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WEC Fuji 2017: Porsche 911 RSR erstmals in Asien

10. Oktober 2017 - 21:16 Uhr

In der GTE-Pro- und der GTE-Am-Klasse der WEC greift Porsche beim 6-Stunden-Rennen in Fuji nach Top-Ergebnissen

Frederic Makowiecki, Michael Christensen, Kevin Estre
Lietz/Makowiecki und Christensen/Estre greifen in der GTE-Pro an
© Porsche

(Motorsport-Total.com) - Mit zwei Porsche 911 RSR startet das Porsche-GT-Team am 15. Oktober auf dem Fuji Speedway in Japan zum siebten Saisonrennen der Sportwagen-Weltmeisterschaft (WEC). Der Porsche 911 RSR wurde in Weissach für die Saison 2017 komplett neu entwickelt und trifft auf der Traditionsrennstrecke am Fuße des Mount Fuji in der Klasse GTE-Pro auf so starke Konkurrenten wie Aston Martin, Ferrari und Ford.

Der Kampf um die Weltmeisterschaft, bei dem Porsche mit Richard Lietz (Österreich) und Frédéric Makowiecki (Frankreich) als Zweite der Fahrerwertung aussichtsreich im Titelrennen liegt, ist in dieser Kategorie besonders eng. Dafür sorgt die Anpassungsregel Balance of Performance, die Fahrzeuge unterschiedlicher Konzepte auf dasselbe Performanceniveau bringen und damit für ausgeglichene und entsprechend enge Rennen sorgen soll. Nicht weniger spannend ist der Titelkampf in der Klasse GTE-Am. Die Porsche-Kundenteams Dempsey Proton Racing und Gulf Racing setzen in dieser Kategorie mit Erfolg zwei 911 RSR des Modelljahres 2015 ein.

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Auf dem Fuji Speedway haben Sportwagenrennen eine große Tradition. Die Fans im Land der aufgehenden Sonne sind ein fachkundiges und vor allem begeisterungsfähiges Publikum. Die anspruchsvolle Rennstrecke, auf der viele Jahre auch die Formel 1 zu Gast war, hat 16 Kurven und liegt landschaftlich reizvoll in Omaya vor der Postkartenkulisse des Mount Fuji. Schon bei den legendären 1.000-Kilometer-Rennen in den 1980er-Jahren feierte Porsche in Fuji große Sportwagenerfolge.

Das Porsche-GT-Team will in Fuji mit dem Einsatz von vier Werksfahrern seine Titelchancen wahren. Dabei wechseln sich Richard Lietz und Frédéric Makowiecki im 911 RSR mit der Startnummer 91 ab. Ihre Teamkollegen Michael Christensen (Dänemark) und Kévin Estre (Frankreich), die zuletzt in Austin als Zweite ihr bisher bestes Saisonergebnis eingefahren haben, treten im 911 RSR mit der Startnummer 92 an.

In der Klasse GTE-Am sind zwei Porsche-Kundenteams mit dem 911 RSR des Modelljahres 2015 am Start: Für Dempsey Proton Racing (Startnummer 77) fahren Porsche Young Professional Matteo Cairoli (Italien) sowie Christian Ried (Deutschland) und Marvin Dienst (Deutschland). Nach Siegen auf dem Nürburgring und in Mexiko-Stadt sind sie aktuell Zweite in der FIA Endurance Trophy. Die Briten Ben Barker und Michael Wainwright teilen sich mit Nick Foster (Australien) den 911 RSR von Gulf Racing.

Die Porsche-Stimmen vor dem Rennen:

Richard Lietz (911 RSR #91): "Fuji ist eines der Rennen, das ich am liebsten fahre. Das liegt nicht nur an der tollen Strecke, sondern auch an der Faszination dieses Landes. Ich liebe Japan. In Fuji haben wir in den letzten Jahren viele enge Rennen erlebt. Ich hoffe, dass wir nach unserem Pech in Austin diesmal wieder um ein Podium kämpfen können."

Frédéric Makowiecki (911 RSR #91): "Dieses Rennen bedeutet sehr viel für mich. Ich bin viele Jahre in der japanischen GT-Meisterschaft gefahren und habe immer noch sehr viele Freunde und Fans dort. Japan ist so etwas wie meine zweite Heimat. Für uns ist es wichtig, dass wir im Kampf um die Weltmeisterschaft auch in Fuji möglichst viele Punkte holen. Ich bin gespannt, wie wir mit unserem neuen 911 RSR auf dieser schwierigen Strecke zurechtkommen."

Michael Christensen (911 RSR #92): "Ich freue mich auf die Rückkehr nach Japan. Ein faszinierendes Land. Fuji ist eine sehr anspruchsvolle Strecke, die dazu noch richtig Spaß macht. Die Rennen dort sind meistens sehr spannend. Nach unserem zweiten Platz in Austin kann ich es kaum erwarten, wieder in den 911 RSR zu steigen. Ich hoffe, dass wir dort eine mindestens genauso gute Performance zeigen können."

Kévin Estre (911 RSR #92): "Für mich ist es mein erstes Rennen in Japan. Ein neues Land und eine neue Rennstrecke kennenzulernen, ist immer eine interessante Erfahrung. Natürlich kenne ich die Fotos mit dem Mount Fuji im Hintergrund, von meinen Teamkollegen habe ich aber auch gehört, dass die Strecke ihre Tücken hat. Wir werden hart dafür arbeiten, damit unser 911 RSR dort sein volles Potenzial zeigen kann."

Matteo Cairoli (911 RSR #77): "Fuji ist eine neue Strecke für mich. Ich kenne sie bisher nur vom Simulator, bin aber zuversichtlich, dass sie uns gut liegen wird. Ich freue mich auf mein erstes Rennen in Japan und hoffe, dass wir nach unserem Pech in Austin mit einem Topergebnis die Führung in der FIA Endurance Trophy zurückholen können."

Marco Ujhasi, Gesamtprojektleiter GT-Werksmotorsport: "In Fuji ist es wichtig, nach dem Start auf der langen Geraden einen guten Speed zu haben und das Auto bis zur ersten Kurve auf Betriebstemperatur zu bringen, damit Reifen und Bremse voll da sind. Auf dieser sehr schön gelegenen Strecke ist man vor keiner Überraschung sicher, vor allem was das Wetter angeht. Wir müssen da auf alles vorbereitet sein."

Dr. Frank-Steffen Walliser, Leiter Motorsport und GT-Fahrzeuge: "Nach der starken Teamleistung in Austin und dem mit einer sensationellen Aufholjagd erkämpften zweiten Platz sind wir für Fuji sehr zuversichtlich. In Japan wollen wir auf dieser starken Performance aufbauen und beim ersten Rennen unseres neuen 911 RSR in Asien ein weiteres Topresultat holen. Damit könnten wir unsere gute Ausgangsposition im spannenden Kampf um die Weltmeisterschaft vor den beiden letzten Rennen in Schanghai und Bahrain weiter verbessern."

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