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WEC baut um: Neuer Technikchef soll kommen

Die FIA hat Bernard Niclot von seinen WEC-Aufgaben als Technikchef befreit - Ex-Ferrari-Motorenchef Gilles Simon soll sein Nachfolger werden

(Motorsport-Total.com) - Vor dem Hintergrund des Herstellerschwundes in der LMP1-Klasse der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) gibt es nun auch personelle Veränderungen. Die FIA hat den WEC-Technikchef Bernard Niclot von seinen Aufgaben entbunden. Der Franzose, der die Technikabteilung des Automobil-Weltverbandes verantwortet, gilt als einer der Erfinder der Equivalence-of-Technology (EoT) - also der Grundlage des LMP1-Wettbewerbs mit unterschiedlichen Antriebsarten (Diesel/Benziner).

Die WEC wird bald einen neuen Technikchef von der FIA bekommen Zoom

Niclot war offenbar bereits 2016 mit einigen GTE-Pro-Herstellern aus der WEC aneinander geraten. Der FIA-Technikchef wollte an der klassischen Balance-of-Performance (BoP) festhalten. Die Werke hingegen forderten für die WEC ein automatisiertes System nach Vorbild aus der amerikanischen IMSA-Serie. Die Hersteller setzten sich mit ihrem Wunsch durch. Seit 2017 gibt es in der Szene eine automatisierte BoP. Ausnahme bildet das Rennen in Le Mans, wo immer noch klassisch eingestuft wird.

Niclot stolperte nun wohl über das LMP1-Reglement 2020, das er federführend mitgestaltet hatte. Bei der Vorstellung der Eckdaten des neuen Regelwerkes im Juni in Le Mans wurde der Öffentlichkeit der Schritt zu einem Plug-in-Hybrid als wegweisend verkauft. Die Realität sieht nun jedoch anders aus. Kein einziger Hersteller hatte tatsächliches Interesse an einem solchen Reglement. Man verwarf die Pläne vor dem Hintergrund des bevorstehenden Porsche-Ausstiegs wieder.

Neuer starker Mann der Technikabteilung der FIA soll Gerüchten zufolge Gilles Simon werden. Der Franzose, einst Motorenchef des Formel-1-Teams Ferrari und bis vor wenigen Monaten externer Berater im Honda-Programm in der Königsklasse, wird wohl an alte Wirkungsstätte zurückkehren. Der gebürtige Marokkaner gilt als enger Vertrauter von FIA-Präsident Jean Todt, mit dem er bei Ferrari und Peugeot zusammenarbeitete. Simon war bereits von 2009 bis 2011 bei der FIA engagiert.

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