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WEC-Vorschau Austin: Porsche über alle Berge?

12. September 2017 - 12:11 Uhr

Nach der überlegenen Vorstellung in Mexiko-Stadt ist Porsche auch für die 6 Stunden von Austin Favorit - Droht totale Langeweile oder schlägt Toyota zurück?

Anthony Davidson, Kazuki Nakajima
Toyota gegen Porsche in Texas: Kann Gazoo nochmal zurückschlagen?
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Was in anderen Rennserien ein normaler Rennrhythmus ist, darf in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) bereits als "hektische Wochen" gelten: Zwischen dem frühherbstlichen Höhenspektakel von Mexiko und dem Hitzerennen in Texas liegen nur 13 Tage - gemeinsam mit China und Bahrain am Saisonende ist dies der dichteste Abstand zwischen zwei Rennen in der WEC-Saison 2017. Die positive Nachricht: Die Rennzeiten liegen nicht mehr mitten in der Nacht wie in den vergangenen Jahren.

Trotzdem dürfte es für die Fans ein Rennen der Katerstimmung werden: Die WEC fährt zum letzten Mal auf dem Circuit of the Americas und der Zuschauerzuspruch dürfte noch geringer ausfallen als vergangenes Jahr, als noch die IMSA SportsCar Championship im Rahmenprogramm fuhr. Diese hat sich aus dem Staub gemacht. Als Standalone-Hauptevent bietet die WEC mit der zwar lauten, aber in den USA ebenfalls völlig unbekannten Formel V8 3.5, einer Ferrari Challenge und der US-amerikanischen Formel 4 im Rahmenprogramm nicht unbedingt ein Paket, das den Durchschnittstexaner vom Hocker hauen dürfte. (Starterliste der WEC in Austin)

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Und sportlich? Im viertletzten Rennen der LMP1-Kategorie in ihrer jetzigen Form geht Porsche als klarer Favorit ins Rennen. Der Sieg der 919 Hybrid in Mexiko war einfach zu deutlich. Toyota schiebt die Niederlage im Autodromo Hermanos Rodriguez auf die Höhenluft, in der das Toyota-Paket nicht genug Abtrieb produzierte. Nur hatte Porsche mit derselben dünnen Luft zu kämpfen...

WM-Situation in der LMP1

Klar ist, dass Toyota bei einer erneuten Niederlage in Austin die Saison wird abschreiben können. Schon jetzt ist es unwahrscheinlich, dass man Porsche am Gewinn des WM-Titels noch wird hindern können. In der WM-Wertung haben Anthony Davidson, Kazuki Nakajima und Sebastien Buemi 41 Punkte Rückstand auf Timo Bernhard, Earl Bamber und Brendon Hartley. (Zum WEC-Gesamtstand) Davidson wird definitiv nicht Weltmeister, da er das Rennen in Austin aus "persönlichen Gründen" auslassen wird. Vertretung ist Stephane Sarrazin.

Theoretisch ist es für Toyota noch aus eigener Kraft machbar: Nakajima, Buemi und ihr jeweiliger Teamkollege müssten jedes Rennen vor dem Schwesterfahrzeug gewinnen und dürften maximal eine Pole-Position an Bernhard/Bamber/Hartley abgeben (oder zwei an ein anderes Fahrzeug, das nicht der Porsche #1 ist). Jedem ist allerdings klar, dass dies kaum passieren wird. Realistisch betrachtet kann nur ein Ausfall der #1 noch Würze in den Kampf um den WM-Titel bringen. In der Herstellerwertung bringt Porsche 56,5 Punkte Vorsprung mit. 44 Zähler gibt es an einem Wochenende zu gewinnen, doch 27 sind einem Hersteller sicher, sofern es keinen Ausfall gibt.

Reifenschlacht in der GTE Pro

Der größte Gegner wird am Austin-Wochenende die Hitze werden. Schon in den vergangenen Jahren machten Temperaturen von weit über 30 Grad im Schatten allen Beteiligten zu schaffen. Dieses Jahr wird noch mehr nachgewürzt, denn das Rennen wird nicht mehr abends, sondern in der Mittagshitze um 12 Uhr Ortszeit (19 Uhr MESZ) gestartet. Das wird jeden Fahrer ins Schwitzen bringen. Für die Technik hingegen dürfte die Kühlung aufgrund der weniger dünnen Luft kein größeres Problem werden als noch in Mexiko.

Während in der LMP2-Kategorie Ho-Pin Tung, Oliver Jarvis und Thomas Laurent (DC-Oreca #38) in Mexiko etwas von ihrem Vorsprung eingebüßt und nur noch 23 Punkte Vorsprung auf Bruno Senna und Julien Canal (Rebellion-Oreca #31) haben, steht in der GTE Pro der nächste Großkampf auf dem Programm. Im Fokus steht hier das WM-Duell zwischen Andy Priaulx und Harry Tincknell (Ganassi-Ford #67) sowie Richard Lietz und Fred Mako (Porsche #91). Letztere liegen acht Punkte zurück. Auch Davide Rigon (AF-Corse-Ferrari #71) hat mit 16,5 Punkten Rückstand noch Titelchancen.

Die GT-Fahrzeuge müssen auf dem reifenmordenden Circuit of the Americas in der Hitze gut auf ihre Pneus aufpassen. Durch die große Hitze werden die auf Dunlop-Reifen rollenden Aston Martin Vantage zur großen Unbekannten für die anderen Hersteller, die allesamt auf Michelin-Material vertrauen. Nach dem Sieg in Mexiko hat Aston Martin Racing ohnehin Oberwasser. Spannend wird auch zu sehen sein, ob die Fehde zwischen James Calado (AF-Corse-Ferrari #51) und Olivier Pla (Ganassi-Ford #66) nach den Ereignissen im Autodromo Hermanos Rodriguez wieder aufflammen wird.

Zeitplan der WEC in Austin (alle Zeiten MESZ)

Donnerstag, 14. September:
19:00 - 20:30 Uhr: 1. Freies Training
23:30 - 01:00 Uhr: 2. Freies Training

Freitag, 15. September:
17:00 - 18:00 Uhr: 3. Freies Training
22:05 - 22:55 Uhr: Qualifying

Samstag, 16. September:
19:00 - 01:00 Uhr: Rennen

Für die Ortszeit müssen jeweils sieben Stunden abgezogen werden.

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