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Simon Trummer analysiert: "LMP2 die härteste Klasse"

07. Juni 2017 - 17:03 Uhr

Nach dem Le-Mans-Vortest analysiert Simon Trummer die hart umkämpfte LMP2-Klasse - Welche Chancen sich der Schweizer mit dem Manor-Team ausrechnet

Simon Trummer
Simon Trummer rechnet mit einer eng umkämpften LMP2-Klasse
© LAT

(Motorsport-Total.com) - Alle Jahre wieder, und zwar traditionell Mitte Juni, blickt die Sportöffentlichkeit gespannt nach Le Mans zum berühmtesten und wichtigsten Langstreckenrennen der Welt. Auf der 13,6 Kilometer langen Strecke wird auch die stark besetzte LMP2-Klasse im Mittelpunkt stehen, in der auch der Schweizer Simon Trummer mit dem Manor-Team in den Kampf um die begehrte Trophäe eingreifen möchten.

Frage: "Nur noch zehn Tage bis die Ampel zum 24-Stunden-Klassiker auf grün schaltet. Welche Erkenntnisse haben Sie von der jüngsten Test-Generalprobe aus Le Mans mitgenommen?"
Simon Trummer: "Die neuen LMP2 Fahrzeuge sind unglaubliche acht Sekunden pro Runde schneller als im Vorjahr und erreichen auf den Geraden 340 km/h. Die Dallaras waren bei den Topspeeds sogar teilweise über dieser Marke, dafür ist unser Oreca-Chassis deutlich schneller in den Kurven. Wir haben bewusst auf einen Qualifikationsversuch verzichtet, waren bei den Longrungs aber in den Top 3. Zuversichtlich stimmt mich auch der Speed unseres Silber-Fahrers, Roberto Gonzalez. Wir haben alle drei viele Testkilometer abgespult und sind nun bestens für den Klassiker gerüstet."

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Frage: "Wäre es vermessen, nach der gelungenen Generalprobe nun vom Klassensieg zu träumen?"
Trummer: "Träumen darf man immer, wobei man nicht vergessen darf, dass die LMP2 in dieser Saison mit 25 identisch motorisierten Fahrzeugen ohne jeden Zweifel die am härtesten umkämpfte Klasse sein wird. Die Strecke in Le Mans und die lange Distanz strapazieren bekanntlich das Material bis an die Grenzen. Außerdem sind Fahrfehler und Unfälle im Pulk mit anderen Prototypen und mit den GT-Autos nie ausgeschlossen. Es wäre also wirklich vermessen, von einer Favoritenrolle zu sprechen."

Frage: "Es ist mit Sicherheit eine Privileg, zum Fahrerkader vom Manor-Team zu gehören. Immerhin habt Ihr mit Jean-Eric Vergne und Witali Petrow zwei ehemalige Formel-1-Piloten im Kader."
Trummer: "Es zeigt nur, wie kompromisslos unser Team auf Erfolg getrimmt ist. Für mich ist die teaminterne Zusammenarbeit und der Vergleich mit Fahrern dieser Qualität auch eine zusätzliche Motivation und Bestätigung. Ohne die Unterstützung unserer Partner und Sponsoren wäre diese konsequente Herangehensweise jedoch gar nicht möglich. Es ist schon beeindruckend, auf welches Niveau sich die LMP2 inzwischen entwickelt hat."

Frage: "Für Sie geht es schon am Sonntag zurück an die Sarthe. Wie groß ist das Lampenfieber vor diesem Klassiker?"
Trummer: "Es sind bei mir eigentlich nur positive Gedanken und der Fokus darauf, alle Abläufe noch einmal durchzuspielen, um dann möglichst fehlerfrei zu agieren. Die Stimmung im Team könnte nicht besser sein und dementsprechend groß ist die Vorfreude."

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