustand in der Rallycross-Weltmeisterschaft (WRX) alles andere als zufrieden sind.

Johan Kristoffersson, Petter Solberg

Zwei VW Polo WRX, dahinter der Rest: Die Wolfsburger dominieren derzeit Zoom

Hintergrund dieser Tatsache ist die erdrückende Überlegenheit der beiden VW-Piloten Johan Kristoffersson (4 Siege) und Petter Solberg (1) in den letzten fünf WM-Läufen, in denen das werksunterstützte Team PSRX Volkswagen Schweden zudem zwei Doppelsiege feierte. Zuvor hatte Titelverteidiger Mattias Ekström mit seinem privat eingesetzten EKS-Audi S1 die ersten drei WRX-Läufe gewonnen.

Davon kann Loeb nur träumen. Ein zweiter und zuletzt drei dritte Plätze mit dem Peugeot 208 in Folge sind nicht der Anspruch des erfolgsverwöhnten Franzosen, dem eine Rückkehr in die Rallye-WM mit seinem langjährigen Arbeitgeber Citroen nachgesagt wird.

Fakt ist: Ekström und Loeb haben momentan keine Chance gegen die VW-Armada, was sich auch in Zahlen ausdrückt: In der Tabelle haben sie auf den Rängen drei und vier bereits 53 beziehungsweise 67 Punkte Rückstand auf Kristoffersson. Zwischen ihnen liegt noch Solberg. Für Ekström und Loeb steht fest: Wir kämpfen um den "best of the rest". Will heißen: Maximal Platz drei in der Endabrechnung!

R5-Reglement als möglicher Rettungsanker

Aber was sind die Gründe für die VW-Dominanz? Hört man sich im Fahrerlager um, heißt es: "Die (Volkswagen; Anm. d. Red.) schießen mit Kanonen auf Spatzen!" Angeblich verfügt das VW-Team über materielle und finanzielle Ressourcen im zweistelligen Millionenbereich, die allen anderen bei weitem nicht zur Verfügung stehen.

Mattias Ekström

Kann mit seinem schnellen Audi EKS S1 nicht mehr mithalten: Mattias Ekström Zoom

Ekström erklärt vielsagend: "Ein anderer Hersteller hat eine neue Messlatte gelegt. Diese Basis hat hier kein anderer!" Was der Audi-Werksfahrer damit meint ist klar: VW kann nach dem Ausstieg aus der Rallye-WM aus dem Vollen schöpfen - sowohl materiell wie auch personell.

Deshalb fordert auch Privatier Timo Scheider (MJP Racing Team Austria) ein Umdenken: "Ich habe mit den Chefs von IMG (Promoter der WRX; Anm. d. Red.) gesprochen und ihnen gesagt, wie groß die Gefahr ist, wenn ein Hersteller sich hier richtig engagiert." Damit mein Scheider den VW-Auftritt in der WRX, "über den man sich Gedanken machen muss". Dieser könnte andere interessierte Hersteller, die es nach Informationen von 'Motorsport-Total.com' in der Tat gibt, abschrecken.

Scheider hofft wie viele andere im WRX-Fahrerlager darauf, dass die Verantwortlichen mit einem neuen technisches Reglement und einem kostengünstigeren Auto wie beispielsweise der R5-Version ein Zeichen setzen. Den in aller Munde gehandelten R5 haben praktisch alle interessierten Hersteller, die sich mit der WRC und/oder der WRX beschäftigen, im Programm. Auch Ekström könnte sich mit dieser Idee anfreunden: "Das wäre der richtige Weg", meint der "alte" aber immer noch sehr schnelle Schwede, für den in knapp 14 Tagen im holländischen Seebad Zandvoort schon die nächste Herausforderung wartet: Die Tabellenführung in der DTM zu verteidigen oder bestenfalls sogar auszubauen.

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