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LMP2-Vorschau Bahrain: Jackie Chan holt zum Schlag aus

14. November 2017 - 11:38 Uhr

Vorschau auf das Finale: Rebellion gegen Jackie Chan und Alpine mit geringen Außenseiterchancen - Wer holt sich die LMP2-Meisterschaft in der WEC 2017?

Julien Canal, Bruno Senna
Rebellion will den hauchdünnen Vorsprung in Bahrain ins Ziel bringen
© LAT

(Motorsport-Total.com) - Während es im LMP1-Duell zwischen Porsche und Toyota nur noch darum geht, welcher Hersteller die WEC-Saison 2017 mti den meisten Rennsiegen abschließt, geht es in allen anderen Klassen noch um die Wurst. In der LMP2-Kategorie kommt es zum großen Duell im Finale des Jahres: Bruno Senna und Julien Canal (Rebellion) wollen ihren hauchdünnen Vorsprung von vier Punkten im 6-Stunden-Rennen von Bahrain gegen Ho-Pin Tung, Oliver Jarvis und Thomas Laurent (Jackie Chan DC) verteidigen.

"Dass wir mit vier Punkten Vorsprung zum Finale kommen, ist viel besser als das, was wir vor dem vergangenen Rennen in Schanghai hätten erwarten dürfen", meint Bruno Senna, der gemeinsam mit Julien Canal und Nicolas Prost in China gesiegt hatte, während die Konkurrenz im Oreca-Gibson mit der Startnummer 38 nur auf Rang vier einlief. "Der Kampf ist noch nicht vorbei", mahnt der Neffe des unvergessenen Ayrton Senna. "Wir müssen in Bahrain 110 Prozent geben!"

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In der LMP2-Klasse, in der jede Fahrercrew mindestens einen Fahrer der Kategorie Silber oder Bronze enthalten muss, ist die Qualität der Amateure oftmals der entscheidende Faktor. Im Duell der beiden Topautos der diesjährigen Meisterschaft ist dies anders. Rebellion-Pilot Canal gilt als solider Prototypenpilot, die Konkurrenz von Jackie Chan hat mit Thomas Laurent den wohl besten Amateur des Jahres hervorgezaubert. Der junge Franzose dürfte 2018 in die Gold-Ränge aufsteigen.

Fahrerkader im Titelkampf entscheidend?

Warum liegt dennoch Rebellion vor der "Mighty #38"? Weil im Auto der Chinesen in Ho-Pin Tung ein Pilot agiert, der das Topniveau seines Kollegen Oliver Jarvis und der namhaften Rebellion-Profis Prost und Senna selten erreicht. "Wir müssen weite ran uns und dem Auto arbeiten", sagt Canal. "Wir wollen unbedingt auch in Bahrain die höchste Stufe des Podiums erklimmen. Dieses Rennen wird die Entscheidung bringen. Wir geben alles und wollen den Sieg!" Prost liegt in der Fahrerwertung hinter seinen Kollegen aus dem Rebellion-Oreca #31, weil er das Rennen am Nürburgring auslassen musste.

Rein technisch starten die beiden Autos unter exakt gleichen Voraussetzungen in das Finale. Rebellion und die Mannschaft von Jackie Chan DC Racing setzen wie alle anderen Konkurrenten auf das Oreca-Chassis, das vom Einheitsantrieb von Gibson angeschoben wird. Eine Frage wie in anderen Klassen, wo die Strecke von Bahrain dem einen Auto mehr, dem anderen weniger entgegenkommt, stellt sich in der LMP2-Kategorie nicht. Alles hängt von fahrerischen Leistungen und der Teamarbeit ab.

"Alle sind hoch motiviert. Wir wollen unsere Kollegen im Schwesterauto unterstützen und die Saison mit einem tollen Knaller beenden", meint David Heinemeier Hansson, der den Rebellion mit der Startnummer 13 gemeinsam mit Mathias Beche und Nelson Piquet jun. bewegen wird. "Für uns ist es ganz einfach", meint Ho-Pin Tung. "Wir müssen gewinnen. Wir haben alles parat, um dies zu schaffen." Teamchef Remy Brouard fügt an: "Wenn wir siegen, sind wir Meister - da muss man nicht groß rechnen."

Titelverteidiger sind die großen Außenseiter

Beide Toptautos der LMP2-Klasse konnten im bisherigen Verlauf der Saison 2017 jeweils drei Rennsiege verbuchen. Einen solchen Erfolg konnten die noch amtierenden Champions von Alpine nur ein einziges Mal (in Austin) feiern. Dennoch haben die Franzosen noch rein rechnerische Chancen auf die Titelverteidigung. Das Auto mit der Startnummer 36 hat 23 Punkte Rückstand auf den Rebellion #31. Ein Triumph in der Teamwertung - und für Pilot Gustavo Menezes - ist nur dann denkbar, wenn die beiden Favoriten gar nicht in die Wertung kommen.

"Wir müssen den Sieg holen, alles andere hilft uns überhaupt nicht mehr", so Alpine-Rennchef Bernard Olivier. "Wir haben noch eine Chance, auch wenn es nur eine minimal kleine ist", sagt Teamchef Philippe Sinault. "Ein Sieg von uns allein reicht nicht, denn wir müssen zudem darauf hoffen, dass unsere Gegner heftige Rückschläge erleiden. Was den anderen passiert, können wir nicht beeinflussen. Wir können nur von uns selbst alles abverlangen, damit wir mit dem Fallen der Zielflagge nichts bereuen müssen."

Gustavo Menezes hat im Finale 2017 starke Kollegen an seiner Seite. Nicolas Lapierre ist im Le-Mans-Prototypen einer der Besten, der Brasilianer Andre Negrao zählt zu den guten Amateuren im Feld. Alpine hat jedoch nicht nur den Nachteil des erheblichen Punktrückstandes, sondern geht als einzige Mannschaft mit nur einem Auto in den entscheidenden Wettbewerb. Rebellion und Jackie Chan haben jeweils zwei Oreca-Gibson im Rennen - ein wichtiger taktischer und sportlicher Vorteil.

Im Schatten der drei Teams, die noch um die Titel in der LMP2-Klasse kämpfen, wollen die anderen Mannschaften einen möglichst versöhnlichen Abschluss einer schwierigen Saison erleben. Manor wartet vor dem Aufstieg in die LMP1-Klasse zur "Super-Saison" 2018/19 noch auf den ersten Sieg. G-Drive, die in Spa-Francorchamps triumphieren konnten, ist derzeit instabil. In Loic Duval kommt schon wieder ein neuer Pilot beim bevorstehenden Rennen zum Einsatz. TDS war in diesem Jahr oftmals weit weg von der Konkurrenz.

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