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IMSA-Präsident zum ACO: Es gibt keine kurzfristigen Lösungen

06. August 2017 - 16:30 Uhr

IMSA-Präsident Scott Atherton ist sich der LMP1-Krise bewusst, die der ACO derzeit durchmacht - Sein Rat: Keine Holzhammer-Methoden anwenden

Scott Atherton
Scott Atherton warnt den WEC-Promoter vor Kurzschlussreaktionen
© LAT

(Motorsport-Total.com) - Für die LMP1-Hybridkategorie ist es eigentlich schon fünf nach Zwölf, seit Porsche seinen Ausstieg zum Ende der Saison 2017 verkündet hat. Selbst im günstigsten Fall, also sollte sich Peugeot zum Einstieg 2020 entscheiden, müsste die Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) noch immer zwei Übergangsjahre mit Toyota als Alleinunterhalter (sofern Japan nicht ebenfalls den Geldhahn für Köln zudreht) gegen die Privatteams durchmachen, bevor es mit dem neuen Reglement wieder vorwärts gehen kann.

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Beim ACO dürften viele Pläne durch diskutiert werden, wie die Vorzeigeklasse der WEC und der 24 Stunden von Le Mans gerettet werden kann. Auf der anderen Seite des Atlantiks lauert mit der DPi-Klasse eine kostengünstige Alternative zur LMP1. Deren Präsident Scott Atherton blickte 2016 ebenfalls einer ungewissen Zukunft entgegen, als das DPi-Reglement präsentiert wurde. Zahlreiche Hersteller hatten Interesse, aber bis auf Cadillac und Mazda hatten sich lange Zeit keine Teams gemeldet - bis Extreme Speed Motorsports eine Partnerschaft mit Nissan verkündete.

Atherton rät im Gespräch mit 'Sportscar365' dem ACO auf Basis der Erfahrungen seiner eigenen Durststrecke, nichts zu überstürzen: "Ich haben nichts als Respekt vor dem, was der ACO mit der LMP1-Kategorie erreicht hat. Aber jede Organisation muss aufpassen, dass sie keine Entscheidungen auf Basis kurzfristiger Umstände fällt. Es mag verlockend sein, eine kurzfristige Lösung herbeizuzaubern. Aber man darf die Kernprinzipien nicht aufgeben, wenn man tief an die Nachhaltigkeit dieser Prinzipien glaubt." Mit diesen Worten spricht er die radikalen Kostensenkungsmaßnahmen an, die der ACO durchsetzen will.

In einer Hinsicht gibt er WEC-Chef Gerard Neveu allerdings Recht: "Er sagte, was mit Audi passiert ist, ist einfach Teil des Geschäfts. Genauso ist es. Wir waren alle schon in dieser Situation." Ob die DPi-Kategorie mittelfristig eine Zukunft außerhalb Amerikas haben wird, ist noch nicht entschieden. Mazda und Honda haben bereits durchblicken lassen, dass sie ein WEC-Engagement mit ihren Prototypen prüfen würden, sollte die Möglichkeit bestehen.

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