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WEC Fuji: Doppeltes Podium für das GT-Team von Porsche

15. Oktober 2017 - 13:08 Uhr

Nach den Plätzen zwei und drei in der GTE-Pro blickt Porsche zufrieden auf das WEC-Rennen in Fuji zurück: Lietz/Makowiecki weiter im Titelrennen

Frederic Makowiecki
Frederic Makowiecki und Richard Lietz wurden Zweite in der GTE-Pro
© LAT

(Motorsport-Total.com) - Beim 6-Stunden-Rennen auf dem Fuji Speedway in Japan hat das Porsche-GT-Team mit seinen Porsche 911 RSR unter schwierigsten Witterungsbedingungen ein doppeltes Podium geholt. Bei Regen und Nebel sicherten sich Richard Lietz und Frederic Makowiecki am Sonntag auf der 4,563 Kilometer langen Traditionsrennstrecke am Fuße des Mount Fuji nach langer Führung den zweiten Platz in der am stärksten besetzten Klasse GTE-Pro.

Damit verbesserten sie ihre Titelchancen in der GT-Fahrer-Weltmeisterschaft, wo sie vor den letzten Saisonrennen in Schanghai und Bahrain mit nur noch fünf Punkten Rückstand auf die Spitzenreiter weiter auf dem zweiten Platz liegen. Ihre Teamkollegen Michael Christensen und Kevin Estre, die durch eine unverschuldete Kollision um den möglichen ersten Sieg für den neuen 911 RSR in der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC gebracht wurden, kamen als Dritte ins Ziel.

Stimmen zum Rennen:

Alex Stehlig (Projektmanager WEC): "Das waren heute sehr schwierige Bedingungen. Die vielen Safety-Car-Phasen und roten Flaggen machten es den Ingenieuren sehr schwer, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Doch das Team hat hervorragend gearbeitet, hat jede dieser Unterbrechungen richtig interpretiert."

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"Es war bitter, dass unsere führende Nummer 92 durch einen bereits überrundeten Konkurrenten um den möglichen Sieg gebracht wurde. Die Nummer 91 fuhr ein solides Rennen, hatte aber direkt nach dem Re-Start kurzzeitig nicht die Pace, um vor dem Ferrari bleiben zu können. Die Plätze zwei und drei sind trotz allem ein gutes Ergebnis. Wir waren das ganze Wochenende über unter den Schnellsten. Schade, dass es nicht zum ersten Sieg in der Weltmeisterschaft gereicht hat."

Richard Lietz: "Wir hatten an diesem Wochenende ein hervorragendes Auto. Im Qualifying haben wir die Pole geholt, und auch im Rennen war unser 911 RSR sehr schnell. Unser Team hatte für jede Situation die richtige Strategie. Ganz egal, ob Safety-Car oder Full-Course-Yellow - alle haben immer kühlen Kopf bewahrt und die richtigen Entscheidungen getroffen. Durch die von den vorne fahrenden Prototypen aufgewirbelte Gischt konnte man manchmal kaum etwas sehen, das war, als würde man durch eine Wand fahren."

"Dazu kam das viele Wasser, das locker ausgereicht hätte, um auf der Strecke die Seepferdchenprüfung zu absolvieren. Doch unser 911 RSR war wirklich unter allen Bedingungen gut unterwegs. Wir sind weiter Zweiter in der Meisterschaft. Im Titelrennen ist noch alles offen. Jetzt werden wir alles tun, um auch in Schanghai gut zu punkten."

Frederic Makowiecki: "Ich habe das Auto während einer Safety-Car-Phase übernommen. Der Re-Start war etwas schwierig, doch ich konnte einen Ferrari überholen und war damit wieder Zweiter. Als unsere in Führung liegende Nummer 92 in eine Kollision verwickelt wurde, übernahm ich die Spitze. Wir hatten eine gute Pace und konnten uns sogar etwas von unseren Verfolgern absetzen, doch dann fehlte uns der Grip auf der Vorderachse, was sich negativ auf die Performance auswirkte. Das war heute ein sehr schwieriges Rennen, doch unser Team hat durchweg die richtigen Entscheidungen getroffen."

Michael Christensen: "Das war ein hartes Rennen. Da ist viel passiert, mit dem man nicht rechnen konnte. Auch das Wetter hat in Fuji mal wieder verrückt gespielt. Mein erster Stint war nicht perfekt. Wir haben dann für den zweiten Stint den Luftdruck unserer Regenreifen optimiert. Fortan hatten wir das schnellste Auto auf der Strecke und konnten die Führung übernehmen. Ohne die Kollision hätten wir gewinnen können. Doch auch mit dem doppelten Podium für Porsche können wir in diesem schwierigen Rennen zufrieden sein."

Kevin Estre: "So lange musste ich noch in keinem Rennen auf meinen Einsatz warten. Als ich nach über drei Stunden endlich zum Fahren kam, konnte ich beim Re-Start nach einer Safety-Car-Phase gleich zwei Prototypen überholen und mich dadurch etwas von meinen Verfolgern absetzen. Nach einem weiteren Re-Start habe ich den vor mir fahrenden Ford überholt, der eine Runde zurück lag. Er hat dann in der nächsten Kurve offensichtlich den Bremspunkt verpasst und ist mir ins Auto gefahren. Ich habe mich gedreht und musste danach mit einem vorne und hinten lädierten 911 RSR weiterfahren. Das wurde zum Ende hin immer schwieriger. Ich bin froh, dass ich meinen dritten Platz bis ins Ziel verteidigen konnte."

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