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Ringen um Peugeot-Comeback: Eine Entscheidung muss her

04. April 2017 - 19:58 Uhr

Peugeot hat weiterhin großes Interesse an einer Rückkehr nach Le Mans: Aktuelle LMP1-Hersteller zu Kompromissen bereit - Nächstes Meeting in Silverstone

Anthony Davidson, Simon Pagenaud, Sebastien Bourdais
Peugeot will wieder beim großen Heimrennen in Le Mans antreten
© Peugeot

(Motorsport-Total.com) - Wenn die Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) am Osterwochenende in Silverstone in ihre Saison 2017 startet, dann wird auch Peugeot vor Ort sein. Allerdings schicken die Franzosen (noch) kein LMP1-Fahrzeug in den Wettbewerb, sondern man setzt sich nur mit Vertretern von FIA, ACO, Porsche und Toyota zusammen. In gleicher Konstellation hatte man sich kürzlich getroffen, um die Bedingungen der "Löwen" für eine Rückkehr in die Szene konkret zu erörtern.

Dieses erste Treffen sei "positiv" gewesen, erklärt Porsche-LMP1-Leiter Fritz Enzinger. Details nennt der Österreicher jedoch nicht, weil man Stillschweigen vereinbart hat. Nach Informationen von 'Motorsport-Total.com' hat Peugeot im Rahmen des Meetings einen Forderungskatalog dargestellt. Einige der Punkte seien diskutabel, heißt es. Bei anderen Inhalten haben die Le-Mans-Sieger von 2009 jedoch eine strikte Haltung. Die Forderungen seien "in manchen Bereichen etwas unklar", heißt es von Porsche und Toyota.

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"Peugeot war 2009, 2010 und 2011 richtig stark aufgestellt. Sie hatten ein super Team und ein wunderschönes Auto. Das würde schon passen. Das wäre super", erklärt Enzinger. Er relativiert jedoch: "Wenn zwei Hersteller auf einem Level sind, dann vermisst man einen dritten nicht so sehr. Dennoch muss man derweil versuchen, weitere Hersteller ins Boot zu holen. Allerdings ohne sich dabei komplett zu verbiegen."

Peugeot-Forderungen würden BoP nach sich ziehen

Was der Porsche-LMP1-Chef meint: Peugeot fordert unter anderem die Möglichkeit, mit nur einem Hydridsystem mit recht geringer Leistung um Siege fahren zu können. "Wir sind uns mit Toyota einig, ziehen an einem Strang. Wir wollen, dass das technische Level nicht zurückgefahren wird", stellt Enzinger klar. Toyota und Porsche sind mit dem aktuellen Effizienzreglement glücklich. Die LMP1-Autos bieten seit 2014 besten Sport. Ein Sonderweg für Peugeot würde bedeuten: Zur aktuellen EoT würde eine BoP kommen. Das will niemand.

2007-2011: Peugeot in Le Mans

Frankreich


2007-2011
Foto 1 von 21
Im Jahr 2006 stellte Peugeot zunächst die Studie eines Prototypen vor, baute anschließend die ersten Chassis auf.
Im Jahr 2006 stellte Peugeot zunächst die Studie eines Prototypen vor, baute anschließend die ersten Chassis auf.

"Die Autos sind komplex, das stimmt. Aber sie bieten gute Rennen. Wir müssen es so gestalten, dass wir nicht technologisch Rückschritte machen, andere Hersteller aber sagen, dass es interessant ist", sagt Enzinger. Man sei bezüglich einer anderen Peugeot-Forderung auf einem guten Weg, habe aber im Bereich der Kostensenkung mittlerweile an einigen Stellen eine Grenze erreicht. "Wir haben nur noch zwei Aeropakete, wir haben weniger Tests, weniger Windkanalstunden - da sind wir runter auf 600, waren aber mal bei 2.000."

Druck wird erhöht: Irgendwann muss Peugeot entscheiden

"Man muss natürlich weiter über Kosten reden. Das ist schließlich auch in unserem eigenen Interesse", sagt der Porsche-LMP1-Chef, der noch im Verlauf dieses Jahres beim eigenen Vorstand bezüglich einer Verlängerung des LMP1-Engagements (fixiert bis Ende 2018) vorsprechen muss. "Wir schauen natürlich gemeinsam, in welchen Bereich wir noch sparen können. Es darf aber nicht dazu führen, dass man alles in Frage stellt. Ein wichtiger Faktor des Comebacks von Porsche auf der Langstrecke war, dass in der Le-Mans-Szene diese technologischen Möglichkeiten vorhanden sind."

Toyota hat in den andauernden Diskussionen eine ähnliche Haltung. Man ist um Kompromisse bemüht. "Niemand hat uns dazu gezwungen, dass wir jetzt sagen, wir lassen das Monocoque länger als geplant. Wir können auch gern festhalten, dass es bei zwei Energie-Rückgewinnungs-Systemen bleibt. Wir können auch gewisse Bereiche definieren, die wir in den kommenden Jahren weiterentwickeln. Andere fassen wir dann erst einmal nicht an", so Enzinger. "Wenn da einer ist, der einsteigen möchte, können wir gern sprechen. Viel weiter runter geht es aber nicht, sonst wird es unglaubwürdig."

Nach dem zweiten konkreten Meeting in Silverstone werden weitere folgen. Inwieweit Peugeot bereit ist, sich den aktuellen Regularien, in denen man Neueinsteigern bereits Vorteile festgeschrieben hat, zu unterwerfen, ist unklar. "Dann müssen sie aber irgendwann auch mal in ihren Vorstand gehen und den Plan vorlegen, inklusive der Kosten und der Ausrichtung eines solchen Programms", erhöht Fritz Enzinger etwas den Druck. "Da muss ein Vorstand vor dem Hintergrund die Entscheidung treffen, ob es ihm das wert ist oder nicht."

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