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Argentinien: Großer Optimismus bei Ford

Ford vor der Rallye Argentinien: Petter Solberg hofft auf einen Doppelsieg, der Technikchef ist optimistisch - nur Dani Sordo bleibt zurückhaltend

(Motorsport-Total.com) - Im Qualifying belegte Petter Solberg nur den vierten Platz, 3,6 Sekunden hinter Spitzenreiter Sebastien Loeb und zwei Sekunden hinter seinem Interims-Teamkollegen Dani Sordo. Doch der Norweger war bei rutschigen Bedingungen auf den falschen Reifen und glaubt daher, dass Ford bei der Rallye Argentinien Citroen gefährlich werden kann.

Petter Solberg

Petter Solberg glaubt, dass Ford in Argentinien einen Doppelsieg feiern kann

"Wir können sie schlagen. Ich weiß, dass wir das können", sagt Solberg, der bei der Rallye Portugal drauf und dran war, seinen ersten WM-Sieg seit sieben Jahren zu feiern, ehe er unter schwierigen Verhältnissen von der Strecke rutschte. Trotzdem: "Ich spüre das Selbstvertrauen im Team - und das Auto funktioniert einfach unglaublich. Das ist ein sehr, sehr schnelles Rallye-Auto, glaubt mir. Wir wollen am Sonntag mit beiden Autos auf dem Podium stehen, und zwar auf den Plätzen eins und zwei."

Große Töne spuckt aber nicht nur Solberg, sondern auch Ford-Technikchef Christian Loriaux strahlt derzeit Optimismus aus. Geholfen hat einerseits die Arbeit in der Klimakammer in Dunton, wo die Motoreneinstellungen verfeinert werden konnten, andererseits aber auch das Feintuning des Setups. So fährt Ford seit der Rallye Portugal eine neue Getriebeübersetzung. "Wir haben einen längeren ersten und einen kürzeren sechsten Gang", erklärt Loriaux gegenüber 'Autosport'.

"Der erste Gang war zu kurz, sodass wir ihn fast nie verwendeten. Auf Schotter hatten wir de facto nur ein Fünfgang-Getriebe", fährt er fort. "Mit dem alten Auto, das eine sehr flache Leistungskurve hatte, war das okay, aber das jetzt ist die Kurve nicht mehr so flach. Je mehr Gänge du hast, desto schneller bist du also. Die neue Getriebeübersetzung ist ein guter Schritt nach vorne. Das gibt uns Selbstvertrauen."


Fotos: Ford, WRC: Rallye Portugal


Eliminiert sein dürften auch die Fehlzündungen, die in Portugal bei einigen Autos auftraten. Loriaux ist optimistisch, dem auf den Grund gegangen zu sein, will sich aber noch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen: "Viele hatten Fehlzündungen. Wir glauben, dass wir das jetzt verstehen, aber ich werde den Tag nicht vor dem Abend loben."

Zurückhaltend bleibt indes Dani Sordo, der dieses Wochenende für den verletzten Jari-Matti Latvala einspringt. "Das ist ein Risiko für Malcolm (Wilson, Chef von M-Sport; Anm. d. Red.)", findet der Spanier. "Ich habe nur einen Tag getestet und fahre hier gleich eine sehr schwierige Rallye. Das ist selbst für mich ein bisschen verrückt, aber es kam natürlich gar nicht in Frage, Malcolm abzusagen."

"Ich gebe mein Bestes und will keine Fehler machen", sagt Sordo. "Was den Speed angeht, werde ich mein Bestes geben. Es wird aber schwierig, es mit Mikko und Petter aufzunehmen, denn die kennen ihre Autos. Wenn ich im Mini sitze, bin ich eins mit dem Auto - das fällt mir leicht. Aber beim Ford muss ich über alles nachdenken, zum Beispiel wenn ich beim Losfahren den Knopf drücken muss oder so."

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