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Joest-Mazda: Erster Test noch im August

22. Juli 2017 - 10:31 Uhr

Joest strebt mit Mazda ein straffes Programm an: Schon im August soll der RT24-P erstmals vom neuen Team getestet werden, neue Hallen in Georgia werden bezogen

Mazda RT24-P
Der erste von Joest eingesetzte Mazda wird schon bald rollen
© LAT

(Motorsport-Total.com) - Kaum wurde das Projekt von Joest und Mazda verkündet, laufen die Vorbereitungen für die erste Testfahrt auf Hochtouren. Ralf Jüttner strebt an, dass sein Team den Mazda RT24-P noch im August erstmals testet. Joest übernimmt in der IMSA SportsCar Championship 2017 den Einsatz der Mazda-Prototypen vom SpeedSource-Team. Jüttner sagt gegenüber amerikanischen Medien, dass er "in den nächsten 30 bis 40 Tagen" mit dem Testen beginnen will - also noch im August.

"Wir wollen sämtliche Erfahrung, die wir im Langstreckensport erworben haben, in dieses Projekt einbringen", führt er aus. "Ohne jetzt zu sehr ins Detail gehen wollen, erwarten wir, dass das Fahrzeug kommenden Monat rollt." Nach dem Rennen in Elkhart Lake am 6. August haben die Prototypen in der IMSA-Serie bis zum 24. September Pause - genug Zeit, die Weichen für 2018 zu stellen. Das Rennen am 27. August auf dem Virginia Raceway ist den GT-Fahrzeugen vorbehalten.

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Joest bringt viel Erfahrung durch die vielen Einsätze mit Audi in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) mit, doch das DPi-Reglement ermöglicht Weiterentwicklungen nur in begrenztem Maße. Jüttner sieht aber trotzdem verborgenes Potenzial bei den Boliden: "Die ganze Sache ist noch im ersten Jahr. Da können noch viele Dinge angegangen werden. Ich denke, es geht in die richtige Richtung. Wir werden nicht allzu weit hinten den anderen Herstellern zurückliegen."

Neue Basis in Atlanta

Nebenbei baut Joest auch noch ein neues Hauptquartier in Atlanta in Georgia auf. Trotz des plötzlichen Rückzugs von Audi aus der WEC, wodurch die ganze Mannschaft in diesem Jahr keinerlei Rennaktivitäten wahrnimmt, ist diese noch fast vollständig erhalten. "Zwei oder drei Ingenieure haben uns verlassen, aber ich denke, die kommen zurück, um dabei zu sein", ist sich der Joest-Geschäftsführer sicher. "Das Team wird das Le-Mans-Team sein, aber wir brauchen auch Leute in Amerika." Daher erwartet Jüttner viele Reisen zwischen Wald-Michelbach und Atlanta. "Wie sich das über mehrere Jahre entwickeln wird, müssen wir noch sehen."

Die Fahrerwahl wird im Laufe des Jahres getroffen werden. Die jetzigen Vollzeit-Piloten Jonathan Bomarito, Tristan Nunez, Joel Miller und Tom Long werden die Testfahrten durchführen, doch noch ist unklar, ob Mazda sie halten wird. "Wir haben noch nie mit diesen Fahrern zusammengearbeitet. Ich freue mich darauf, das endlich zu tun", sagt Jüttner. "Ich stehe allem ganz offen gegenüber. Den Rest werden wir sehen." Mazda-Motorsportchef John Doonan hofft, bis zum Ende der IMSA-Saison am 7. Oktober die Fahrerpaarungen feststehen zu haben.

Das erste Treffen hat Doonan zufolge bereits bei den 24 Stunden von Daytona 2017 stattgefunden. "Es ist dieses Gefühl, das man hat - die Chemie hat einfach gestimmt", erinnert er sich. "Beim ersten Eindruck fühlte es sich richtig an, dieses Projekt mit ihnen zu machen. Es ist ein Meilenstein für Mazda."

Was wird aus SpeedSource?

Den Preis für das neue Engagement zahlt derweil das SpeedSource-Team: Nach 20 Jahren wird der langjährige Partner von Mazda vor die Tür gesetzt. "Wenn man das Wort 'bittersüß' nutzen kann, dann wäre das die perfekte Analogie", sagt John Doonan gegenüber 'Sportscar365'. "Mehr noch als wegen der geschäftlichen Partnerschaft tut es wegen der persönlichen Beziehungen weh. Wir sind ihnen sehr dankbar. Die zwei Pokale von den 24 Stunden in Daytona thronen stolz in unseren Büros. Gleichzeitig mussten wir aber auch die Resultate diskutieren. Dieses Programm hat das Ziel, Mazda an die Spitze zu bringen."

Und dazu war SpeedSource in der Prototypenszene nicht in der Lage. Nachdem es 2016 endlich einige vielversprechende Resultate gegeben hat, waren die Hoffnungen groß, dass Mazda unter den neuen DPi-Regeln um Siege fahren kann. Doch dann wurden die RT24-P von Cadillac und Nissan nach allen Regeln der Kunst in dieser Saison vermöbelt. Doonan will aber nicht ausschließen, SpeedSource künftig mit Kundenfahrzeugen auszustatten. Allerdings könnte dies erst 2019 der Fall sein.

SpeedSource nahm bisher weitere Mazda-Einsätze in kleineren IMSA-Kategorien vor. Wie es hier weitergeht, ist auch noch zu klären. "Einmal Mitglied der Mazda-Familie, immer Mitglied der Mazda-Familie", macht Donnan gegenüber 'Sportscar365' seinem alten Team Hoffnung, dass es noch in irgendeiner Form weitergehen wird.

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