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Witali Petrow warnt: LMP2-Tempo birgt hohe Risiken

03. April 2017 - 10:29 Uhr

Manor-Neuzugang Witali Petrow hat Spaß am Tempo des neuen Oreca-Gibson, sieht aber Gefahren: Mehr Verkehr, mehr Aufmerksamkeit, mehr kritische Momente

Witali Petrow
Witali Petrow wechselte zur WEC-Saison 2017 von SMP zu Manor
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Die neuen LMP2-Autos haben ihr deutlich erhöhtes Tempo bei einem Dunlop-Test in Aragon angedeutet und diese Eindrücke beim Prolog der ELMS und WEC in Monza nachhaltig bestätigt. Der neue Einheitsmotor von Gibson leistet über 600 PS, die brandneuen Chassis unter anderem von Oreca bieten erheblich mehr Abtrieb. Auf der schnellen Strecke in Le Mans erscheinen Rundenzeiten unterhalb von 3:30 Minuten realistisch. Diese Marke wollte der ACO aus Sicherheitsgründen eigentlich nicht unterschritten haben.

"Ich hatte nicht erwartet, dass das Auto so gut aufgestellt sein würde. Ich habe sofort bei meinen ersten Runden alles spüren können - die Stärken, aber auch die Bereiche, in denen wir uns noch verbessern können", berichtet Manor-Neuzugang Witali Petrow im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. Der Russe ergänzt: "Der Draht zu diesem Fahrzeug war sofort vorhanden. Das hat mich positiv überrascht, denn normalerweise braucht man bei einem total neuen Auto ein bis drei Testtage, um ein richtiges Gespür dafür zu bekommen."

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"Das Tempo ist beeindruckend. Im Eingang der Parabolica in Monza oder auch im Scheitelpunkt ist es ein unfassbar starkes Auto. Und da geht sicherlich noch mehr", so der ehemalige Formel-1-Pilot. "Auf dem Weg nach Le Mans werden wir das Auto noch besser kennenlernen. Allein dadurch werden wir mindestens noch einmal eine Sekunde schneller werden. Welche Rundenzeiten dann in Le Mans letztlich herauskommen, müssen wir sehen. Es wird auf jeden Fall extrem schnell, vielleicht für manche zu schnell. Es könnte wirklich gefährlich werden."

Le-Mans-Gefahr: Wenn Amateure etwas müde werden

Auf der beliebten Teststrecke in Aragon fuhr man beim Test auf dem Niveau der privaten LMP1-Autos von 2016. Die Topspeeds lagen in Monza sogar auf einem Level mit dem LMP1-Werksteam von Toyota. "Das höhere Tempo auf den Geraden ist nicht das Problem, sondern vielmehr die deutlich höheren Kurvengeschwindigkeiten", sagt Petrow. "Wenn du jetzt mit den neuen Autos auf ein GT-Fahrzeug aufläufst, dann musst du höllisch aufpassen. Das Risiko eines Unfalls ist erheblich höher als im vergangenen Jahr."

"In unseren Autos sind zahlreiche Amateure unterwegs. Da sind sehr erfahrene Leute dabei, aber auch einige, die noch nicht oft ein solch schnelles Autos bewegt haben", blickt der 32-jährige Russe mit großer Sorge auf die anstehenden Läufe der WEC. "In den normalen 6-Stunden-Rennen wird das schon gehen, aber wenn in Le Mans die Müdigkeit, die Erschöpfung und die Dunkelheit dazukommen, dann sehe ich da große Gefahren."

"Wir werden jetzt auch mehr Verkehr haben auf einer Runde. Bisher hatten wir vielleicht zwei bis vier GT-Autos pro Umlauf zu überrunden. Jetzt könnten das mal schnell sechs bis neun Manöver pro Runde werden. Es ist brandgefährlich", mahnt Petrow. "Nicht nur für die LMP2-Fahrer wird es kritischer. Auch die LMP1-Jungs müssen jetzt höhere Risiken gehen. Diese Autos gehen manchmal schon 150 Meter vor einer Ecke vom Gas, um zu segeln, weil sie Sprit sparen müssen. Der Bremspunkt liegt aber bei 70 Metern. Und da kommen wir dann mit hohem Tempo an."

"Wenn sie uns nicht gleich zu Beginn einer Geraden schnappen und sich entscheidend absetzen können, dann wird es im Eingang der nächsten Kurve eng. Da müssen die Fahrer der LMP1-Klasse wahrscheinlich mit viel mehr Risiko in die nächste Ecke lenken, um vorne zu bleiben", schildert die sogenannte "Rakete von Wyborg" die neue Situation. Zahlreiche Fahrer aus den LMP1-Werksteams bestätigen diese Eindrücke. Von allen werde mehr Einsatz und Entschlossenheit verlangt. Es entstehe dadurch zwangsläufig ein hohes Risiko.

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