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WEC in Shanghai: Toyota vor China-Herausforderung

01. November 2017 - 19:15 Uhr

Mit dem High-Downforce-Paket will Toyota nach dem Heimsieg in Japan nachlegen und auch bei den 6 Stunden von Schanghai in China triumphieren

Mike Conway, Kamui Kobayashi, Jose-Maria Lopez, Anthony Davidson, Kazuki Nakajima
Toyota gelang zuletzt ein Doppelerfolg in Fuji - was geht in Schanghai gegen Porsche?
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Nach dem Doppelerfolg beim Heimrennen auf dem Fuji Speedway und dem dritten Saisonsieg in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) 2017 reist Toyota gut gestimmt zur vorletzten Saisonstation, den 6 Stunden von Schanghai am kommenden Wochenende.

Sebastien Buemi, Anthony Davidson und Kazuki Nakajima zielen mit dem TS050 Hybrid mit der Startnummer 8 darauf ab, mit einem Wiederholungserfolg an ihren Fuji-Sieg anzuknüpfen. Indes wollen Mike Conway, Kamui Kobayashi und Jose Maria Lopez im TS050 Hybrid mit der Startnummer 7 endlich ihren ersten gemeinsamen Sieg herausfahren.

Für Lopez ist der Shanghai International Circuit ausnahmsweise kein fremdes Geläuf, denn es ist eine der wenigen Strecken im WEC-Kalender 2017, die der Argentinier nicht nur kennt, sondern worauf er bereits Erfolge feiern konnte. Bei sechs Starts Tourenwagen Weltmeisterschaft (WTCC) siegte er dort bereits drei Mal.

High-Downforce-Paket soll es richten

Die Rennstrecke liegt vierzig Kilometer vom Stadtzentrum Schanghais entfernt und zeichnet sich durch lange Geraden und eine Vielzahl unterschiedlichster Kurvenführungen aus. Zwei langsame Spitzkehren zu Anfang und Ende der Runde rahmen flotte Kurvenabfolgen im mittleren Segment ein.

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Um für diese Anforderungen gerüstet zu sein, treten die beiden Toyota TS050 Hybrid aerodynamisch erneut in der Maximalabtrieb-Variante an, die am Freitag ihr Feintuning für die spezifischen Anforderungen dieser mit 16 Kurven gespickten Rennstrecke erhalten werden.

Zwei Siege hat Toyota bereits bei früheren Gastspielen in Schanghai erkämpft, nämlich in der Debütsaison der WEC 2012 und auch auf dem Weg zum Weltmeistertitel 2014. Im Vorjahr errang das Team mit beiden Autos Podiumsplätze.

In beiden Wertungen der WEC 2017 ist die Titelvergabe rein rechnerisch noch offen. Doch mit einem Punkterückstand von 58,5 Zählern in der Herstellerwertung und deren 39 für Buemi/Nakajima in der Fahrerwertung, ist ein echter Titelkampf über das kommende Rennwochenende hinaus eher unwahrscheinlich.

Andererseits war der 5,451 Kilometer lange Shanghai International Circuit schon immer ein gutes Pflaster für das Toyota-Team, das durch den Erfolg in Fuji gestärkt mit entsprechendem Siegeshunger in China antreten wird und ebensolche Ambitionen auch für das Saisonfinale in Bahrain (18. November) hegt.

Die Toyota-Stimmen vor den 6 Stunden von Schanghai:

Mike Conway (#7 Toyota): "Ich mag die Strecke in Schanghai und freue mich darauf dort wieder zu fahren. Die Streckenführung verlangt unseren Autos und den Reifen eine Menge ab, also hoffe ich, dass uns eine gute Feinabstimmung gelingt. Das wird unser Ziel für die freien Trainings sein. Uns bleiben in der Saison 2017 nur noch zwei Läufe, das sind hoffentlich zwei Chancen auf Siege."

Kamui Kobayashi (#7 Toyota): "Schanghai ist normalerweise eine Strecke, die uns liegt und wir hätten dort auch im Vorjahr gewinnen können. Trotz zweier Reifenschäden wurden wir am Ende noch Zweite, also hoffe ich, dass wir dieses Mal erneut so gut aufgestellt sein werden und wieder um den Sieg fahren können. Ich mag die Piste von Schanghai, weil die Streckenführung ziemlich knifflig ist und hier Erfolg zu haben einem wie eine Belohnung vorkommt. Ich denke es wird ein spannendes Rennen werden und ich hoffe am Ende erneut auf dem Podium zu stehen."

Jose Maria Lopez (#7 Toyota): "Natürlich freue ich mich nach diesem tollen Wochenende in Fuji auf Schanghai. Ich hoffe vor allem auf gutes Wetter, damit ich Gelegenheit bekomme auf trockener Strecke zu fahren. Ich habe in Schanghai drei Mal in meiner Zeit in der WTCC gewonnen, also kommt mir die Streckenkenntnis gelegen, man kommt schneller zurecht und ist eher vorbereitet. Wir werden versuchen konkurrenzfähig anzutreten, damit wir um den Sieg kämpfen können."

Sebastien Buemi (#8 Toyota): "Ich mag die Strecke von Schanghai und nach dem Sieg in Fuji werden wir definitiv Druck machen, um ein weiteres starkes Ergebnis zu erkämpfen. Mit China verbinde ich gute Erinnerungen, denn 2014 siegte ich hier bereits und ich kann es kaum erwarten diesen Erfolg dieses Jahr zu wiederholen. Die Strecke weist eine großartige Kombination an Kurven auf und ich bin zuversichtlich, dass die Strecke unserem TS050 Hybrid liegen wird."

Anthony Davidson (#8 Toyota): "Ich liebe die Anforderungen, die der Shanghai International Circuit an uns Fahrer stellt. Es ist eine anspruchsvolle Strecke, eine echte Herausforderung, daher ist eine gute Abstimmung des Autos sehr wichtig. Nach den schwierigen Bedingungen in Fuji hoffe ich dieses Mal auf ein trockenes Rennen. So oder so freue ich mich darauf, wieder gegen unsere Konkurrenten anzutreten."

Kazuki Nakajima (#8 Toyota): "Nach dem Doppelsieg in Fuji reisen wir alle mit einer sehr positiven Einstellung nach China, entschlossen erneut um den Sieg zu kämpfen. Unser Team war für gewöhnlich recht stark in Schanghai, also bin ich recht optimistisch. Es wird erneut recht schwierig gegen Porsche werden, aber das gesamte Team ist hochmotiviert die Saison mit weiteren Siegen abzuschließen."

Hisatake Murata (Toyota-Teampräsident): "Das gesamte Team gibt für dieses Rennen noch einmal richtig Gas. Da Porsche die LMP1-Aktivitäten zu Ende der Saison einstellt, bleiben uns nur noch zwei Rennen, um uns mit diesem starken Widersacher zu messen. Bislang haben wir drei Saisonsiege errungen, Porsche dagegen deren vier. Auch wenn es sehr schwierig werden wird, den Titelkampf offen zu halten, unser Ziel lautet weitere Rennen zu gewinnen. Wir möchten den WEC-Fans in Schanghai einen spannenden Kampf zwischen Toyota und Porsche bieten. Darauf freue ich mich bereits."

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