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Nach Ausstieg von Ford: Bakkerud vor ungewisser Zukunft

Der Rückzug des Ford-Teams rund um Ken Block lässt Andreas Bakkerud in der Luft hängen - Der Norweger sieht seine Mission in der Rallycross-WM als nicht erledigt

(Motorsport-Total.com) - Das komplette Teilnehmerfeld für die Rallycross-Weltmeisterschaft 2018 ist noch unklar. Fest steht, dass das Hoonigan Ford-Team nicht mehr dabei sein wird. Anfang Oktober gab Ken Block den Ausstieg mit Saisonende bekannt. Zwei Jahre traten der US-Amerikaner und Andreas Bakkerud mit einem von M-Sport entwickelten Ford Focus RS an. Als Grund wurde genannt, dass sich die technische Zukunft der Serie "nicht klar abzeichnet".

Andreas Bakkerud

Andreas Bakkerud gewann 2016 dreimal und blieb 2017 ohne Sieg

Bakkerud konnte 2016 noch drei Siege holen, aber 2017 blieb der Erfolg aus. Zu übermächtig war die Konkurrenz von Volkswagen. "Ich begann die Saison und wollte um den WM-Titel kämpfen", wird der Norweger vom 'MotorsportMagazine' zitiert. "Aber ich habe rasch verstanden, dass wir die Pace nicht haben." Schließlich beendete Bakkerud die Saison auf dem sechsten WM-Platz, Block wurde Neunter. In der Teamwertung belegte Ford Rang vier.

Sechsmal schaffte es Bakkerud ins Finale. In Norwegen und Schweden wurde er Zweiter, während er in Barcelona und Großbritannien als Dritter auf dem Podium jubeln durfte. "Es war eine sieglose Saison", seufzt Bakkerud. "Ich habe es auch mit Go-Karts, Rallyes und sogar Buggies in Wales probiert. Das macht es noch schmerzhafter." Block schaffte es in der WRX-Saison kein einziges Mal in das große Finale und begeisterte abseits mit seinen Gymkhana-Videos.


WRX Kapstadt: Das komplette Finale

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Bei M-Sport und Ford Performance werden durch den Rallycross-Rückzug Kapazitäten frei. Laut Malcolm Wilson soll Ford Performance Amerika künftig das WRC-Projekt stärker unterstützen. Die Rallycross-WM verliert dennoch eine wichtige Marke. Offen ist unter anderem auch noch, wie es mit dem Audi-Team von Mattias Ekström weitergeht. Bisher sind für 2018 von den Topteams nur Volkswagen und Peugeot bestätigt.

Ob Bakkerud im kommenden Jahr bei einem anderen WRX-Rennstall unterkommt, ist derzeit ebenfalls noch ungewiss. Auch ein Wechsel in die Rallye-Szene ist nicht ausgeschlossen. Schon in diesem Jahr bestritt Bakkerud zwei Läufe der norwegischen Meisterschaft mit einem Ford Fiesta R2. "Die WRC2 ist billiger als ein mittelmäßiges WRX-Auto", so Bakkerud. "Wenn ich in der WRX nicht in einem Topteam fahren kann, dann würde ich mich umsehen und versuchen, ein besserer Fahrer zu werden."

Sein Traum bleibt aber die Rallycross-Weltmeisterschaft. Mit seinen drei Siegen 2016 zeigte Bakkerud, dass er das Zeug zum Spitzenfahrer hat. "Ich möchte diesen Titel gewinnen, das ist mein Ziel. Ich habe Rallycross immer geliebt und habe das Gefühl, dass ich unerledigte Aufgaben in diesem Sport habe." Die WRX-Saison 2018 beginnt am 15. April mit dem Auftakt in Barcelona. Somit haben die Teams noch etwas Zeit, ihre Pläne zu finalisieren.

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