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James Calado schimpft über Olivier Pla: "Das war absurd"

07. September 2017 - 15:57 Uhr

Eine Kollision zwischen Olivier Pla und James Calado ließ die Emotionen hochkochen - Calado war nach dem Manöver des Franzosen auf 180

Alessandro Pier Guidi, James Calado
James Calado war über das Manöver von Olivier Pla "not amused"
© FIA WEC

(Motorsport-Total.com) - Wann immer es nach Mexiko-Stadt geht, scheinen diese beiden zusammenzufinden: James Calado und Olivier Pla kollidierten beim 6-Stunden-Rennen im Autodromo Hermanos Rodriguez zum wiederholten Male. Vergangenes Jahr ging eine Kollision in der letzten Kurve in der Anfangsphase auf das Konto des Briten in italienischen Diensten. Dieses Jahr machte sich der Franzose schuldig. Calado war stocksauer und zeigte anschließend, dass der schon voll und ganz Italiener geworden ist.

Wutentbrannt machte er sich in Richtung der Ford-Garage auf und konnte nur von seinen Mechanikern zurückgehalten werden. Auch im anschließenden Interview hatte er sich noch nicht beruhigt. "Das war absurd!", poltert der 28-Jährige. Was war passiert? Calado machte gerade im Ferrari #51 (Calado/Pier Guidi) Boden gut und hatte den ersten Ford GT schon überholt. Er holte dann auf den auf Rang drei fahrenden Ford #66 (Mücke/Pla) auf.

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Vor dem Eingang zum Station stand eine Überrundung des Clearwater-Ferraris #61 (Mok/Sawa/Griffin) auf dem Programm. Pla ging auf der linken Seite vorbei. Hier sah Calado eine Chance, ein Manöver vom Schlage Häkkinen/Schumacher in Spa-Francorchamps 2000 zu fahren: Er entschied sich für die rechte Seite und war daher für die folgende Rechtskurve innen. Pla, der den Clearwater-Ferrari bereits hinter sich hatte, lenkte ein, ohne zu wissen, dass Calado neben ihm war.

Doppelte Strafe gegen Ford

"Er hat sich in eine unglückliche Position manövriert. Ich war innen und innerhalb der Track Limits", rechtfertigt sich Calado. Durch die Berührung wurde der Ford von der Strecke gedrängt, kam aber durch die asphaltierte Auslaufzone zurück. "Dann hat er einfach in mich reingelenkt", poltert der Brite weiter. Mit dem Rammstoß schnitt sich Pla ins eigene Fleisch und beschädigte sich die vordere rechte Radaufhängung.

"Dann will er mich noch abdrängen", erläutert James Calado den Schlussakt. Hier muss Olivier Pla aber zugutegehalten werden, dass er aufgrund der Beschädigung nicht mehr lenken konnte. Calado trug einen Reifenschaden hinten links davon, Pla merkte den Aufhängungsschaden erst, als es schon zu spät war und er bereits den Poller am Boxeneingang verpasst hatte. Er zog anschließen über die Speerfläche rein, um es doch noch an die Box zu schaffen - dicht gefolgt vom Ferrari, der die Boxengasse korrekt angefahren hatte.

Calado zeigt sich "äußerst enttäuscht" von der gesamten Aktion. Olivier Pla äußerte sich zu dem Unfall nicht. Die Rennleitung sprach den Franzosen schuldig und verpasst ihm gleich zwei Durchfahrtsstrafen: Eine für den Rammstoß, eine für das nicht korrekte Einfahren in die Boxengasse. Das spielte keine große Rolle mehr, da der Ford fünf Minuten durch den Reparaturstopp verlor - in der heißumkämpften GTE Pro der WEC ist das nicht mehr aufzuholen.

Der Ferrari konnte quasi ohne Zeitverlust weiterfahren, da man den Reparaturstopp mit einem regulären Stopp verbinden konnte. So lag der Bolide lange Zeit auf Rang drei, bis Motorprobleme im weiteren Verlauf des Rennens James Calado und Alessandro Pier Guidi zurückwarfen. Sie wurden Sechste - einen Platz vor Stefan Mücke und Olivier Pla. (Ergebnis des 6-Stunden-Rennens der WEC in Mexiko-Stadt)

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